plasticker-News

Anzeige

11.06.2021, 14:17 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten    

Grüner Punkt: 30 Jahre Verpackungsverordnung – Forderung nach „Verantwortung 2.0“

Am 12. Juni 1991 wurde die Verpackungsverordnung veröffentlicht, ein bis dahin weltweit einzigartiger Gesetzestext. Zum ersten Mal verpflichtete sie Hersteller, die Verantwortung für die Entsorgung ihrer Produkte – in diesem Fall Verpackungen – zu übernehmen, auch wenn sie die Verpackungen längst aus der Hand gegeben hatten. Umgesetzt wurde diese sogenannte Erweiterte Produzentenverantwortung vom Grünen Punkt, der dazu schon 1990 gegründet worden war (siehe auch plasticker-News vom 25.09.2020). Der Grüne Punkt baute in der Folge ein Getrenntsammelsystem für Verpackungen in Deutschland auf (Gelbe Tonne, Gelber Sack u.a.), an das bis 1993 praktisch alle Haushalte in Deutschland angeschlossen wurden.

„Die Verpackungsverordnung war revolutionär und visionär: Hersteller übernehmen die Verantwortung für ihre Verpackungen und kümmern sich damit um eine umwelt- und recyclingfreundliche Gestaltung. Das Konzept hat sich seitdem weltweit verbreitet und ist eine der Schlüsselstrategien gegen die globale Plastikvermüllung“, sagt Michael Wiener, CEO des Grünen Punkts. „Die Schwierigkeiten der ersten Jahre zeigen aber auch, das ein solches Konzept ständiger Weiterentwicklung bedarf.“ Der schnelle Aufbau des Sammelsystems, die von Anfang an hohen Sammelmengen und die schlechte Zahlungsmoral mancher verpflichteten Unternehmen hatten 1993 das damals noch neue System einem ersten Stresstest unterzogen.

Anzeige

Neue Kontrollmechanismen auf Vorschlag des Grünen Punkts sorgten für eine Stabilisierung des Systems, das seitdem ständig weiterentwickelt worden ist. 2019 hat dann das Verpackungsgesetz die Verpackungsverordnung abgelöst. „Der Grüne Punkt steht noch heute für gelebte Kreislaufwirtschaft“, so Wiener. „Wir haben inzwischen die Wertschöpfungskette erweitert und stellen selbst neuen Kunststoff aus den Abfällen der Gelben Tonne her. Recycling und Kreislaufwirtschaft sind die Schlüsselstrategien, um die Umweltbelastung durch Kunststoffabfälle in den Griff zu bekommen.“ Ohne Kreislaufwirtschaft könne auch der Klimaschutz nicht erfolgreich sein, ist Wiener überzeugt: „Fast die Hälfte der klimarelevanten Emissionen kommen aus der Material- und der Landwirtschaft. Wir müssen Ressourcen wie Kunststoff im Kreislauf führen, sonst erreichen wir die Ziele des Klimaschutzes nicht.“

Dazu fordert Wiener flankierende Maßnahmen, um den Einsatz von recyceltem Kunststoff voranzubringen: „Wir brauchen jetzt die Erweiterte Produzentenverantwortung 2.0: Wenn ein Produkt ganz oder teilweise aus Recyclingkunststoff hergestellt werden kann, dann muss das auch zur Normalität werden. Nur so bringen wir den Markt für Recyclingkunststoff und damit die Kreislaufwirtschaft voran.“

Weitere Informationen: www.gruener-punkt.de

DSD – Duales System Holding GmbH & Co. KG, Köln

» insgesamt 139 News über "DSD" im News-Archiv gefunden

Anzeige

Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!


» zurück zum Seitenanfang


Premium-Partner
Top News / Meist gelesen
plasticker Newsletter
Wir informieren Sie schnell, umfassend und kostenlos über das, was in der Branche passiert.

» Jetzt anmelden!

» Weiterempfehlen

Machen Sie Ihre Reste zu Geld!
Sie haben Neuware-Restmengen, Mahlgüter oder Produktionsabfälle?

Dann veräußern Sie diese kostenlos
in der Rohstoffbörse.

Für Ihre ausrangierten Maschinen und Anlagen finden Sie Abnehmer in der Maschinenbörse.
Aktuelle Rohstoffpreise
Handelsvertreter-Börse

Benötigen Sie für Ihre Produkte und Dienstleistungen Vertriebspartner im In- und Ausland? Oder können Sie selbst eine Vertretung anbieten? Hier finden Sie das optimale Umfeld!

1 Anfragen von Unternehmen
2 Anfragen von Handelsvertretern

» Eigene Anfragen kostenfrei inserieren

Neue Fachbücher
Kunststoffe in der Medizintechnik

Das Fachbuch "Kunststoffe in der Medizintechnik" ist als Leitfaden für die Anwendung von Kunststoffen in Medizinprodukten konzipiert.