| 16.04.2025, 10:35 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Die Tubenlieferungen der in der european tube manufacturers association (etma) organisierten Tubenhersteller sind im Jahr 2024 um 1,3 Prozent auf ein Gesamtvolumen von rund 11,5 Milliarden Stück gesunken. Wie der Verband bereits Ende Februar mitteilte, entwickelten sich die wichtigsten Endverbrauchermärkte dabei unterschiedlich. Während die Lieferungen in die Bereiche Zahnpflege, Lebensmittel und Haushalt um rund neun Prozent, drei Prozent bzw. zehn Prozent zulegten, sank die Nachfrage aus den mengenmäßig dominierenden Märkten Pharma und Kosmetik um rund zwei Prozent bzw. acht Prozent. „Die Verunsicherung der Verbraucher durch die anhaltende Inflation und die andauernden Kriege in der Ukraine und im Gazastreifen führten 2024 zu einer negativen Stimmung und einem verstärkten Sparverhalten der Verbraucher. Dies wirkte sich auch spürbar auf die Nachfrage nach Kosmetika aus, die der wichtigste Endverbrauchermarkt für die Tubenindustrie sind. Darüber hinaus gab es aufgrund der schrumpfenden Kaufkraft der Verbraucher eine gewisse Verlagerung der Nachfrage zum Handelsmarkensektor“, sagt etma-Präsident Zoran Joksic. Trend zu weniger komplexen Verpackungsstrukturen Die Bestimmungen der kürzlich veröffentlichten EU-Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle (PPWR) zielen eindeutig darauf ab, die Recyclingfähigkeit von Verpackungen zu erhöhen und das Design für das Recycling zu verbessern. Es wird erwartet, dass insbesondere die ehrgeizigen Anforderungen an die Recyclingfähigkeit zu einem Trend hin zu weniger komplexen Monomaterial-Verpackungsstrukturen führen werden. Die Verpackungsindustrie muss sich dieser Herausforderung stellen und innovative Verpackungslösungen anbieten, um die bestmögliche Recyclingfähigkeit zu erreichen. Die PPWR stellt auch ehrgeizige Anforderungen an den Mindestgehalt an recyceltem Material in Kunststoffverpackungen. „Dies wird eine große Herausforderung für die Kunststoffverpackungsindustrie darstellen. Der Wettbewerb um hochwertiges Post-Consumer-Recyclingmaterial wird noch härter werden. In diesem Zusammenhang sind weitere Investitionen in die Infrastruktur für das stoffliche und chemische Recycling von Kunststoffverpackungen und größere Anstrengungen der EFSA zur Zulassung von Recyclingverfahren für Polyolefine für Materialien mit Lebensmittelkontakt von größter Bedeutung“, so etma-Generalsekretär Gregor Spengler. Moderater Ausblick für das erste Halbjahr 2025 Aufgrund der anhaltend schwierigen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erwartet die europäische Tubenindustrie für das erste Halbjahr 2025 eine bestenfalls stabile Nachfrage. „Ein positiver Aspekt ist, dass sich die Verfügbarkeit von Arbeitskräften in jenen Ländern leicht verbessert hat, in denen andere relevante Industrien leiden und Arbeitskräfte entlassen. Die Verpackungsindustrie, die sich als sehr widerstandsfähig gegenüber konjunkturzyklischen Veränderungen in der Wirtschaft erwiesen hat, ist zu einer Art „sicherem Hafen“ für Arbeitnehmer geworden. Das ist eine gute Nachricht, denn mittelfristig wird es eine der wichtigsten strategischen Herausforderungen für die Tubenhersteller sein, dafür zu sorgen, dass das Know-how der Boomer-Generation, die nach und nach die Unternehmen verlässt, auf die nächste Generation übertragen wird“, resümiert Zoran Joksic. Weitere Informationen: www.etma-online.org |
etma - The European Tube Manufacturers Association, Düsseldorf
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