| 23.05.2008 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
|
|
Die Kunststoffindustrie Irans hat sich in den letzten Jahren parallel zur Petrochemie rasch entwickelt und die Nachfrage nach Gummi- und Kunststoffmaschinen beflügelt. Diese müssen überwiegend importiert werden. Seit Einführung der UN-Wirtschaftssanktionen erleidet die Branche, wie die Gesamtwirtschaft, Einbußen. Beobachter sehen nach Aufhebung der Sanktionen gute Chancen für eine rasche Wiederbelebung, befürchten jedoch, dass die Lieferanten aus Europa verstärkt auf asiatische Konkurrenten stoßen werden. (Kontaktanschriften) Nach Meinung von Beobachtern versprechen die Planungen für die Chemieindustrie und die Notwendigkeit zur Modernisierung des Maschinenparks mittel- und langfristig eine überdurchschnittliche Nachfrage nach Spezialmaschinen. Ansgesichts der bestehenden UN-Wirtschafts- und Finanzsanktionen erwartet die Branche erst nach Aufhebung der Handelsbeschränkungen wichtige neue Impulse. Der iranischen Zollstatistik zufolge vermittelt die Branche ein uneinheitliches Bild. Wertmäßig wichtigste Spartenimporte sind "Maschinen zum Herstellen von Schaumstoffen" gefolgt von Spritzgießmaschinen. Während die erstgenannte Produktgruppe 2006/07 einen Rückgang von rund. 27% gegenüber dem Vorjahr verzeichnete gab es bei den Spritzgießmaschinen einen Zuwachs von mehr als 92%. Unter den wichtigsten Lieferländern für die Spartenprodukte befanden sich 2006 Italien (Anteil: 14,0%), VR China (11,0%), Japan (13,2%) und die Schweiz (6,0%) neben Deutschland (35,9%). Der Jahresgesamtwert der Lieferungen belief sich auf 234 Mio. Euro. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes erreichten die deutschen Lieferungen von Kunststoff- und Gummimaschinen 2006 (2005) einen Anteil von 5,4% (6,2%) an der deutschen Maschinenausfuhr nach Iran. Der iranische Markt sollte für die Dauer der Wirtschafts- und Finanzsanktionen aufmerksam beobachtet werden. Nach Aufhebung der Sanktionen könnten sich aufgrund guter Finanzlage und der Fortsetzung der Wirtschaftsdiversifizierung überdurchschnittliche Wachstums- und Lieferchancen ergeben. Wegen der gegenwärtig geltenden Exportkontrollbestimmungen für das Irangeschäft und deren Umsetzung sollten deutsche Unternehmen grundsätzlich das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) einschalten. Dieses erteilt Auskünfte über die Einschränkungen bei der Geschäftsabwicklung. Für Angelegenheiten des Zahlungsverkehrs ist die Deutsche Bundesbank in Frankfurt zu kontaktieren. Kontaktanschriften: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Referat 214 Frankfurter Straße 29 - 35, 65760 Eschborn Tel. 06196/908-870, Fax: -800 poststelle@bafa.bund.de, www.ausfuhrkontrolle.info Deutsche Bundesbank Servicezentrum Finanzsanktionen 80281 München Tel. 089/28 89-38 00 sz.finanzsanktionen@bundesbank.de, www.bundesbank.de Irano-German Chamber of Industry and Commerce Daniel Bernbeck, Geschäftsführer Ave. Africa, Navak St., No. 7 Teheran, Iran Tel.: 009821/81 33-00 00, Fax: -88 79 44 01 www.iran.ahk.de Weiterführende Informationen |
bfai Bundesagentur für Außenwirtschaft, Köln
» insgesamt 374 News über "bfai" im News-Archiv gefunden
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
EMS-Grivory: Hochleistungspolyamid ersetzt Aluminium in ABS-Magnetventil für Nutzfahrzeuge
Amis: Zerkleinerungssysteme für Spritzguss- und Blasformabfälle
Schleich: David Albert übernimmt die Unternehmensführung
OPmobility: Übernahme des Beleuchtungsgeschäfts von Hyundai Mobis
Meist gelesen, 10 Tage
BASF: Sondierungen für mögliche Evonik-Übernahme
Leuna-Polyamid: Insolvenzverfahren eröffnet - Geordnete Stilllegung der Anlagen eingeleitet
RSH Polymere: Neue PIR/PCR-Hybridrezyklate
Sabic Europe: Europäische Kommission prüft Verkauf an Aequita
OPmobility: Übernahme des Beleuchtungsgeschäfts von Hyundai Mobis
Meist gelesen, 30 Tage
Krallmann: Übernahme der insolventen KLT Hummel Plastic
Borouge: Roland Janssen übernimmt Leitung von Vertrieb und Marketing
Engel: Neuer Fertigungsstandort in Serbien erweitert europäisches Produktionsnetzwerk
Arburg: Mikro-Spritzgießen filigraner 0,002-Gramm-Bauteile
Lotte Chemical: Übernahme der Engro Polymer & Chemicals
Haitian: Spritzgießtechnik, Automation und europäische Fertigung im Fokus
Meist gelesen, 90 Tage
Karl Hess GmbH & Co. KG: Vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet
VBI Plastic: Vorläufiges Insolvenzverfahren angeordnet
Arburg: Übernahme der Stork Plastics Machinery B.V.
Hess plastics: Neuaufstellung im Insolvenzverfahren - Strukturierter Investorenprozess eingeleitet
Erema: Gruppe bleibt trotz deutlichem Umsatzrückgang profitabel
Neue und gebrauchte Maschinen & Anlagen finden Sie in der großen Maschinenbörse.
Kostenfreie Nutzung aller Börsen! Registrieren Sie sich jetzt!
| Experimentelle und simulative Analyse der Mischwirkung in Einschneckenextrudern
|