| 13.08.2021, 13:13 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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![]() Mit ThermoBlast gedruckte Bauteile sind durch ihre Flammbeständigkeit und Festigkeit besonders für die Elektronikindustrie geeignet - (Bild: Fotostudio Huger). Neue Anwendungsgebiete für bewährtes 3D-Druck-Material ThermoBlast wird seit dem Jahr 2018 für die additive Fertigung mittels Hot Lithography genutzt. Dies ist eine von Cubicure entwickelte Art der Stereolithographie, die erlaubt, besonders temperaturbeständige Kunststoffe herzustellen. ThermoBlast soll das einzige Photopolymer für den 3D-Druck sein, das eine Wärmeformbeständigkeit der Kategorie HDT-A von 270°C aufweise und gemäß Brennbarkeitsklasse UL94 V-0 weniger als zehn Sekunden nachbrenne. Deshalb sei das Material bisher hauptsächlich aufgrund dieser außergewöhnlichen Eigenschaften verarbeitet worden. So sollen daraus etwa Bauteile hergestellt werden, die bei nachfolgenden Lötprozessen hohen Temperaturen standhalten können. Auch Spritzgussformen können mit ThermoBlast gedruckt werden. Dank Hot Lithography sollen Unternehmen Einsparungen in der Formentwicklung verzeichnen können. Neue Prüfungen sollen nun beweisen, dass ThermoBlast für ein noch breiteres Anwendungsgebiet geeignet sei und insbesondere der Elektrotechnik mehr Vorteile biete als bisher angenommen. Hochgradig isolierendes Photopolymer für die Elektronikindustrie Durch seine hohe Festigkeit, sein chemisch inertes Verhalten und ausgezeichnete Modulwerte soll sich ThermoBlast besonders für den Einsatz in der Medizintechnik sowie der Bahn- und Elektroindustrie eignen. Mit ThermoBlast gedruckte Steckverbinder und andere elektronische Bauteile würden hohe Durchschlagfestigkeit und Kriechstromfestigkeit aufweisen. Bei Prüfungen der Kriechstromfestigkeit erreichte der Kunststoff die oberste CTI-Normgrenze von 600 Volt. Das bedeute zum Bespiel, dass Leiterbahnen auf ThermoBlast enger nebeneinander liegen können, was wiederum die Miniaturisierung elektronischer Komponenten ermögliche. Um sicherzustellen, dass die Entflammbarkeit des Werkstoffes in allen Belangen den Anforderungen der Elektroindustrie entspricht, wurden von Cubicure zusätzliche Glühdrahtprüfungen und Ermittlungen zum Sauerstoffindex durchgeführt. Hier seien die hervorragenden Testergebnisse zur Brennbarkeitsklasse noch einmal bestätigt worden: ThermoBlast sei auch bei hohen Temperaturen brandsicher. Hochleistungskunststoff mit Zukunftspotential Die nun nachgewiesenen exzellenten elektrischen Eigenschaften von Cubicures ThermoBlast sollen zu einer breiten Anwendung in der Elektronikindustrie führen. „ThermoBlast hebt sich von anderen Photopolymeren durch seine unangefochten hohe Wärmeformbeständigkeit ab“, sagt Dr. Markus Kury, Produktmanager für Materialien bei Cubicure. „Durch seine Flammbeständigkeit und die ausgezeichneten elektrischen Isolatoreigenschaften eröffnet ThermoBlast neue Anwendungsfelder für unsere Hot Lithography Technologie in den Zukunftsbereichen Elektronik und Mobilität.“ Thermische Ausgasungstests nach europäischer Norm hätten aufgezeigt, dass ThermoBlast auch bei hohen Temperaturen im Hochvakuum kaum Ausgasungsprodukte abgebe und weiterhin stabil bleibe. Das sei nicht nur für die Medizintechnik auf der Erde von großer Bedeutung, sondern könnte Cubicure auch einen Markteinstieg in die Raumfahrt verheißen. Mit ThermoBlast gedruckte Bauteile seien durch ihre Flammbeständigkeit und Festigkeit besonders für die Elektronikindustrie geeignet. Weitere Informationen: www.cubicure.com |
Cubicure GmbH, Wien, Österreich
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