| 05.01.2026, 06:08 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die Unternehmen der insolventen Plastic Manufacturing Group führen ihren Geschäftsbetrieb auch nach Eröffnung der Insolvenzverfahren fort. An allen Standorten wird weiterhin produziert. Mit dem Ende des Insolvenzgeldzeitraums sind die Gesellschaften zwar wieder selbst für die Zahlung von Löhnen und Gehältern verantwortlich, dennoch konnte der Betrieb stabilisiert werden. Insolvenzverwalter Volker Böhm von der Kanzlei Schultze & Braun schloss mit den Kunden der Gruppenunternehmen Vereinbarungen zur Fortsetzung der bestehenden Lieferverträge. Diese Regelungen ermöglichen es, die laufenden Geschäfte unter Vollkosten fortzuführen. Damit wird sowohl den Unternehmen als auch den Abnehmern Planungssicherheit verschafft und zugleich zusätzlicher zeitlicher Spielraum für die Suche nach Investoren gewonnen. Das Insolvenzverfahren über die Diepersdorf Plastic Manufacturing GmbH wurde am 31. Dezember 2025 eröffnet. Die Verfahren der Linden Plastics Manufacturing GmbH sowie der SMK Plastic Manufacturing GmbH sollen voraussichtlich zum 1. Februar 2026 eröffnet werden. Nach Angaben des Insolvenzverwalters können alle drei Produktionsstandorte auch im eröffneten Verfahren weiterarbeiten. Parallel dazu kommt der Investorenprozess voran (siehe auch plasticker-News vom 27.11.2025). In den vergangenen Wochen haben mehrere Interessenten Vertraulichkeitsvereinbarungen unterzeichnet und mit der Prüfung der wirtschaftlichen Unterlagen begonnen. Zudem fanden erste Besichtigungen an den Standorten statt. Auf dieser Grundlage rechnet der Insolvenzverwalter im neuen Jahr mit ersten unverbindlichen Angeboten, die als Basis für weiterführende Verhandlungen dienen sollen. Die Plastic Manufacturing Group ist ein Anbieter von Kunststoffteilen für die Automobilindustrie. In den vergangenen Jahren verzeichneten die Unternehmen jedoch deutliche Umsatzrückgänge. Hintergrund sind unter anderem veränderte Rahmenbedingungen in der Automobilbranche, ein rückläufiger Pkw-Absatz in Europa sowie stark gestiegene Kosten für Rohstoffe und Energie. Vor diesem Hintergrund gelten Restrukturierungsmaßnahmen als notwendig. Die eingehenden Investorenkonzepte sollen ausgewertet werden, um über das weitere Vorgehen zu entscheiden. Die Unternehmen der Gruppe hatten am 3. November 2025 Insolvenzantrag gestellt, nachdem erhebliche Verluste in den vorangegangenen Monaten nicht mehr vom Gesellschafter aufgefangen werden konnten (siehe auch plasticker-News vom 04.11.2025). Zur Gruppe gehören die Diepersdorf Plastic Manufacturing GmbH mit rund 830 Beschäftigten, die SMK Plastic Manufacturing GmbH mit etwa 95 Beschäftigten, die Linden Plastics Manufacturing GmbH mit rund 120 Beschäftigten sowie die Plastics Germany 1 GmbH als nicht operative Gesellschaft ohne Mitarbeiter. Weitere Informationen: www.schultze-braun.de |
Plastic Manufacturing Group, Diepersdorf
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