| 05.03.2003 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
|
|
In der Ankündigung des Bundesumweltministeriums, das Pflichtpfand auf Milch- und Milchmisch-Getränke auszuweiten, sieht der IK Industrieverband Kunststoffverpackungen e. V. (www.ik-verband.de) die Gefahr, dass die zur praktikableren Ausgestaltung der Pfandregelung für Einweg-Getränkeverpackungen notwendige Novellierung der Verpackungsverordnung in eine Sackgasse gerät.
„Völlig überraschend werden zahlreiche neue und grundsätzliche Fragen aufgeworfen, die den Novellierungsprozess hoffnungslos überfrachten. Weil ökologisch nicht zielführend und auch aus hygienischen Gründen nicht vertretbar, lehnen wir die Einbeziehung von Milchverpackungen in die Pfandpflicht ab“, kommentiert Michael Rathje, Hauptgeschäftsführer des IK, das Vorhaben des Bundesumweltministeriums. Ein Pflichtpfand auf Milch- und Milchmisch-Getränke würde weit über die geltende Verpackungsverordnung hinausreichen, in der die Einhaltung einer Mehrwegquote ausschließlich für „pasteurisierte Konsummilch“ gefordert wird. Abgesehen von der noch offenen Definition für Milchmischgetränke, liegen für deren Verpackungen bislang keine belastbaren Untersuchungsergebnisse über ihre 'ökologische Vorteilhaftigkeit' (das Kriterium für die Pfandbefreiung) vor. Die Umsetzung einer Pfandpflicht für Milch- und Milchmisch-Getränke wirft darüber hinaus die Frage nach der Erfüllung der Hygieneanforderungen auf. Weil gerade bei Milchprodukten die Gefahr der Verkeimung außerordentlich hoch ist, müsste den Verbrauchern ein Spülen vor der Rückgabe empfohlen werden, was ökologisch nachteilig wäre und daher vermieden werden sollte. Der IK-Verband wird sich auf Bundes- wie auf Länderebene für eine zügige Novellierung der Verpackungsverordnung mit dem Ziel einsetzen, die Ungereimtheiten der bestehenden Regelung für Getränkeverpackungen auszumerzen und eine auch in der Zukunft belastbare Basis für eine verbraucherfreundliche Rückgabe- und Pfandregelung zu schaffen. |
IK - Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V., Bad Homburg
» insgesamt 248 News über "IK" im News-Archiv gefunden
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
Playmobil: Produktion in Dietenhofen wird verlagert
Dom Polymer-Technik: Insolvenzverfahren eröffnet
Terbrack Kunststoff: Insolvenzverfahren eröffnet
Wacker: Preiserhöhung für ausgewählte Siliconprodukte
Tupperware: Verkauf der Produktionsstandorte in Lateinamerika
Meist gelesen, 10 Tage
Austrotherm: Recyclinganlage für EPS- und XPS-Dämmstoffe in Purbach in Vollbetrieb genommen
Corvaglia: Strategische Partnerschaft mit FluidSolids für biobasierte Verpackungsmaterialien
Tupperware: Verkauf der Produktionsstandorte in Lateinamerika
Ziehl-Abegg: Erstmals Umsatzmarke von einer Milliarde Euro überschritten
Treofan: Übernahme abgeschlossen - Standort Neunkirchen firmiert künftig als Polyopt GmbH
Meist gelesen, 30 Tage
Aequita: Übernahme des europäischen Olefin- und Polyolefingeschäfts von Sabic
Domo Chemicals Deutschland: Anlagen gehen in den Notbetrieb
Aequita: Acquisition of Sabic’s European Olefins and Polyolefins Business
Ceresana: Slight market recovery for plastic pipes in Europe expected from 2026
BASF: Steamcracker am Verbundstandort Zhanjiang in Betrieb genommen
Meist gelesen, 90 Tage
Aequita: Übernahme des europäischen Olefin- und Polyolefingeschäfts von Sabic
Vynova Wilhelmshaven: Geschäftsbetrieb stabilisiert – Investorenprozess gestartet
Kuteno 2026 + KPA Bad Salzuflen 2026: Hoher Buchungsstand und wachsendes Ausstellerfeld
Domo Chemicals Deutschland: Anlagen gehen in den Notbetrieb
Aequita: Acquisition of Sabic’s European Olefins and Polyolefins Business
Dann veräußern Sie diese kostenlos
in der Rohstoffbörse.
| Physikalischer Schaumspritzguss - Grundlagen für den industriellen Leichtbau
|