| 20.06.2024, 09:14 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Das Bundesumweltministerium hat am Dienstag, dem 18. Juni 2024, den Entwurf der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS) vorgelegt. PlasticsEurope Deutschland e.V., der Verband der Kunststofferzeuger, begrüßt die Zielsetzung einer umfassenden Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe, die sowohl Abfallvermeidung, zirkuläres Produktdesign sowie komplementäres Recycling und den Einsatz von Biomasse und CO2 beinhaltet. Dr. Alexander Kronimus, Hauptgeschäftsführer von PlasticsEurope Deutschland e.V. sieht wichtige Punkte bei der NKWS in Bezug auf die Wirksamkeit der Investitionsanreize: "Im vorliegenden Entwurf wird sowohl die Prüfung produkt- als auch polymerspezifischer Rezyklateinsatzquoten vorgeschlagen. Aus Sicht der Kunststoffhersteller sind polymerspezifische Einsatzquoten als Investitionsanreiz jedoch gänzlich ungeeignet. Entscheidend sind vielmehr Produkt- oder Anwendungsanforderungen, die z. B. Sicherheit, mechanische Eigenschaften oder Kontaktsensitivität für den Rezyklateinsatz umfassen. Daher müssen Investitionsanreize zwingend auf der Produktebene erfolgen und nicht auf der Polymerebene." In dem Entwurf der NKWS wird zudem angekündigt, dass die Bundesregierung mit der Industrie über eine freiwillige Begrenzung der Materialvielfalt in den Dialog treten will, damit neue Kunststoffvarianten nur dann auf den Markt kommen, wenn sie zusätzliche Beiträge zur Nachhaltigkeit leisten und das Recycling zu erleichtern. "Während die Materialkomplexität auf Produktebene im Sinne des Design for Recyclings reduziert werden sollte, ist die Materialvielfalt auf Polymerebene ein Garant für Innovation und Fortschritt. Die Entwicklung neuer Polymere ist für die Transformation der Industrie und zur Zirkularität der einzelnen Branchen notwendig, beispielsweise beim Ausbau von Solar- und Windkraftanlagen und der Elektromobilität", so Kronimus. "Außerdem ist die vorgesehene Forschungsförderung etwa für das Recycling von bisher wenig betrachteten Kunststoffströmen sehr positiv." Weitere Informationen: www.plasticseurope.org |
PlasticsEurope Deutschland e.V., Frankfurt am Main
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