| 05.12.2023, 06:04 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Kunststoffverpackungen stellen ihre Transformation zur Kreislaufwirtschaft mit einem erneuten Recycling-Rekord unter Beweis. Wie die Zentrale Stelle Verpackungsregister (ZSVR) gemeinsam mit dem Umweltbundesamt (UBA) bekanntgab, wurde im Jahr 2022 eine werkstoffliche Recyclingquote von 67,5 Prozent erreicht. Damit lag die Quote deutlich über der gesetzlichen Recyclingvorgabe von 63 Prozent, die seit dem Jahr 2022 gilt. Seit Einführung des Verpackungsgesetzes im Jahr 2019 ist die Recyclingquote somit um über 20 Prozentpunkte gestiegen, stagnierte sie doch bis zum Jahr 2018 noch auf einem Niveau von ca. 42 Prozent. Die Verwertung der Kunststoffverpackungen fand dabei im Jahr 2022 fast ausschließlich im Inland (84,4 Prozent) und EU-Raum (15,5 Prozent) statt. Nur 0,1 Prozent wurden ins Nicht-EU-Ausland exportiert, vor allem in die Türkei, in die Schweiz und nach Serbien. „Das stetig zunehmende Recycling von Kunststoffverpackungen ist ein toller Erfolg“, so IK-Geschäftsführerin Dr. Isabell Schmidt. „Diese positive Entwicklung gilt es jetzt noch weiter zu verstärken und gegenüber Fehlentwicklungen zu verteidigen. Falsch verstandene Plastikreduktion in Richtung Verbunde führt nicht zum Ziel; Recyclingfähigkeit und Materialeinsparung müssen beim Verpackungsdesign unbedingt Vorrang haben. Scheinargumente und Greenwashing dürfen wir nicht dulden.“ Problemfall „Papier-Kunststoff-Verbunde“ Wiederholt bemängelt haben die Zentrale Stelle und das Umweltbundesamt die deutliche Zunahme von papierbasierten Verbundverpackungen am Markt. Verbundverpackungen sind oft nicht gut zu recyceln, wie eine Studie des UBA zeigt. Fast jede zweite Verpackung, deren Recyclingfähigkeit unter 90 Prozent liegt, ist demnach eine Verbundverpackung. Trotzdem ersetzen Verbundverpackungen zunehmend Kunststoffverpackungen. Einseitig diskriminierende Sonderziele für Kunststoffe, wie zuletzt in der europäischen Verpackungsverordnung gefordert, sowie Ausnahmen von den Rezyklateinsatzquoten könnten den ungewollten Marktrend zu Verbundverpackungen weiter verstärken. Abnehmender Verpackungsverbrauch Der Verbrauch von Kunststoffverpackungen nahm im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr ab und lag bei 1.539 Kilotonnen. Für die Jahre 2023 und 2024 prognostiziert die Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (GVM) einen weiteren Rückgang um ca. 170 Kilotonnen bis 2024. Bei den Verbunden erwartet die GVM für dasselbe Jahr dagegen eine Zunahme von knapp 50.000 Tonnen. Die GVM geht davon aus, dass der Peak des Verpackungsverbrauchs entgegen der öffentlichen Wahrnehmung bereits 2021 überschritten wurde und die Mengen in den nächsten Jahren deutlich rückläufig sein werden. Weitere Informationen: |
IK - Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V., Bad Homburg
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