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07.07.2016, 06:06 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten    

Lanxess: PBT-Blend für E-Scooter und E-Bikes von Askoll

Die Askoll Holding srl. verwendet bei der Herstellung der Gehäuseteile für die Batterien der Zweiräder einen PBT+ASA-Blend von Lanxess, der künftig unter dem Namen Pocan AF 4110 vermarktet werden soll. (Foto: Askol)
Die Askoll Holding srl. verwendet bei der Herstellung der Gehäuseteile für die Batterien der Zweiräder einen PBT+ASA-Blend von Lanxess, der künftig unter dem Namen Pocan AF 4110 vermarktet werden soll. (Foto: Askol)
Zweiräder mit Elektroantrieb gelten als umweltfreundlich, bequem und geeignet, um im städtischen Verkehr trotz verstopfter Straßen zügig voranzukommen. Mit den Modellen "eS1" und "eS2" sowie "eB1" und "eB2" sind erstmals E-Scooter und E-Bikes erhältlich, die in Italien entwickelt und designt wurden. Hersteller der "farbigen Klassiker mit Retro-Touch" ist die in Dueville bei Vicenza ansässige Askoll Holding srl.

Die Gehäuseteile für die Batterien der Zweiräder werden aus einem Material von Lanxess hergestellt, das künftig unter dem Namen Pocan AF 4110 vermarktet werden soll. "Der neue Werkstoff gehört zu unserer umfangreichen Produktpalette für Elektrofahrzeuge. Wir sehen in diesem Anwendungssegment gute Wachstumschancen für unsere Polyester der Marke Pocan sowie Polyamide der Marke Durethan und werden das Sortiment in enger Zusammenarbeit mit Entwicklungspartnern aus dem Bereich Elektromobilität systematisch erweitern", erklärt Tim Arping, Marketingexperte im Geschäftsbereich High Performance Materials (HPM).

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Das neue Compound ist ein mit zwölf Prozent Glasfasern verstärktes Blend aus PBT (Polybutylenterephthalat) und ASA (Acrylester-Styrol-Acrylnitril). Das flammgeschützte Material ist für geometrisch komplexe und großflächige Gehäuseteile in Elektro- und Elektronikanwendungen konzipiert und zeichnet sich laut Hersteller wegen des ASA-Anteils durch eine sehr geringe Verzugsneigung aus. Gleichzeitig ist es den Angaben zufolge extrem flammwidrig. In Brandprüfungen nach der US-Prüfnorm UL 94 (Underwriters Laboratories) erreicht es demnach die beste Klassifizierung V-0 bei 0,4 Millimeter Prüfkörperdicke.

Askoll nutzt den Werkstoff bei den E-Scootern für das Gehäuse der Batteriezellen. Er substituiert eine bisherige Materiallösung auf Basis eines Polycarbonat+ABS-Blends. "Den Ausschlag für unser Material gab neben seiner Verzugsarmut und hohen Flammwidrigkeit, dass es die strengen Anforderungen in puncto chemischer Resistenz, Wärmestabilität und Schlagzähigkeit erfüllt. Außerdem lässt es sich in einem sicheren Prozess per Ultraschall schweißen", erläutert Fabio Passeri, beim Lanxess-Geschäftsbereich HPM Sales Manager für die Region Italien/Schweiz.

Bei den beiden E-Bikes findet das Compound bei der Herstellung der Batteriegehäuse und -rahmen in einer für Askoll entwickelten weißen und schwarzen Einfärbung Verwendung. Ersetzt wird ein glasfaserverstärktes und flammgeschütztes PBT mit UL 94 V-0-Einstufung. Für den Blend-Werkstoff von Lanxess habe auch seine hohe Beständigkeit gegen Licht und Feuchtigkeit gesprochen. Passeri: "Dank der hohen Farbstabilität kann auf eine separate UV-Schutzlackierung der Bauteile verzichtet werden, was beträchtliche Kosteneinsparungen ermöglicht." Die exzellente Witterungsstabilität stelle außerdem sicher, dass das hohe mechanische Eigenschaftsniveau des Blends unter Licht- und Feuchteeinfluss sehr lange erhalten bleibe. Das hätten Tests am Fertigteil nach verschiedenen Standards für die Sicherheit von Batterien und Akkumulatoren sowie E-Bikes wie etwa UN 38.3, IEC 62133 und UNI EN 15194 bestätigt.

Lanxess stellt während der Kunststoffmesse "K 2016" in Düsseldorf auf seinem Stand den zweisitzigen E-Scooter "eS2" aus.

Weitere Informationen: lanxess.com, www.askoll.com

Lanxess AG, Köln

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