| 27.05.2019, 12:38 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der Automobilzulieferer A. Maier Präzision GmbH (AMP) aus St. Georgen im Schwarzwald, ein Familienunternehmen in der fünften Generation, befindet sich in einer wirtschaftlichen Krise. Auslöser ist der massive Bestellrückgang in der Automobilbranche. Da sich hieraus stark negative Auswirkungen auf die Liquiditätsplanung ergaben, strebt das Unternehmen an, sich in einem so genannten Schutzschirmverfahren finanziell und betriebswirtschaftlich zu reorganisieren. Wie die Kanzlei Nickert weiter berichtet, wird die Geschäftsleitung nun die verbesserten Möglichkeiten zur Sanierung von Unternehmen (ESUG) nutzen und einen Insolvenzplan ausarbeiten. Stand des Verfahrens Neben dem Antrag auf Eigenverwaltung wurde auch ein sogenanntes Schutzschirmverfahren beantragt. Das zuständige Amtsgericht Villingen-Schwenningen hat sämtlichen Anträgen stattgegeben. Damit hat die AMP nun die Gelegenheit, in Eigenregie einen nachhaltigen Sanierungsplan zur Restrukturierung des Unternehmens vorzulegen. Dem weiteren Antrag, bevorrechtigte Masseverbindlichkeiten zu begründen, hat das Amtsgericht ebenfalls zugestimmt. Handelnde Personen Durch die Anordnung des Schutzschirmverfahrens bleibt die AMP selbst handlungsfähig; sie ist weiterhin Herrin des Verfahrens. Neben dem Geschäftsführer Torsten Mann wird sich die Kanzlei Nickert in den Sanierungsprozess einbringen. Damit steht auch das spezifische sanierungs- und insolvenzrechtliche Know-how im Eigenverwaltungsverfahren zur Verfügung. Antragsgemäß wurde seitens des Gerichts Rechtsanwalt Dr. Dirk Pehl von der bundesweit tätigen Kanzlei Schultze & Braun in Achern/Rottweil als vorläufiger Sachverwalter beratend und begleitend zur Seite gestellt. Einflussfaktoren der Sanierung Für die nachhaltige wirtschaftliche und finanzielle Erholung der AMP wird es entscheidend sein, die vorliegenden Kundenaufträge trotz der eingetretenen Situation zuverlässig, mängelfrei und pünktlich erfüllen zu können. Ferner wird ein nachhaltiges Fortführungskonzept zu erarbeiten sein. Aktuell sind bei der AMP etwa 200 Mitarbeiter beschäftigt. Die Lohn- und Gehaltszahlungen sind den weiteren Angaben zufolge über das Insolvenzgeld in voller Höhe sichergestellt. Der Geschäftsbetrieb soll während des Reorganisationsverfahrens unverändert aufrechterhalten bleiben. Die Zahlung der neu ausgeführten Bestellungen sei sichergestellt. Über die A. Maier Präzision GmbH Die A. Maier Präzision GmbH ist ein international tätiges Unternehmen, das Produkte für die Branchen Automobil, Telekommunikation, Elektromechanik, Mess- und Sensortechnik vertreibt. Zur Produktpalette zählen Lichtführungszeiger, Kunststoff-Metallverbindungen, Präzisions-Spritzteile aus Kunststoff sowie Drehteile. Weitere Informationen: kanzlei-nickert.de |
A. Maier Präzision GmbH, St. Georgen
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