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02.10.2026, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten    

Engel: Neue vollelektrische "e-motion 380" für Dünn­wand­ver­pack­ung­en

Die e-motion produziert Joghurtbecher mit 0,28 mm Wandstärke, einem Fließweg-Wandstärken-Verhältnis von 370 und bis zu 1,2 Sekunden Trockenlaufzeit – bei laut Engel in der Regel rund 30 Prozent weniger Energiebedarf als hybride oder hydraulische Maschinen - (Bild: Engel).
Die e-motion produziert Joghurtbecher mit 0,28 mm Wandstärke, einem Fließweg-Wandstärken-Verhältnis von 370 und bis zu 1,2 Sekunden Trockenlaufzeit – bei laut Engel in der Regel rund 30 Prozent weniger Energiebedarf als hybride oder hydraulische Maschinen - (Bild: Engel).
Engel stellt auf der Fakuma 2026 die neue Generation seiner vollelektrischen Spritzgießmaschinen-Baureihe "e-motion" vor. Die erstmals gezeigte "e-motion 380" ist auf die Serienfertigung dünnwandiger Verpackungen ausgelegt und soll insbesondere Anwendungen bedienen, die bislang überwiegend mit hydraulischen oder hybriden Hochleistungsmaschinen realisiert werden.

Der auf der e-motion 380 produzierte IML-Joghurtbecher wiegt bei einer Wandstärke von nur 0,28 mm lediglich 6,33 Gramm - (Bild: Engel).
Der auf der e-motion 380 produzierte IML-Joghurtbecher wiegt bei einer Wandstärke von nur 0,28 mm lediglich 6,33 Gramm - (Bild: Engel).
Im Mittelpunkt der Messeanwendung steht die Produktion eines Joghurtbechers aus Polypropylen mit In-Mould-Labeling (IML). Die Maschine arbeitet dabei mit einem Sechs-Kavitäten-Werkzeug. Der Becher weist eine Wandstärke von 0,28 mm, ein Fließweg-Wandstärken-Verhältnis von 370 und ein Gewicht von 6,33 g auf.

Premiere auf der Fakuma 2026: Die e-motion 380 ist die erste Maschine der neuen Generation und erreicht mit ihrer neuen Spritzeinheit Spritz­ge­schwindig­keit­en bis zu 500 mm pro Sekunde - (Bild: Engel).
Premiere auf der Fakuma 2026: Die e-motion 380 ist die erste Maschine der neuen Generation und erreicht mit ihrer neuen Spritzeinheit Spritz­ge­schwindig­keit­en bis zu 500 mm pro Sekunde - (Bild: Engel).
Trockenlaufzeit bis 1,2 Sekunden
Für die neue Maschinengeneration hat Engel sowohl die Schließ- als auch die Spritzseite überarbeitet. Die "e-motion 380" erreicht nach Unternehmensangaben eine Trockenlaufzeit von bis zu 1,2 Sekunden. Damit zielt die Maschine auf Verpackungsanwendungen mit kurzen Zykluszeiten und hohen Produktionsmengen.

Die neue Spritzeinheit ist mit einer Schnecke von 70 mm Durchmesser ausgeführt und erreicht Spritzgeschwindigkeiten von bis zu 500 mm/s. Diese Leistungsdaten sollen die Verarbeitung dünnwandiger Verpackungen mit langen Fließwegen ermöglichen.

Die "e-motion 380" ist die erste Maschine der neuen Generation. Engel plant, die gesamte "e-motion"-Baureihe künftig mit der weiterentwickelten Schließeinheit auszustatten.

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Fokus auf Energieverbrauch und Dauerbetrieb
Nach Angaben von Engel benötigen vollelektrische Spritzgießmaschinen bei vergleichbaren Anwendungen in der Regel rund 30 Prozent weniger Energie als hybride oder hydraulische Lösungen. Insbesondere bei hohen Produktionsstückzahlen kann der Energiebedarf damit einen relevanten Einfluss auf die Stückkosten haben.

Neben kurzen Zykluszeiten ist die Baureihe für den kontinuierlichen 24/7-Betrieb in der Verpackungsproduktion ausgelegt. Engel hatte vollelektrische Dünnwandanwendungen bereits auf der K mit einer PET-Anwendung im Prägeverfahren demonstriert. Mit der neuen Maschinengeneration erweitert das Unternehmen den Einsatzbereich nun auf klassische Polypropylen-Dünnwandverpackungen für Molkerei- und andere Lebensmittelanwendungen.

IML-Zelle mit Side-Entry-Roboter
In der auf der Fakuma gezeigten Fertigungszelle übernimmt ein Side-Entry-Roboter die Entnahme der sechs Becher aus dem Werkzeug. Gleichzeitig werden die Labels für den folgenden Spritzgießzyklus eingelegt. Aufgrund der kurzen Zykluszeiten erfordert dieser Prozess hohe Beschleunigungs- und Bremswerte der Automatisierung.

Die IML-Automatisierung liefert "Campetella", das Sechs-Kavitäten-Werkzeug stammt von "Bazigos". Die Labels werden von "MCC Verstraete" bereitgestellt. Das Polypropylen kommt von "Borouge International", das 2026 aus dem Zusammenschluss von Borealis, Borouge und Nova Chemicals hervorgegangen ist. Die Materialversorgung der Produktionszelle übernimmt "Piovan".

Engel integriert die einzelnen Komponenten zu einer vollständigen Fertigungszelle und kann die Anlage einschließlich Automatisierung im eigenen Werk aufbauen und übergeben.

Fakuma 2026, Friedrichshafen, 12.-16. Oktober 2026, Halle A5, Stand 5203

Weitere Informationen: engelglobal.com

Engel Austria GmbH, Schwertberg, Österreich

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