| 13.09.2024, 12:28 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der Geschäftsbetrieb der Helvoet Rubber & Plastic Technologies GmbH & Co. KG ist nach dem Insolvenzantrag gerettet. Die zur Gunzenhausener RF-Gruppe gehörende RF Duroplast GmbH hat das Unternehmen mit der gestrigen Zustimmung der Gläubigerversammlung rechtskräftig übernommen. Wie es in einer Presseinformation weiter heißt, war dem erfolgreichen Verkauf eine fast einjährige Betriebsfortführung in intensiver Zusammenarbeit zwischen der Geschäftsführung und dem Team des Insolvenzverwalters Dr. Hänel von Anchor Rechtsanwälte vorausgegangen. Der deutsche Teil der Helvoet-Gruppe musste Ende 2023 Insolvenz anmelden. Wesentliche Gründe waren den weiteren Angaben zufolge eine zu geringe Auslastung nach Ausbruch des Krieges in der Ukraine und Probleme in der globalen Lieferkette. Verschärft sei die Situation worden durch die zunehmende Konkurrenz aus Niedriglohnländern und die stark gestiegenen Energiekosten. Spezialist für Duroplaste Das 1949 als Familienunternehmen gegründete Unternehmen ist auf die Verarbeitung von Kunststoffen spezialisiert. Seit 2013 gehört es zur niederländischen Helvoet-Gruppe, die auch über Produktionsstätten in den Niederlanden, Belgien, Indien und Polen verfügt. Der Unternehmensstandort in Gilching ist auf die Herstellung von Spritzgussteilen aus duroplastischen und thermoplastischen Kunststoffen spezialisiert. Insbesondere in der Fertigung mit Duroplast sieht sich das Unternehmen als ausgewiesene Spezialistin, da dieses Material schwierig zu verarbeiten ist. Es kann alternativ zu Metall eingesetzt werden, ist aber leichter. Mit zwölf eigenen Spritzgussmaschinen stellt Helvoet präzise Teile her. Zu den Kunden zählen unter anderem Firmen aus dem Siemens-Konzern, der Fahrradbremsenhersteller Magura sowie Unternehmen aus der Automobilbranche. Das Unternehmen beschäftigt derzeit 31 Mitarbeitende. Betriebsfortführung als Basis für den Verkauf In enger Zusammenarbeit mit Lieferanten und Kunden gelang es dem Team des Insolvenzverwalters, eine gute Auslastung der Produktion bei auskömmlichen Verkaufspreisen und verlässlichen Zahlungsbedingungen sicherzustellen. Zeitweise mussten aus Kapazitätsgründen sogar zusätzliche Leiharbeiter eingestellt werden, um die Aufträge abzuarbeiten. Parallel wurde ein strukturierter M&A-Prozess eingeleitet, um einen Investor für das Unternehmen zu finden. Nach der Ansprache von über 100 Interessenten wurden Verhandlungen mit drei potenziellen Investoren aufgenommen. Mit dem Verkauf an die RF Duroplast GmbH konnte dieser Prozess nun erfolgreich abgeschlossen werden. Weitere Informationen: www.anchor.eu |
Helvoet Rubber & Plastic Technologies GmbH & Co. KG, Gilching
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