| 27.11.2025, 10:06 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V. fordert im Gesetzgebungsverfahren zum Circular Economy Act (CEA) die Einführung einer verbindlichen erweiterten Herstellerverantwortung (Extended Producer Responsibility, EPR) für Agrarkunststoffe. Hintergrund ist, dass diese Produkte – darunter Ballennetze, Pressengarne, Silage-, Stretch-, Mulch- und Gewächshausfolien sowie Bewässerungsschläuche – nicht unter die Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung (PPWR) fallen und damit bislang keiner verpflichtenden Regulierung zur Sammlung und Verwertung unterliegen. Die IK sieht darin eine zentrale Lücke für den Aufbau einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft im Agrarsektor. Während die von der IK getragene freiwillige Initiative „Erde“ seit 2013 ein nationales Sammel- und Recyclingsystem betreibt und 2024 rund 40.000 Tonnen Agrarkunststoffe mit einer CO₂-Einsparung von mehr als 37.000 Tonnen recycelte, stoße das Modell ohne gesetzliche Vorgaben an strukturelle Grenzen. Daten der GVM Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung belegen laut IK das Ausmaß des Problems: Für das Jahr 2024 wurde eine Marktabdeckung von 78,6 Prozent der im „Erde“-System erfassten Agrarkunststoffprodukte festgestellt. Rund ein Fünftel der Hersteller beteilige sich demnach nicht an der Finanzierung oder Organisation der Sammlung und Verwertung. Die IK kritisiert dies als Wettbewerbsverzerrung zulasten der teilnehmenden Unternehmen und als Bremsfaktor für die ökologische Wirksamkeit des Systems. Zur Schließung dieser Regelungslücke fordert die IK daher eine verbindliche EPR-Pflicht für Agrarkunststoffe im CEA. Das System solle weiterhin industriegeführt und national organisiert sein, um spezifischen Markt- und Vertriebsstrukturen gerecht zu werden. Bestehende Rücknahme- und Monitoringstrukturen – insbesondere jene der Rigk GmbH als Systemmanager der Initiative „Erde“ – ermöglichten eine Umsetzung ohne zusätzlichen bürokratischen Aufwand. Weitere Informationen: |
IK - Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V., Bad Homburg
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