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Erschienen am 14.05.2018 um 12:37 Uhr Optionen:       

PUR-Forum 2018: „Formgebung – Alles rund ums Werkzeug“ - Mehr als 80 Teilnehmer kamen nach Leipzig

Referenten PUR-Forum 2018: hinten v.l.n.r.: Stephan Model (BBG GmbH & Co. KG); Andreas Moser (Alba tooling & engineering GmbH); Ulf-Peter Pestel (Pestel PUR-Kunststofftechnik GmbH & Co. KG); Rainer Janotta (PMT Technology GmbH); Axel Böhme (KUZ) - vorne v.l.n.r.: Steffen Paul (SimpaTec GmbH); Werner Drobek (Unternehmensgruppe Drobek); Sebastian Wolfram (Wolfram Design/Engineering); Dr. Klaus Franken (Covestro Deutschland AG); Hendrik Beiersdorf (Acmos Chemie KG) - (Es fehlen: Roman Hofer (GK Concept); Dr. Martin Juhrisch (Symate GmbH)) - (Bild: KUZ).
Referenten PUR-Forum 2018: hinten v.l.n.r.: Stephan Model (BBG GmbH & Co. KG); Andreas Moser (Alba tooling & engineering GmbH); Ulf-Peter Pestel (Pestel PUR-Kunststofftechnik GmbH & Co. KG); Rainer Janotta (PMT Technology GmbH); Axel Böhme (KUZ) - vorne v.l.n.r.: Steffen Paul (SimpaTec GmbH); Werner Drobek (Unternehmensgruppe Drobek); Sebastian Wolfram (Wolfram Design/Engineering); Dr. Klaus Franken (Covestro Deutschland AG); Hendrik Beiersdorf (Acmos Chemie KG) - (Es fehlen: Roman Hofer (GK Concept); Dr. Martin Juhrisch (Symate GmbH)) - (Bild: KUZ).
Die Fachtagung PUR-Forum widmete sich in diesem Jahr dem Thema „Formgebung – Alles rund ums Werkzeug“. Mehr als 80 Teilnehmer kamen am 18.0 April 2018 im Kunststoff-Zentrum in Leipzig (KUZ) zum regen Erfahrungsaustausch zusammen. Neben den Ausgangsstoffen und der Verarbeitungstechnik spielt das Werkzeug im gesamten Prozessablauf der Formteilherstellung eine wesentliche Rolle. Im Werkzeug findet die chemische Reaktion zum Polyurethan statt. Diese Reaktion ist entscheidend mit verantwortlich, ob ein Produkt mit den gewünschten und vorgegebenen Eigenschaften entsteht und wurde deshalb in der diesjährigen Veranstaltung speziell thematisiert.

Werkzeuggerechtes Design
Zu Beginn gab Sebastian Wolfram (Wolfram Design/Engineering) einen Überblick über den Prozess des werkzeuggerechten Designs an Hand eines Praxisbeispiels aus der medizinischen Anwendung. Im Anschluss ging Rainer Janotta (PMT Technology GmbH) auf allgemeine Gestaltungsrichtlinien für PUR-Werkzeuge ein. Der Aufbau eines Schäumwerkzeuges, bestehend aus Ober- und Unterteil, sowie je nach Anforderung Schieber, Dichtsysteme, Auswerfer und Haltesysteme für Einlege- und Versteifungsteile, wurde dargestellt. Temperierung, der Anguss (je nach Eintragsvariante) und die Entlüftung wurden thematisiert. Thematisch schloss sich der Vortrag von Dr. Klaus Franken (Covestro Deutschland AG) an, der Berechnungen zur Angussauslegung von PUR-Werkzeugen mit Ein- und Mehrfachkavitäten systematisch vorstellte.

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Spezielle Werkzeuglösungen
In den folgenden Vorträgen wurden Werkzeuglösungen für verschiedene Anwendungen beschrieben. Die speziellen Herausforderungen und technischen Besonderheiten zur Herstellung von Werkzeugen für sehr große PUR-Formteile mit einem Gewicht bis 100 kg wurden von Ulf-Peter Pestel (Pestel PUR Kunststofftechnik GmbH & Co. KG) in einem Praxisbericht vorgetragen.

Andreas Moser von der Alba tooling & engineering GmbH stellte Schäum- und Hinterschäumwerkzeuge für den Fahrzeuginnenraum vor. Am Beispiel eines Autositzes wurde das Thema des offenen Gemischeintrages diskutiert, an einer Armauflage die Anforderungen des Frontschäumes erläutert und an einer Armaturentafel das Thema des Hinterschäumens beleuchtet. Nach der Mittagspause und angeregten Gesprächen ging es weiter zu speziellen Lösungen. Roman Hofer von GK Concept stellte prinzipielle Varianten für Werkzeugkonzepte für Kombinationstechnologien, insbesondere mit der Spritzgießtechnologie vor.

Werkzeugentlüftung, -reinigung
Danach stellte Werner Drobek (Unternehmensgruppe Drobek) Möglichkeiten zur Werkzeugentlüftung vor. Dabei wurden Vor- und Nachteile der einzelnen Entlüftungsmöglichkeiten erörtert. Ausgehend von der Entlüftung über die Trennebene, wurde die Entlüftung über Bohrungen und schließlich mittels Autovents (u.a der Fa. Drobek) diskutiert. Die Vorbereitung, Trennung und Reinigung von PUR-Werkzeugen durfte in dem Tagungsprogramm natürlich nicht fehlen. Hendrik Beiersdorf (Acmos Chemie KG) gab zu dem Thema einen umfassenden Überblick.

Simulation
Schließlich ging es auch in Richtung der Simulationsmöglichkeiten in der PUR-Branche. Am Beispiel des Glasscheibenumgusses stellte Stephan Model (BBG GmbH & Co. KG) die Simulation der Werkzeugfüllung für diese konkrete Anwendung vor. Steffen Paul von der SimpaTec GmbH berichtete über die Möglichkeiten der 3D Simulation des PUR-Schäumprozesses mit der Software Moldex3D. Dort ist neben dem Füllvorgang auch schon der Schäumprozess simulierbar. Anwendungsbezogen ist aber die Datenbereitstellung eine Herausforderung und diese ist momentan jeweils kundenbezogen.

Industrie 4.0
Nach der Vorstellung von bestehenden Lösungen im Bereich der Werkzeugtechnik bot der letzte Vortrag von Dr. Martin Juhrisch (Symate GmbH) einen Blick in die Zukunft. Durch die Entwicklung des IoT-Dashboards Detact der Fa. Symate wird die Möglichkeit gegeben, mittels eines hohen Automatisierungsgrades Datenströme zu erfassen, zu verarbeiten und auszuwerten. Das System leistet dabei die übergreifende Datenzusammenführung und –auswertung von Technologiedaten aus verschiedenen Datenquellen der Prozesskette und visualisiert, was im Prozess passiert, welche Wechselwirkungen bestehen und was die Zielgrößen beeinflusst. Somit bietet das Technologiedatenmanagementsystem zum einen eine Chance, stellt aber gleichzeitig durch die chemische Reaktion bei der Verarbeitung in Bezug auf eine Prozessoptimierung der PUR-Verarbeitung eine Herausforderung dar.

Im Anschluss an die Veranstaltung konnten sich die Teilnehmer bei einem Rundgang durch die Technika des KUZ von dem Leistungsspektrum in den Bereichen der PUR- und Spritzguss-Verarbeitung überzeugen.

Weitere Informationen: www.kuz-leipzig.de

Kunststoff-Zentrum in Leipzig gGmbH, Leipzig

  insgesamt 64 News über "KUZ Leipzig" im News-Archiv gefunden

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