| 28.04.2014, 06:03 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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![]() Dr. Mario Kiel, Bereichsleiter Zerstörungsfreie Prüfung am FZU, beim Prüfen eines Bauteils aus glasfaserverstärktem Kunststoff mittels luftgekoppeltem Ultraschall. Aufgabe des FZU ist es, Erkenntnisse aus der angewandten Forschung in Form neuer Messtechnik und -verfahren mit hoher Aussagekraft zügig in die Anwendungspraxis über zu leiten. Erstmals überhaupt werden dabei nach Angaben des Managements sowohl industrielle als auch medizinische Problemstellungen unter einem Dach bearbeitet. "Wir kooperieren eng mit Hochschulen und anderen spezialisierten Forschungseinrichtungen im In- und Ausland; bei konkreten Produkt- und Verfahrensentwicklungen wollen wir jedoch verstärkt auf eigene Kompetenzen und Kapazitäten setzen", erläutert Hans-Joachim Münch, einer der geistigen Väter des Instituts und zugleich Geschäftsführer der unmittelbar zur Wende gegründeten Sonotec Ultraschallsensorik Halle GmbH. Das weltweit agierende Unternehmen ist einer von fünf mittelständischen Gesellschaftern des gemeinnützigen Forschungszentrums Ultraschall in der Saalestadt. Das FZU hat inzwischen acht Mitarbeiter; weitere 12 sollen mittelfristig dazu kommen. Etwa die Hälfte des Umsatzes wird bislang mit Industrieaufträgen erwirtschaftet, der andere Teil resultiert aus öffentlich geförderten Projekten. Um seine ehrgeizigen Vorhaben abzusichern, will das Institut personell und materiell kontinuierlich wachsen. Zudem sucht es für seine betont anwendungsnahen Forschungsprojekte branchenübergreifend weitere Mittelständler als Partner. Ein Hauptthema der Industrieforscher ist derzeit die luftgekoppelte, zerstörungsfreie Materialprüfung. "Die heute üblichen Übertragungsmittel Wasser oder Öl verlangsamen den Prüfprozess", sagt FZU-Chef Dr. Ralf Steinhausen. Zudem müssten bei neuen Kunststoffen oder Verbundmaterialien, etwa auf Kohlenstofffaserbasis, künftig auch sehr schwache Echos mit wenig Informationsgehalt effizient und zuverlässig erfasst sowie ausgewertet werden: "Das geht nur koppelmittelfrei", ist der promovierte Physiker überzeugt. Neuentwicklungen in diesem Bereich ließen sich auch zur Qualitätsprüfung etwa in der Holzwirtschaft, zur Kontrolle von Schweißnähten im Maschinenbau oder von Klebeverbindungen in der Kunststoffindustrie sowie im Leichtbau nutzen. Weitere Informationen: fz-u.de |
Forschungszentrum Ultraschall gGmbH, Halle (Saale)
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