| 01.10.2026, 10:23 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Eine von der GVM Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung mbH im Auftrag des Forum PET erstellte Studie weist für PET-Getränkeflaschen in Deutschland im Jahr 2025 einen durchschnittlichen Rezyklatanteil von 58 Prozent aus. Damit lag der Einsatz von recyceltem PET deutlich über der seit 2025 geltenden EU-Vorgabe von durchschnittlich 25 Prozent Rezyklatanteil für PET-Getränkeflaschen. Nach Angaben der Studie werden mehr als 95 Prozent des für Getränkeflaschen eingesetzten PET zurückgewonnen und als Rezyklat erneut industriell genutzt. Ein wesentlicher Teil des Materials verbleibt dabei im geschlossenen Flaschenkreislauf und wird erneut zur Herstellung von Getränkeflaschen eingesetzt. Rezyklateinsatz steigt bei sinkendem Materialverbrauch Parallel zum höheren Anteil von Recyclingmaterial ist der absolute PET-Einsatz für die Flaschenproduktion zurückgegangen. 2025 wurden nach Angaben des Forum PET rund 25 Prozent weniger PET zu Flaschen verarbeitet als 2017. Als Ursachen werden unter anderem konstruktive Optimierungen wie kürzere Gewinde und geringere Wandstärken genannt. Das sogenannte Lightweighting hat dazu geführt, dass PET-Flaschen seit 2013 kontinuierlich leichter geworden sind. Ziel dieser Maßnahmen ist es, den Rohstoffeinsatz zu reduzieren, ohne die für Abfüllung, Transport und Gebrauch erforderlichen mechanischen Eigenschaften zu beeinträchtigen. Durch das geringere Flaschengewicht sinkt zugleich der Materialbedarf in der Produktion; auch beim Transport können sich Gewichtseinsparungen auf den Energiebedarf und die damit verbundenen Emissionen auswirken. Pfandsystem unterstützt geschlossene Stoffkreisläufe Als wesentliche Voraussetzung für die hohen Rückgewinnungs- und Rezyklatquoten nennt das Forum PET die getrennte Erfassung pfandpflichtiger Getränkeflaschen sowie die in Deutschland vorhandene Recyclinginfrastruktur. Das Einwegpfandsystem schafft einen weitgehend sortenreinen Materialstrom, der sich für die Herstellung von hochwertigem PET-Rezyklat eignet. Die DPG Deutsche Pfandsystem GmbH organisiert die Rahmenbedingungen des deutschen Einwegpfandsystems. Das 2005 gegründete Unternehmen mit Sitz in Berlin definiert unter anderem Standards für Kennzeichnung, Stammdaten, Pfand-Clearing und technische Schnittstellen. Die stoffliche Verwertung der zurückgegebenen PET-Flaschen erfolgt innerhalb einer Wertschöpfungskette aus Rücknahme, Sortierung, Aufbereitung, Rezyklatherstellung und erneuter Flaschenproduktion. Für geschlossene Bottle-to-Bottle-Kreisläufe ist insbesondere die Qualität der erfassten Materialströme entscheidend. Die getrennte Sammlung reduziert Vermischungen mit anderen Verpackungsabfällen und erleichtert den erneuten Einsatz des Materials in Anwendungen mit hohen Qualitätsanforderungen. Die Studienergebnisse zeigen, dass bei PET-Getränkeflaschen in Deutschland bereits ein Rezyklatanteil erreicht wird, der deutlich über den derzeit geltenden europäischen Mindestanforderungen liegt. Zugleich verdeutlichen die Daten, dass die Kreislaufführung nicht allein vom Rezyklatanteil abhängt, sondern vom Zusammenspiel aus Erfassungssystem, Recyclingkapazitäten, Materialqualität, Flaschendesign und industriellen Abnahmewegen. Für die Kunststoffindustrie sind die Ergebnisse insbesondere mit Blick auf steigende regulatorische Anforderungen an Rezyklateinsatz und Recyclingfähigkeit relevant. PET-Getränkeflaschen gehören zu den Verpackungsanwendungen, bei denen ein geschlossener werkstofflicher Kreislauf bereits in industriellem Maßstab etabliert ist. Die Studie liefert damit aktuelle Kennzahlen zur praktischen Umsetzung von Kreislaufwirtschaft bei einem bedeutenden Verpackungskunststoff. Weitere Informationen: |
Forum PET in der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V., Bad Homburg
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