| 28.08.2026, 12:44 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Braskem hat ein außergerichtliches Restrukturierungsverfahren eingeleitet. Der Verwaltungsrat genehmigte am 24. August 2026 den entsprechenden Antrag für das Unternehmen und mehrere Tochtergesellschaften. Gegenstand der finanziellen Restrukturierung sind unbesicherte Verbindlichkeiten in Höhe von rund 10,9 Mrd. US-Dollar. Das Verfahren nach dem brasilianischen Gesetz 11.101/05 soll einen rechtlich geschützten Rahmen für die Verhandlungen mit den Finanzgläubigern schaffen. Braskem betont, dass sich die Restrukturierung ausschließlich auf Finanzverbindlichkeiten bezieht. Verpflichtungen gegenüber Lieferanten, Kunden und anderen Geschäftspartnern sind nicht Bestandteil des Verfahrens und sollen weiterhin entsprechend den bestehenden Verträgen erfüllt werden. Noch am 24. August reichte Braskem den Antrag beim zuständigen Insolvenz- und Restrukturierungsgericht in São Paulo ein. Zu diesem Zeitpunkt unterstützten unbesicherte Gläubiger, auf die 39,6 Prozent der betroffenen Forderungen entfallen, den vorgelegten Plan. Das Unternehmen hat nach brasilianischem Recht 90 Tage Zeit, die für die Genehmigung erforderliche Mehrheit zu erreichen. Der aktualisierte Plan könnte unter anderem eine teilweise Umwandlung von Verbindlichkeiten in Eigenkapital umfassen. Die Restrukturierung erfolgt trotz einer zuletzt verbesserten Ergebnisentwicklung vor dem Hintergrund einer hohen Verschuldung. Zum 30. Juni 2026 beliefen sich die Bruttofinanzschulden von Braskem auf 10,4 Mrd. US-Dollar, die bereinigte Nettoverschuldung auf rund 9,5 Mrd. US-Dollar. Das Verhältnis von Nettoverschuldung zu Ebitda lag bei 6,74. Im zweiten Quartal 2026 erzielte der Konzern ein Ebitda von 1,043 Mrd. US-Dollar und einen Nettogewinn von 664 Mio. US-Dollar. Weitere Informationen: www.braskem.com |
Braskem, São Paulo, Brasilien
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