| 28.09.2026, 10:40 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Die wirtschaftliche Lage der deutschen Hersteller von Kunststoffverpackungen und -folien bleibt zum vierten Quartal 2026 angespannt, zeigt aber gegenüber dem Vorquartal leichte Anzeichen einer Stabilisierung. An der aktuellen Konjunkturumfrage der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e. V. beteiligten sich 112 Unternehmen. Verbesserte Absatzerwartungen und ein etwas nachlassender Ertragsdruck stehen einem weiterhin schwierigen Exportumfeld gegenüber. Wirtschaftslage weniger negativ bewertet 55 Prozent der befragten Unternehmen bewerten die allgemeine Wirtschaftslage in Deutschland als befriedigend, 42 Prozent als schlecht und 3 Prozent als gut. Im dritten Quartal hatten noch 59 Prozent der Teilnehmer die Lage als schlecht eingeschätzt. Die Ergebnisse deuten damit auf eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau hin. Absatzerwartungen verbessern sich Für das vierte Quartal rechnet weiterhin die Mehrheit der Unternehmen mit unveränderten Absatzmengen. Der Anteil der Unternehmen, die steigende Mengen erwarten, erhöht sich jedoch von 12 auf rund 20 Prozent. Gleichzeitig sinkt der Anteil mit rückläufigen Absatzerwartungen von 32 auf 25 Prozent. Der Saldo der Absatzerwartungen verbessert sich von -19,6 auf -5,4 Punkte. Ertragsdruck lässt nach Auch bei den Ertragserwartungen zeigt sich eine leichte Entspannung. Rund 40 Prozent der Unternehmen rechnen mit sinkenden Erträgen, nachdem es im Vorquartal knapp 48 Prozent waren. Knapp 12 Prozent erwarten eine Verbesserung, gegenüber rund 9 Prozent im dritten Quartal. Der Saldo der Ertragserwartungen steigt von -39 auf -29 Punkte. Die Profitabilität bleibt damit belastet, der negative Erwartungsüberhang fällt jedoch geringer aus. Rohstoffversorgung stabil, Kosten bleiben Belastungsfaktor Für die Rohstoffversorgung erwarten 69 Prozent der Befragten im vierten Quartal stabile Bedingungen. Positive und negative Erwartungen halten sich weitgehend die Waage. Nach Einschätzung des Verbands liegt die größere Belastung derzeit weniger in der Verfügbarkeit von Rohstoffen als im anhaltenden Preis- und Kostendruck. Die IK führt die Schwankungen bei der Rohstoffverfügbarkeit im Jahresverlauf unter anderem auf Verwerfungen im Zusammenhang mit der Krise rund um die Straße von Hormus zurück. Parallel mussten die Unternehmen die seit August 2026 geltenden Anforderungen der EU-Verpackungsverordnung "PPWR" umsetzen. Beschäftigung überwiegend stabil 70 Prozent der Unternehmen planen für das vierte Quartal keine Veränderung ihrer Beschäftigtenzahl. 9 Prozent rechnen mit einem Aufbau, 21 Prozent mit einem Personalabbau. Damit überwiegt trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds die Erwartung einer weitgehend stabilen Beschäftigung. Die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V. vertritt Hersteller von Kunststoffverpackungen und -folien in Deutschland und Europa. Nach Angaben des Verbands beschäftigt die Branche mehr als 90.000 Menschen und erzielt einen Jahresumsatz von rund 25 Mrd. Euro. Kunststoffverpackungen stehen demnach für rund 22 Prozent des deutschen Verpackungsmarkts. Die IK ist Trägerverband des Gesamtverbands Kunststoff verarbeitende Industrie e.V.. Weitere Informationen: kunststoffverpackungen.de |
IK - Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V., Bad Homburg
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