| 07.10.2004 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
|
|
Mit einem innovativen Herstellungsverfahren lassen sich Duschköpfe und andere Badezimmer-Artikel aus Kunststoff umweltfreundlicher verchromen. Die Erprobung dieses Verfahrens beim Armaturen-Hersteller Hansgrohe AG in Elgersweier (Baden-Württemberg) fördert Bundesumweltminister Jürgen Trittin (www.bmu.de) mit 750.000 Euro. Trittin: „Das neue Verfahren ist ein Gewinn für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und für die Umwelt, weil weniger giftige und krebserregende Stoffe entstehen und in das Abwasser und den Abfall gelangen.“ Für das Unternehmen ist das neue Produktionsverfahren außerdem wirtschaftlich, da ganze Arbeitsschritte und aufwendige sicherheitstechnische Vorkehrungen entfallen. Im Mittelpunkt des derzeit verwendeten Standardverfahrens steht ein Prozess mit einer aggressiven Beize aus konzentrierter Chrom- oder Chromschwefelsäure. Mit dem Beizprozess wird die Grundlage für den anschließenden Auftrag einer Schichtkombination aus Palladium und Nickel gelegt. Gegenwärtig wird immer erst die gesamte Oberfläche chemisch vernickelt, um dann an den Stellen, an denen kein Nickel erwünscht ist, dieses in einem aufwendigen und umweltbelastenden Strippverfahren wieder zu entfernen. Chromhaltige Aerosole, Spülwasser und Schlämme sind das Ergebnis. Das neuartige Direktmetallisierungsverfahren arbeitet dagegen mit einer annähernd chromfreien Beize und verzichtet gänzlich auf die chemische Vernickelung. Das Nickel wird nunmehr elektrochemisch ausschließlich auf die dafür vorgesehenen Flächen aufgebracht. Schlämme und Spülwasser fallen somit in deutlich geringeren Mengen an. Das Geld für das Demonstrationsvorhaben stammt aus dem „Investitionsprogramm zur Verminderung von Umweltbelastungen“, das vom Bundesumweltministerium betreut wird. |
Bundesumweltministerium, Berlin
» insgesamt 15 News über "BMU" im News-Archiv gefunden
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
Top-Meldungen der letzten Tage
Evonik: Neue Dividendenpolitik, Prognose 2025 erreicht
Plastics Recyclers Europe: Bestandsaufnahme von Kunststoffrecycling-Technologien in Europa
Playmobil: Produktion in Dietenhofen wird verlagert
Dom Polymer-Technik: Insolvenzverfahren eröffnet
Meist gelesen, 10 Tage
Terbrack Kunststoff: Insolvenzverfahren eröffnet
Playmobil: Produktion in Dietenhofen wird verlagert
Plastics Recyclers Europe: Bestandsaufnahme von Kunststoffrecycling-Technologien in Europa
Dom Polymer-Technik: Insolvenzverfahren eröffnet
Meist gelesen, 30 Tage
Ceresana: Slight market recovery for plastic pipes in Europe expected from 2026
Terbrack Kunststoff: Insolvenzverfahren eröffnet
Austrotherm: Recyclinganlage für EPS- und XPS-Dämmstoffe in Purbach in Vollbetrieb genommen
Meist gelesen, 90 Tage
Aequita: Übernahme des europäischen Olefin- und Polyolefingeschäfts von Sabic
Vynova Wilhelmshaven: Geschäftsbetrieb stabilisiert – Investorenprozess gestartet
Kuteno 2026 + KPA Bad Salzuflen 2026: Hoher Buchungsstand und wachsendes Ausstellerfeld
Domo Chemicals Deutschland: Anlagen gehen in den Notbetrieb
Aequita: Acquisition of Sabic’s European Olefins and Polyolefins Business
Neue und gebrauchte Maschinen & Anlagen finden Sie in der großen Maschinenbörse.
Kostenfreie Nutzung aller Börsen! Registrieren Sie sich jetzt!
| Kunststoffchemie für Ingenieure
|