| 16.10.2013, 09:56 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
|
Zwar gibt es Kulturkreise, in denen das Nachahmen erfolgreicher Produkte als Ehrerbietung an den Original-Hersteller gesehen wird, jedoch sind die wirtschaftlichen Schäden, den Plagiate anrichten können erheblich. Neben dem rein finanziellen Schaden, den die „Produktpiraterie“ anrichtet, bleibt vor allem die Sicherheit meist auf der Strecke. Die Plagiate sehen ihren Vorbildern oft so täuschend ähnlich, dass im Schadensfall der Nachweis, dass es sich um eine Fälschung handelt, nur schwer zu erbringen ist. So kann es passieren, dass ein Hersteller auch noch für Fehlfunktionen eines Plagiates haften muss.Mit Spezialcompounds unter dem Namen KEBACOLOR-Safe zeigt der Werkstoffspezialist Barlog plastics auf der K 2013 ein neues System, mit dem sich auch vor Gericht der eindeutig nachweisen lassen soll, wenn es sich um eine Fälschung handelt. So sollen Produktpiraten entlarvt und die Original-Hersteller vor ungerechtfertigten Haftungsansprüchen geschützt werden; für Deutschland wurde das System dem Vernehmen nach als „gerichtsfest“ eingestuft. Auf die technischen Eigenschaften der Bauteile sollen die Spezial-Pigmente keinerlei Einfluss haben. Bei normalem Licht unsichtbare Pigmente für eindeutige Kennzeichnung Das KEBACOLOR-Safe Masterbatch-Produktschutzsystem basiert auf der Kennzeichnung von Produkten mit anorganischen Leuchtstoffen, sogenannten Lumineszenz-Pigmenten. Diese Pigmente bestehen aus winzigen Kristallen, die über das Masterbatch in den Kunststoff eingearbeitet und damit zu einem untrennbaren Bestandteil des Artikels werden. Die im KEBACOLOR-Safe Masterbatch eingesetzten Sicherheitspigmente werden ausschließlich als kundenspezifische Formulierungen definiert und angewendet. Sie zeichnen sich laut Anbieter bei der Analyse mittels Lichtspektroskopie durch einen spektroskopischen Fingerabdruck aus und sind dadurch unverwechselbar und eindeutig identifizierbar. Jede Charge für jeden Kunden wird individuell gekennzeichnet und der „Code“ in einer Datenbank gespeichert. Mit bloßem Auge bleibt dieser Code unsichtbar und kann auf Grund der sehr geringen Dosierung nur mit der richtigen Analytik nachgewiesen werden. Damit sei die erste Hürde für die Produktpiraten bereits geschaffen: ohne das Wissen über den eingesetzten Plagiatschutz sei dieser von außen nicht erkennbar und der – ohnehin zum Scheitern verurteilte – Versuch, den Code zu knacken bleibe aus. Individuelle Codierungen der Pigmente schützen vor Nachahmung Aber selbst, wenn der Plagiator weiß, dass das Produkt mit KEBACOLOR-Safe geschützt ist, gelingt es ihm nicht, diesen Schutz nachzustellen, versichern die Hersteller. Die Fülle möglicher Kombinationsvarianten der eingesetzten Sicherheitspigmente und deren Beeinflussung durch den Herstellprozess soll ein so einzigartiges Endprodukt ergeben, dass selbst bei gleicher Rezeptur eine Charge nicht wie die andere ist. Der spektroskopische Fingerabdruck sei daher immer so einzigartig, dass er sogar den strengen Anforderungen vor Gericht bestehen können soll. So unterschiedlich, wie die zu schützenden Produkte, sind daher auch die Strategien der Original-Hersteller. Während der eine sein Produkt im Verborgenen mit den Sicherheitspigmenten ausrüstet und darüber möglichst wenig Worte verliert, bis es im Fall eines Falles darauf ankommt, macht der andere den eingesetzten Plagiatschutz möglichst öffentlich, um potenzielle Fälscher von vorneherein abzuschrecken. Denn je höher der Aufwand ist, den ein Produktpirat treiben muss, umso weniger attraktiv wird es, ein Produkt zu fälschen. Die Spezialisten für Werkstoffe und Verfahrenstechnik von der Barlog Gruppe präsentieren ihre Neuheiten auch in diesem Jahr auf dem NRW-Gemeinschaftsstand in Halle 6. Weitere Informationen: www.barlog.de K 2013, 16.-23.10.2013, Düsseldorf, Halle 6, Stand D76/2 |
BARLOG plastics GmbH + BAHSYS GmbH & Co. KG, Overath
» insgesamt 156 News über "BARLOG + BAHSYS" im News-Archiv gefunden
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
Recycario: rLDPE-Regranulat gewinnt an Marktgewicht - Preisvorteil von LDPE-Neuware schwindet
Infinex Group: Ausbau der Führungsstruktur - Erweiterung der Geschäftsleitung
Barnes-Molding-Solutions: Bündelung der Spritzgießkompetenzen unter neuem Namen „Spectrix“
Eko-Punkt: Übernahme der Recycling Dual GmbH von Smurfit Westrock in Planung
Plastic Manufacturing Group: Investor übernimmt Standorte Diepersdorf und Lüdenscheid
Meist gelesen, 10 Tage
Plastic Manufacturing Group: Investor übernimmt Standorte Diepersdorf und Lüdenscheid
KraussMaffei Extrusion: Recyclinglösungen für mechanische und chemische Verfahren
Weiss Kunststoffverarbeitung: Hohe Auslastung und Investitionen im Jubiläumsjahr
Baerlocher: PFAS-freie Verarbeitungshilfen und Additivblends fürs Recycling
JSP: Schaumstoff-Spezialist ordnet Führung in Europa neu
Wittmann: Gruppe bündelt Unternehmensleitung in Doppelspitze
Meist gelesen, 30 Tage
Domo: Leunaer Werk durch Übernahme gesichert - Künftige Firmierung unter Leuna-Polyamid GmbH
Plastic Manufacturing Group: Investor übernimmt Standorte Diepersdorf und Lüdenscheid
ASS Maschinenbau: Dr. Andreas Külschbach neuer Geschäftsführer
BASF: Neuen Verbundstandort in Zhanjiang offiziell in Betrieb genommen
Evosys: Vertriebspartnerschaft mit Schaeffler für Medizintechniklösungen im Osten der USA
KraussMaffei Extrusion: Recyclinglösungen für mechanische und chemische Verfahren
Meist gelesen, 90 Tage
HydroDyn Recycling: Sanierungsverfahren eingeleitet
Playmobil: Produktion in Dietenhofen wird verlagert
Terbrack Kunststoff: Insolvenzverfahren eröffnet
Dom Polymer-Technik: Insolvenzverfahren eröffnet
Fischer Werkzeugbau: Einstellung des Geschäftsbetriebs – Produktionsstätte wird versteigert
Tupperware: Verkauf der Produktionsstandorte in Lateinamerika
Dann veräußern Sie diese kostenlos
in der Rohstoffbörse.
| Experimentelle und simulative Analyse der Mischwirkung in Einschneckenextrudern
|