01.09.2021, 15:16 Uhr | Lesedauer: ca. 4 Minuten |
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Biopolymere erobern immer mehr Anwendungsgebiete und erzielen deutlich höhere Wachstumsraten als herkömmliche Standardkunststoffe. Ceresana hat bereits zum sechsten Mal den dynamisch wachsenden Weltmarkt für „grüne“ Polymere untersucht: Die Analysten erwarten, dass der Biokunststoff-Umsatz bis zum Jahr 2030 auf rund 8,1 Milliarden US-Dollar wachsen wird. Biobasierte und biologisch abbaubare Kunststoffe Als "Biokunststoffe" werden in der vorliegenden Studie zwei Material-Gruppen behandelt, die sich überlappen können, aber nicht immer identisch sein müssen:
Nicht berücksichtigt werden in der vorliegenden Studie faserverstärkte Kunststoffe auf fossiler Basis, Elastomere, Duroplaste sowie Holz-Plastik-Composite (WPC). Schlüsselrolle für die EU-Kreislaufwirtschaft Kunststoffe und Verpackungen sind zentrale Produktgruppen für den "Aktionsplan Kreislaufwirtschaft", den die EU-Kommission im Rahmen des "Green Deal" im Frühjahr 2020 veröffentlicht hat. Um die Wegwerf-Gesellschaft zu überwinden und die Abfallmengen zu reduzieren, plant die EU-Kommission unter anderem eine Kunststoff-Steuer, Beschränkungen für Mikroplastik und die Förderung von Kunststoff-Recycling. Ende 2021 soll eine neue "Rahmengesetzgebung für biobasierte, biologisch abbaubare und kompostierbare Kunststoffe" klar regeln und definieren, was unter diesen Begriffen zu verstehen ist und wie Biokunststoffe entsorgt werden sollen. Mit einer Lebenszyklus-Analyse soll Greenwashing vermieden werden: Biobasierte Kunststoffe sollen nur dann eingesetzt werden, wenn sie gegenüber fossilen Kunststoffen echte ökologische Vorteile bieten und nicht zum Beispiel der Lebensmittelproduktion Konkurrenz machen. Größtes Wachstum bei Polymilchsäuren und Stärke Biologisch abbaubare Kunststoffe, zum Beispiel Polymilchsäuren (PLA) und Stärke-Polymere, erreichten 2020 einen Marktanteil von 65% am gesamten Biokunststoffmarkt. Für diese Produktgruppe erwartet Ceresana bis 2030 ein weiteres Mengenwachstum von 10,2 % pro Jahr. Bei biobasierten Kunststoffen, etwa Polyethylen, PET oder PA, die nicht biologisch abbaubar sind, wird der Zuwachs mit 7,5% pro Jahr voraussichtlich niedriger sein. Der aktuelle Marktreport von Ceresana analysiert, wie sich der Einsatz von Biokunststoffen in den unterschiedlichen Absatzmärkten entwickelt. Die wichtigste Absatzbranche für Biokunststoffe war im Jahr 2020 die Verpackungsindustrie – mehr als 58% aller Biokunststoffe wurden hier verarbeitet. Die höchsten Zuwächse erwartet Ceresana mit 11,1% pro Jahr im Bereich Beutel, Säcke und Tüten. Die Studie in Kürze: Kapitel 1 der Studie bietet eine umfassende Darstellung und Analyse des globalen Marktes für Biokunststoffe - einschließlich Prognosen bis 2030: Für jede Region wird die Entwicklung von Verbrauch (Tonnen), Umsatz (Dollar und Euro) sowie Produktion (Tonnen) dargestellt. Zudem werden die Anwendungsgebiete von Biokunststoffen einzeln untersucht: starre Verpackungen, flexible Verpackungen (Beutel, Säcke, Tüten und sonstige Verpackungen), Konsumgüter, Automobil und Elektronik, sonstige Anwendungen. Für die Regionen Europa, Nordamerika, Asien-Pazifik und „Rest der Welt“ wird die Produktion von Biokunststoffen aufgeteilt in die Produktgruppen: PLA, Stärke, sonstige biologisch abbaubare sowie nicht biologisch abbaubare Kunststoffe. Der Verbrauch von Biokunststoffen je Region wird aufgliedert in:
Kapitel 3 bietet Unternehmensprofile der bedeutendsten Hersteller von Biokunststoffen, gegliedert nach Kontaktdaten, Umsatz, Gewinn, Produktpalette, Produktionsstätten und Kurzprofil. Ausführliche Profile werden von 91 Herstellern geliefert, z.B. BASF SE, Braskem S.A., Far Eastern New Century Corporation (FENC), NatureWorks LLC, Novamont S.p.A., Rodenburg Biopolymers B.V., Solvay SA, Teijin Limited und Vegeplast S.A.S. Weitere Informationen: www.ceresana.com/de/marktstudien/kunststoffe/biokunststoffe/ |
Ceresana Research, Konstanz
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