| 24.06.2022, 11:28 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die Delegiertenversammlung des Gesamtverband Kunststoff verabeitende Industrie (GKV) hat kürzlich den Beschluss des GKV‐Vorstands bestätigt, die gemeinsame Verbandsarbeit mit nur noch vier Trägerverbänden fortzusetzen und sich, für Außenstehende sicherlich überraschend, von TecPart als GKV‐Trägerverband zu trennen. Wie es in einer Meldung des GKV weiter heißt, sind die haupt‐ und ehrenamtlichen Vertreter der Verbände zu dem Ergebnis gekommen, dass eine vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit mit der derzeitigen TecPart‐Führung nicht mehr möglich sei. In einer separaten Stellungnahme von TecPart heißt es dazu, man habe kein einheitliches Verständnis über die zukünftige Ausrichtung der Interessenvertretung erreichen können. „Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht“, erklärt der bisherige GKV‐Präsident Roland Roth die Beweggründe. „Die Kunststoffindustrie steht unter starkem gesellschaftlichen Druck, durchläuft eine herausfordende Transformation und hat sicherlich andere Baustellen als solche internen Konflikte. Aber genau deshalb ist diese Entscheidung richtig. Für die gemeinsame Sache kann man viele Differenzen überbrücken oder ausblenden. Es gibt jedoch Werte, die wir nicht verhandeln, und Grenzüberschreitungen, die wir nicht akzeptieren können. Und wir können uns um des lieben Friedens Willen auch kein Stottern des Verbandsmotors erlauben, wenn wir alle zusammen eigentlich auf Hochtouren laufen müssen. Dafür steht für alle Beteiligten zu viel auf dem Spiel.“ "Der GKV und seine Trägerverbände bedanken sich bei den Mitgliedern des TecPart für ihre langjährige Mitgliedschaft und ihr Engagement. Sie werden dem GKV inhaltlich mit ihren unternehmerischen Erfolgsgeschichten, Innovationen und Persönlichkeiten fehlen. Auch wenn wir diese Trennung gegenwärtig für den einzig gangbaren Weg und für geboten halten, rufen wir den TecPart‐Mitgliedern zu: Die Türen zum GKV bleiben offen", so Roland Roth. Tecpart erklärt, man wolle sich weiter politisch in den deutschen sowie den europäischen Normungsgremien an entscheidender Stelle einbringen, und im Verbund mit der Zuliefer- und Automobilindustrie die Transformation der Branche zu mehr Nachhaltigkeit gestalten und durch regionale Präsenz die Mitglieder vor Ort unterstützen. Um das Ziel der breiten Interessenvertretung sicherzustellen, werde TecPart seine nationalen und europäischen Bündnisse weiter stärken. Detailfragen der Trennung sind indes noch offen, da die künftige Führung des GKV in Präsidium und Geschäftsführung noch gesucht werden, da der bisherige Präsident Roland Roth nicht wieder kandidiert hat. Weitere Informationen: www.gkv.de, www.tecpart.de |
Gesamtverband Kunststoff verarbeitende Industrie e.V., Berlin + GKV/ TecPart – Verband Technische Kunststoff-Produkte e.V., Frankfurt am Main
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