| 20.04.2009 | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Der deutsche Spezialchemie-Konzern LANXESS AG (www.lanxess.de) und der russische Kautschukhersteller Halopolymer, OJSC (Moskau, www.halopolymer.com), haben eine Vertriebspartnerschaft für den Absatz von Fluorkautschuken (FKM) geschlossen. Maksim V. Doroshkevich, Geschäftsführer von Halopolymer, und Günther Weymans, Leiter der LANXESS Business Unit Technical Rubber Products, unterzeichneten im Moskauer Büro der Landesgesellschaft OOO LANXESS (Siehe auch plasticker-News vom 16.3.2009) einen Vertrag für den weltweiten Vertrieb dieses Spezialkautschuks. Erweiterte Angebotspalette für Spezialkautschuke Mit dieser Vertriebspartnerschaft dehnt LANXESS seine Aktivitäten auf den Markt der Fluorkautschuke aus. Das globale Marktvolumen von FKM beträgt mehr als 20.000 Tonnen/Jahr. LANXESS will mittelfristig einen signifikanten Anteil unter dem Namen Levatherm F vermarkten. Zusätzlich zum vorhandenen LANXESS Vertriebsnetz wurde dazu ein Expertenstab für Marketing und technischen Service eingerichtet. Halopolymer wird den russischen Markt wie bisher selbst bedienen. LANXESS Vorstandsmitglied Werner Breuers: „Die Zusammenarbeit mit Halopolymer vereint das Potenzial zweier hoch spezialisierter Kautschukhersteller. Und der innovative Geist als traditionell verwurzelter Teil der russischen Kultur passt hervorragend zu LANXESS und unserem Ziel, hier langfristige, erfolgreiche Geschäftsbeziehungen aufzubauen.“ Erst im März hatte der Konzern in Moskau seine neue Vertriebsgesellschaft OOO LANXESS eröffnet. Günther Weymans, Leiter des Geschäftsbereichs Technical Rubber Products bei LANXESS, zur Kooperation: „Mit FKM können wir unser Angebot an Hochleistungskautschuken in idealer Weise ergänzen. LANXESS hat jetzt für noch mehr hoch spezielle Anwendungen genau das richtige Elastomer im Programm.“ „Halopolymer ist einer der größten Fluorpolymer-Produzenten der Welt“, sagte Maxim V. Doroshkevich, Geschäftsführer von Halopolymer. „Wir produzieren rund 13.000 Tonnen Polytetrafluorethylen (PTFE) pro Jahr. Unsere globale Strategie sieht vor, unser Fluorpolymer-Geschäft von der Produktion von PTFE als Rohstoff hin zu Spezialprodukten – schmelzverarbeitbaren Fluorpolymeren und fluorierten Kautschuken – zu diversifizieren. Ziel ist es, damit einen Anteil von zehn Prozent am Weltmarkt zu erreichen. Mit LANXESS haben wir einen sehr guten Partner im Bereich technischer Kautschuke. Die Zusammenarbeit ist für unser Unternehmen von großem Nutzen und bietet uns hervorragende Möglichkeiten, unsere neuen Produkte auf den Markt zu bringen.“ Fluorelastomere - extrem hohe Beständigkeit gegenüber Chemikalien und Hitze Fluorelastomere zeichnen sich durch ihre extrem hohe Beständigkeit gegenüber Chemikalien und Hitze aus. Das prädestiniert sie für Anwendungen, bei denen andere Kautschuksorten an ihre Grenzen stoßen. Beispielsweise lassen sich Fluorelastomere bei Temperaturen bis zu 230°C einsetzen. Gleichzeitig sind sie selbst aggressiven Flüssigkeiten gegenüber äußerst chemikalienresistent. FKM finden unter anderem in der Luft- und Raumfahrt, in der Automobilindustrie, der Ölförderung und der Verfahrenstechnik Anwendung, um daraus beispielsweise Dichtungen, Schläuche, Membranen und Verschlussstopfen zu fertigen. Über Halopolymer Die russische Halopolymer, OJSC, gilt mit neun Prozent Weltmarktanteil als einer der weltgrößten Hersteller von Fluorpolymeren. Bei einem Umsatz von 200 Millionen US-Dollar ist der Konzern Russlands Nummer eins bei der Freonproduktion und einer der führenden Hersteller von anorganischen Chemikalien wie Säuren, Basen und Salzen. Seine Produkte werden weltweit in mehr als 30 Ländern vertrieben. Das Unternehmen betreibt zwei große Chemiewerke und beschäftigt mehr als 4.500 ausgebildete Mitarbeiter. Halopolymer unterhält ein eigenes Forschungs- und Entwicklungszentrum für Fluoropolymere und investiert in die Entwicklung neuer Fluorchemikalien. Bild: Günther Weymans, Leiter der LANXESS Business Unit Technical Rubber Products (links), und Maksim V. Doroshkevich, Geschäftsführer von Halopolymer, unterzeichneten einen Vertrag für den weltweiten Vertrieb von Fluorkautschuk. |
LANXESS AG, Leverkusen
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