| 08.04.2025, 06:04 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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1A Autenrieth produziert jährlich 42 Millionen Kunststoffteile am Stammsitz in Heroldstatt auf der Schwäbischen Alb - vom Trinkwasserfilter bis zum Bauteil für die Luftfahrttechnik. Abnehmer sind rund 100 mittelständische Kunden vor allem aus dem süddeutschen Raum. Insgesamt erwirtschaftete Autenrieth nach eigenen Angaben im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von knapp zehn Millionen Euro. Das entspricht einem Wachstum von zehn Prozent. In Zahlen ausgedrückt stieg der Umsatz von 8,8 Millionen Euro (2023) auf 9,7 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Damit verfehlt Autenrieth die angepeilte Marke von zehn Millionen Euro nur knapp. „Uns fehlen nur drei Prozent“, bilanziert der geschäftsführende Gesellschafter Steffen Autenrieth. „Und dass, obwohl in der Branche viele Unternehmen mit Umsatzrückgängen zu kämpfen haben.“ Da gleichzeitig die Mitarbeiterzahl mit 50 stabil geblieben sei, sei das Wachstum umso bemerkenswerter. Es soll zustandekommen, weil Autenrieth seit Jahren auf einen beratungsintensiven Vertrieb setzt. „Die Kunden fühlen sich von uns verstanden, weil wir Probleme lösen“, sagt der Geschäftsführer, der sich selbst als „Kunststoffversteher“ bezeichnet. So konnten auch im Jahr 2024 vier neue Kunden gewonnen werden - darunter ein Marktführer für Versorgungstechnik aus dem Raum Stuttgart. Darüber hinaus habe sich das Geschäft mit der Werkzeugverlagerung weiter etabliert, weil Wettbewerber in der Spritzgießtechnik wegen fehlender Nachfolger oder Insolvenz vom Markt verschwinden. So übernimmt Autenrieth jährlich mehrere Dutzende bestehende Werkzeuge von Kunden, um damit deren Produkte zu fertigen - vom Koffergriff im Flugzeug über Clip-Elemente für den Ladenbau bis hin zu Bauteilen für die Brillenglasproduktion. Größter Meilenstein im vergangenen Jahr war die Klimafit-Zertifizierung mit dem Ziel, die eigenen CO2-Emissionen um ein Drittel zu reduzieren. Als wichtige Bestandteile gelten dabei die Energieversorgung mit eigener 300 Kilowatt-Peak Photovoltaiktechnik sowie die Erweiterung der Produktionsfläche um 2.800 Quadratmeter nach dem Energieeffizienzstandard EE 40. Im Neubau findet auch ein Wasserspeicher Platz. Kombiniert mit Luftschächten und Betonkanälen, entsteht ein ökologisches Klimasystem, das Erdwärme und -kälte nutzt. Bis Ende des Jahres soll die neue Gebäudehülle stehen. Der Innenausbau der Produktionserweiterung ist für 2026 geplant. Die Gesamtinvestition beträgt 4,2 Millionen Euro und soll jährlich 803 Tonnen Treibhausgase einsparen. Auf der Produktseite sind weitere Investitionen in Forschung und Entwicklung geplant. So investiert Autenrieth in ein Forschungsprojekt zu Wasserstoffleitungen, das auch vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gefördert wird. Außerdem stellt der Kunststoffspezialist 660.000 Euro, das entspricht sieben Prozent des Umsatzes, für neue Maschinen- und Anlagentechnik bereit. Weitere Informationen: www.autenrieth-kunststofftechnik.de |
1A Autenrieth Kunststofftechnik GmbH & Co. KG, Heroldstatt
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