| 29.06.2018, 06:08 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Das italienische Biokunststoffunternehmen Bio-on hat in Castel San Pietro Terme bei Bologna seine erste eigene Anlage zur Produktion von Polyhydroxyalkanoaten (PHA) in Betrieb genommen. Laut Pressemitteilung von Bio-on entstand das 3.700 Quadratmeter große Werk durch den Umbau einer ehemaligen Fabrik, das gesamte Betriebsgelände hat eine Gesamtfläche von 3 ha. Das Investitionsvolumen belief sich auf rund 20 Mio. Euro. Der Produktionsstart erfolgte vorerst mit 45 Mitarbeitern, bis Ende des Jahres soll die Belegschaft jedoch weiter aufgestockt werden. Die neue Anlage verfügt über Kapazitäten für die Produktion und Verarbeitung von jährlich 1.000 Tonnen PHA, an dem Standort bestehen allerdings bereits die Voraussetzungen für eine Kapazitätsverdopplung. Polyhydroxyalkanoate werden aus pflanzlichen Rohstoffen gewonnen und zu biologisch abbaubaren Kunststoffen verarbeitet. Bio-on produziert in ihrem neuen Werk zunächst vor allem PHA-Kunststoffe, die unter der Marke Minerv Bio Cosmetics als sogenannte Mikrobeads in der Kosmetikindustrie verwendet werden. Weitere Anwendungsbereiche für PHA-Kunststoffe sind u.a. die Produktion von Verpackungsmitteln insbesondere für Lebensmittel, die Herstellung von Implantaten und anderen medizinischen Materialien sowie die organische Elektronik. Der CEO von Bio-on, Marco Astorri, erklärte in der Aussendung: "Wir sind stolz auf das, was wir erreicht haben, da diese Produktionsstätte ein Paradebeispiel für 'Made in Italy' ist und weltweit den Beginn eines neuen Zeitalters für die Grüne Chemie bedeutet. Ab heute haben Firmen dank unseres Biokunststoffs die Möglichkeit, etwas für den Umweltschutz zu tun und ihre Produkte nachhaltiger zu gestalten, dies auch mit Hinblick auf die immer strengeren Vorschriften zum Gebrauch von herkömmlichen Plastikmaterialien." Bio-on hat ihren Sitz in San Giorgio di Piano bei Bologna und ist an der Börse in Mailand gelistet. Das Unternehmen entwickelt Biokunststoffe für industrielle Anwendungen. Dabei wurden die Verfahren bislang vor allem über Lizenzen an andere Unternehmen vermarktet und diese bei der Planung und beim Aufbau entsprechender Anlagen begleitet. Für das Geschäftsjahr 2017 berichtet Bio-on ein EBITDA von 6,6 Mio. und einen Nettogewinn von 5,2 Mio. aus Umsätzen in Höhe von 10,7 Mio. Euro. Weitere Informationen: www.bio-on.it |
Bio-on, San Giorgio di Piano bei Bologna, Italien
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