| 23.04.2024, 12:03 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Vor dem Hintergrund eines weltweit wachsenden Umweltbewusstseins und strengerer gesetzlicher Vorgaben hat die Automobilindustrie die Notwendigkeit des Kunststoffrecyclings für eine nachhaltige Entwicklung erkannt. Als Reaktion darauf treibt der Werkstoffhersteller Covestro gemeinsam mit Partnern aus der automobilen Wertschöpfungskette das Konzept des „Car-to-Car“-Recyclings von Kunststoffen voran, das sich als vielversprechende Lösung für die Herausforderungen des Kunststoffabfallmanagements in der Branche abzeichnet. Im Rahmen eines gemeinsamen Pilotprogramms, das von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) initiiert wurde, wollen Covestro und seine Partner zusammenarbeiten, um zirkuläre Lösungen für hochwertige Kunststoffe aus Altfahrzeugen (ELVs) zu schaffen. Ziel ist es, ein effizientes und nachhaltiges System für das Recycling von Kunststoffen in der Automobilindustrie zu etablieren und so den nachhaltigen Wandel in der Branche voranzutreiben. Das Pilotprogramm wurde am Stand von Covestro auf der Chinaplas 2024 in Shanghai angekündigt. Zu den namhaften Partnern gehören Automobilmarken wie der chinesische Hersteller Nio und Volkswagen sowie das chinesische Recyclingunternehmen Gem und Zertifizierungsstellen wie der TÜV Rheinland. "Wir sind stolz darauf, mit gleichgesinnten Verbündeten aus der Wertschöpfungskette zusammenzuarbeiten, um Pionierarbeit beim geschlossenen Kreislauf des Kunststoffrecyclings im Automobilsektor zu leisten", sagt Lily Wang, globale Leiterin der Geschäftseinheit Engineering Plastics bei Covestro. "Indem wir unsere gemeinsamen Stärken und Ressourcen nutzen, sind wir zuversichtlich, einen geschlossenen Kreislauf für das Kunststoffrecycling in der Automobilbranche zu schaffen und damit Abfall und CO2-Emissionen an der Quelle zu reduzieren und gleichzeitig die Effizienz der Ressourcennutzung zu verbessern. Mit diesem gemeinsamen Programm wollen wir den Übergang der Automobilindustrie zu einer klimaneutralen und nachhaltigen Zukunft beschleunigen." "Die Automobilindustrie ist einer der ressourcenintensivsten Sektoren weltweit, doch das Potenzial von hochwertigen Kunststoffen aus Altfahrzeugen bleibt weitgehend ungenutzt", sagt Martin Hofmann, Clusterleiter für Klima, Energie, Umwelt und Biodiversität bei der GIZ. "Die GIZ steuert ein innovatives Projekt zur Erforschung geschlossener Kreislaufsysteme für hochwertige Kunststoffe aus Altfahrzeugen. Ich bin fest davon überzeugt, dass die GIZ und unsere Partner den Übergang zu einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft vorantreiben können." Im Rahmen des Pilotprogramms wird ein Expertenteam Methoden für das Recycling von gebrauchten Polycarbonat-Teilen wie Autoscheinwerfern zu PCR-Polycarbonat erforschen. Das recycelte Material soll dann für verschiedene Anwendungen im Innen- und Außenbereich von Fahrzeugen wiederverwendet werden. Daraus könnten sich dringend benötigte langfristige Lösungen für die Automobilindustrie ergeben, die angesichts immer strengerer Vorschriften nach hochwertigen PCR-Materialien sucht, die den Vorschriften entsprechen und leistungsfähig sind. Im vergangenen Jahr hat die Europäische Kommission eine neue Verordnung zur Verbesserung der Kreislaufwirtschaft im Automobilsektor auf den Weg gebracht, die vorschreibt, dass 25 Prozent der in Neufahrzeugen verwendeten Kunststoffe aus dem Recycling stammen müssen. An seinem Stand auf der Chinaplas 2024 wird Covestro auch andere Lösungen für die Automobilindustrie vorstellen, darunter einen intelligenten Kühlergrill und einen Scheinwerfer aus Monomaterial-Polycarbonat, die für eine vernetzte und kreislauforientierte Zukunft entwickelt wurden. Weitere Informationen: www.covestro.com |
Covestro AG, Leverkusen
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