| 28.06.2022, 06:08 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
|
|
Neste hat die europäischen Rechte an der Verflüssigungstechnologie von Alterra Energy erworben und damit die Bemühungen des Unternehmens zur Förderung des chemischen Recyclings weiter verstärkt. Alterra Energy ist ein in den USA ansässiges Unternehmen, das eine eigene thermochemische Technologie zur Verflüssigung von schwer zu recycelnden Kunststoffen entwickelt hat. In Akron, Ohio, betreibt das Unternehmen bereits eine großtechnische Anlage, die Altkunststoffe in ein Zwischenprodukt verarbeitet, das zu Rohstoffen für neue Kunststoffe und andere petrochemische Produkte weiterverarbeitet werden kann. Neste erwarb 2020 eine Minderheitsbeteiligung an Alterra Energy (siehe auch plasticker-News vom 04.01.2021). In einer Reihe von Testläufen hat Neste verflüssigte Kunststoffabfälle, die unter anderem auch von Alterra Energy bezogen wurden, in seiner Raffinerie in Finnland weiterverarbeitet. Zusammen mit Ravago beabsichtigt Neste zudem die Gründung eines Joint Ventures, um die Technologie von Alterra Energy im niederländischen Vlissingen einzusetzen. Darüber hinaus führt Neste zur Erweiterung der Verarbeitungskapazitäten für verflüssigten Kunststoffabfall in seiner Raffinerie im finnischen Porvoo derzeit eine Machbarkeitsstudie durch, um Investitionen und Kapazitäten zur Vorbehandlung und Aufwertung zu prüfen. Durch das chemische Recycling möchte das Unternehmen die Abhängigkeit von neuen fossilen Ressourcen verringern und den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft bei der Herstellung von Polymeren und Chemikalien beschleunigen. „Durch den Erwerb der Rechte an der Technologie von Alterra Energy in Europa können wir unseren Partnern eine ganzheitliche Lösung anbieten“, sagt Heikki Färkkilä, Vice President Chemical Recycling bei Neste Renewable Polymers and Chemicals. „Neste kann somit das chemische Recycling als Komplettlösung anbieten: vom Plastikabfall bis zum Produkt in Form von hochwertigen Drop-in-Rohstoffen für die Herstellung neuer Polymere und Chemikalien.“ Partnerschaften entlang der Wertschöpfungskette Mit dem klaren Ziel, ab 2030 mehr als eine Million Tonnen Kunststoffabfälle pro Jahr zu verarbeiten, setzt Neste weiterhin auf die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen entlang der Kunststoff-Wertschöpfungskette. Dazu gehören vorgelagerte Partner wie Recyclingunternehmen und Technologieentwickler, aber auch Produktionspartner in der Chemie sowie Markenartikler, die nach nachhaltigeren Kreislauflösungen suchen. „Wir freuen uns, dass sich Neste, ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich der Nachhaltigkeit, für die fortschrittliche Recyclingtechnologie von Alterra Energy entschieden hat, um seine Anstrengungen zum Aufbau einer Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe in ganz Europa weiter zu beschleunigen“, so Frederic Schmuck, CEO von Alterra Energy. „Im Rest der Welt werden wir die Akteure der petrochemischen Industrie weiterhin dabei unterstützen, ihre Nachhaltigkeitsverpflichtungen gegenüber Markeninhabern und Verbrauchern zu erfüllen.“ Während Neste die europäischen Rechte an der Technologie erworben hat, wird Alterra Energy außerhalb Europas weiterhin unabhängig agieren, um die Technologie durch Lizenzierung zu vermarkten. Als Partner und Anteilseigner setzt Neste sich dafür ein, die kontinuierliche Entwicklung der Technologie von Alterra Energy zu unterstützen und sie als eine der führenden Lösungen für das chemische Recycling von Kunststoffabfällen auf globaler Ebene zu etablieren. Weitere Informationen: neste.de, alterraenergy.com |
Neste Corporation, Espoo, Finnland + Neste Germany GmbH, Düsseldorf
» insgesamt 32 News über "Neste" im News-Archiv gefunden
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
Feddersen Group: Neue Compounds, KI-gestützte Entwicklung und Lieferkettenkonzepte
Hanser: Verkauf der Fachzeitschrift „Kunststoffe“ an Vogel
Haitian: Spritzgießtechnik, Automation und europäische Fertigung im Fokus
Feller Engineering: Neue Heißkanalregler für bis zu 480 Regelzonen
Engel: Neuer Fertigungsstandort in Serbien erweitert europäisches Produktionsnetzwerk
Alpla: Zwei neue Werke in İzmir und Adana erweitern Produktionskapazitäten in der Türkei
Meist gelesen, 10 Tage
Engel: Neuer Fertigungsstandort in Serbien erweitert europäisches Produktionsnetzwerk
Mocom: Dirk Sadowski übernimmt CEO-Position
Alpla: Zwei neue Werke in İzmir und Adana erweitern Produktionskapazitäten in der Türkei
Kirkbi: Lego-Mutter mit deutlichem Ausbau der Kunststoff-Kreislaufwirtschaft
Schütz: Neues IBC-Werk am BASF-Standort Ludwigshafen soll 2027 in Betrieb gehen
HA-WI Kunststoffe: Erweiterung des Maschinenparks um drei Spritzgießmaschinen
Haitian: Spritzgießtechnik, Automation und europäische Fertigung im Fokus
Meist gelesen, 30 Tage
Billion: Strategische Partnerschaft mit Engel – Fokus künftig auf Service statt Neumaschinengeschäft
Dreher: Amis übernimmt insolventen Schneidmühlenhersteller
Krallmann: Übernahme der insolventen KLT Hummel Plastic
Schütz: Mehrheitsbeteiligung an Repack erweitert Rekonditionierungsnetzwerk in Italien
Aumovio: Geschäft für Scheibenwaschanlagen und Reinigungssysteme geht an Certina
Borouge: Roland Janssen übernimmt Leitung von Vertrieb und Marketing
Meist gelesen, 90 Tage
Karl Hess GmbH & Co. KG: Vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet
VBI Plastic: Vorläufiges Insolvenzverfahren angeordnet
Erema: Gruppe bleibt trotz deutlichem Umsatzrückgang profitabel
Arburg: Übernahme der Stork Plastics Machinery B.V.
Hess plastics: Neuaufstellung im Insolvenzverfahren - Strukturierter Investorenprozess eingeleitet
Covestro: Strategic investment program to expand global MDI capacity
Dann veräußern Sie diese kostenlos
in der Rohstoffbörse.
| Physikalischer Schaumspritzguss - Grundlagen für den industriellen Leichtbau
|