| 16.08.2021, 12:10 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der Licht- und Elektronikspezialist Hella und der französische Automobilzulieferer Faurecia haben Ende letzter Woche eine Vereinbarung über den Zusammenschluss der beiden Unternehmen unterzeichnet. Im Rahmen der Transaktion erwirbt Faurecia demzufolge die 60-Prozent-Beteiligung der Hella Poolaktionäre. Darüber hinaus hat Faurecia ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot zum Erwerb der restlichen Hella-Aktien zu einem Angebotspreis von 60 Euro je Aktie (Bruttoangebotspreis von 60,96 Euro einschließlich der erwarteten Dividende von 0,96 Euro je Hella Aktie) angekündigt. Der Abschluss der Transaktion steht unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigungen und wird für Anfang 2022 erwartet. Die Poolaktionäre von Hella werden über eine umgekehrte Beteiligung bis zu neun Prozent an der börsennotierten Muttergesellschaft halten und Hella daher auch in Zukunft eng begleiten. Ein Poolvertreter soll auch in den Verwaltungsrat von Faurecia berufen werden. Durch die Zusammenlegung ihrer Aktivitäten werden Hella und Faurecia der siebtgrößte Automobilzulieferer weltweit. Dies eröffnet erhebliches Potenzial für weiteres profitables Wachstum. Hella und Faurecia sind bereits heute Weltmarktführer in ihren jeweiligen Bereichen. Durch die Bündelung ihrer jeweiligen Stärken wollen Hella und Faurecia ihre Marktposition insbesondere in wichtigen Wachstumsfeldern wie Elektromobilität, automatisiertes Fahren und Fahrzeuginnenausstattung weiter ausbauen und ihre Position über Kunden und Regionen hinweg weiter stärken. „Als Familiengesellschafter werden wir unserer gesellschaftlichen und unternehmerischen Verantwortung für Hella gerecht, indem wir das Unternehmen Hella frühzeitig, noch vor Ablauf unseres Familienpoolvertrags, an neue Eigentümer übergeben. Damit wird die strategische Positionierung des Unternehmens weiter verbessert – zum Vorteil von Hella und seinen 36.000 Mitarbeitern. Gleichzeitig wird die Familie als Gesellschafter von Faurecia die Entwicklung dieses führenden europäischen Unternehmens weiter begleiten“, sagte Dr. Jürgen Behrend, Vorsitzender des Familienpools. „Mit Faurecia als neuem Mehrheitsgesellschafter kann Hella seine Stärken noch besser ausspielen. Die Kompetenzen beider Unternehmen ergänzen sich perfekt. Wir haben uns langfristig für die Standorte von Hella und deren Investitionen in zukünftige Geschäftsfelder engagiert.“ Die Vereinbarung beinhaltet den weiteren Angaben zufolge auch weitreichende Verpflichtungen gegenüber den Hella Mitarbeitern. Alle Betriebsvereinbarungen und Tarifverträge bleiben demnach erhalten. Auch an der Betriebsratsstruktur sollen keine Änderungen vorgenommen werden. Auch die Mitbestimmung der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat soll erhalten bleiben. Der Firmensitz in Lippstadt bleibt laut Vereinbarung der beiden Unternehmen ein zentraler Standort im gemeinsamen Konzern. Weitere Informationen: www.hella.com, www.faurecia.de |
Hella KGaA Hueck & Co., Lippstadt
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