| 11.04.2024, 06:06 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der japanische Chemiekonzern Mitsui Chemicals will am heimischen Standort Ichihara künftig kein Phenol mehr produzieren. In einer Pressemitteilung kündigte der Konzern dieser Tage die Schließung des dortigen Phenol-Werks bis 2026 an. Zur Begründung wird auf das schwierige Marktumfeld verwiesen. So sei die Nachfrage in Japan deutlich zurückgegangen, zudem habe die Inbetriebnahme neuer Produktionsanlagen in China und anderen Ländern in der Region zu einem Überangebot geführt. Daher sei die Phenol-Produktion in Ichihara nicht mehr rentabel. Die Kapazitäten des 1970 eröffneten Werks belaufen sich auf 190.000 Tonnen Phenol im Jahr. Mitsui Chemicals fährt seit Längerem seine Phenol-Produktion zurück. So wurde bereits 2014 ein gemeinsam mit Idemitsu Kosan betriebenes Werk mit einer Jahreskapazität von 250.000 Tonnen Phenol am Standort Chiba geschlossen. Vor einem Jahr veräußerte Mitsui zudem den Produktionskomplex der Konzerntochter Mitsui Phenols Singapore mit Kapazitäten für 310.000 Tonnen Phenol im Jahr an die britische Ineos (siehe auch plasticker-News vom 18.04.2023). Der Konzern produziert vorerst weiterhin Phenol am Standort Takaishi bei Osaka in Japan sowie im Rahmen eines Joint Ventures mit Sinopec in Shanghai in China. Am Standort Ichihara in der östlich von Tokio gelegenen Präfektur Chiba betreibt Mitsui Chemicals neben dem nun zur Schließung vorgesehenen Phenol-Werk weitere Anlagen für die Produktion von Polyethylen, Polypropylen, MEG, Ethylenoxid, Elastomeren, TBA und anderen Chemikalien. Die in Tokio ansässige Mitsui Chemicals berichtet für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2023/24 einen Umsatzrückgang im Jahresvergleich um elf Prozent auf 1.275 Mrd. JPY (7,746 Mrd. Euro). Dabei verringerte sich das operative Ergebnis um 38 Prozent auf 72 Mrd. JPY (437 Mio. Euro), während der Nettogewinn um 28 Prozent auf 37 Mrd. JPY (225 Mio. Euro) schrumpfte. Weitere Informationen: www.mitsuichemicals.com |
Mitsui Chemicals, Inc., Tokio, Japan
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