| 29.03.2017, 06:01 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die Europäische Kommission hat kürzlich den geplanten Zusammenschluss zwischen den US-Chemiekonzernen Dow und DuPont nach der EU-Fusionskontrollverordnung freigegeben. Wie die EU-Kommission mitteilt, erging die Genehmigung vorbehaltlich der Veräußerung großer Teile der globalen Pestizidsparte von DuPont einschließlich der zugehörigen globalen FuE-Kapazitäten. Margrethe Vestager, für Wettbewerbspolitik zuständige EU-Kommissarin: „Pestizide sind ein wichtiges Thema - für Landwirte, Verbraucher und die Umwelt. Der Wettbewerb muss in dieser Branche funktionieren, damit sich die Unternehmen veranlasst sehen, Produkte zu entwickeln, die Gesundheit und Umwelt möglichst wenig belasten. Der heutige Beschluss verhindert, dass der Wettbewerb auf dem Markt für erhältliche Pestizide durch die Fusion von Dow und DuPont beeinträchtigt wird und die Innovationstätigkeit zur Entwicklung besserer Produkte in der Zukunft abnimmt." Der Beschluss ist das Ergebnis einer eingehenden Prüfung des Zusammenschlusses. Die Kommission hatte Bedenken, dass der Zusammenschluss in der angemeldeten Form auf einigen Märkten für bereits erhältliche Pestizide den Wettbewerb in Bezug auf Preis und Wahlmöglichkeiten der Verbraucher eingeschränkt hätte. Auch die Innovationstätigkeit wäre demnach durch den Zusammenschluss deutlich zurückgegangen. Innovationen zur Verbesserung bereits erhältlicher Produkte und zur Entwicklung neuer Wirkstoffe gelten als ein zentrales Element des Wettbewerbs in der Pestizidbranche, in der nur fünf Marktteilnehmer global über den gesamten Forschungs- und Entwicklungsprozess hinweg tätig sind. Durch die Verpflichtungszusagen von Dow und DuPont werden den Angaben zufolge die Bedenken der Kommission in vollem Umfang ausgeräumt. Die beteiligten Unternehmen sollen die beanstandeten Überschneidungen auf den kritischen Märkten durch Veräußerung großer Teile der Pestizidsparte von DuPont beseitigen. Auch fast die gesamte globale Forschungs- und Entwicklungssparte von DuPont soll verkauft werden. Die Kommission kam zu dem Schluss, dass der Käufer zum Nutzen der europäischen Landwirte und Verbraucher in der Lage sein dürfte, DuPont als Wettbewerber auf den betreffenden Märkten zu ersetzen und weiterhin Produktinnovationen hervorzubringen. Im petrochemischen Bereich, in dem beide Unternehmen wichtige Marktteilnehmer sind, sollen entsprechende Vermögenswerte von Dow veräußert werden, damit der Wettbewerb erhalten bleibt. Weitere Informationen: www.europa.eu, www.dow.com, www.dupont.com |
Europäische Kommission, Brüssel, Belgien
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