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20.10.2021, 10:32 Uhr | Lesedauer: ca. 4 Minuten    

Arburg: Weltpremiere: Mehrkomponentenbaureihe Allrounder More - Größter Messestand – Viele Entscheider und kon­kre­te Projekte

Weltpremiere auf der Fakuma 2021: Die neue Mehrkomponentenmaschine Allrounder More - (Bilder: Arburg).
Weltpremiere auf der Fakuma 2021: Die neue Mehrkomponentenmaschine Allrounder More - (Bilder: Arburg).
„Wir freuen uns sehr, endlich wieder hier in Friedrichshafen auf der Fakuma zu sein und unsere Kunden und Partner ‚live‘ zu treffen.“ Das war der einhellige Tenor von Arburg-Gesellschaftern und Geschäftsführern auf der Fakuma-Pressekonferenz am 12. Oktober 2021, dem ersten Messetag. Mit der Erweiterung der Standfläche seines Messestandes, welcher erneut der größte Stand auf der Fakuma 2021 war, sowie der Präsentation vieler Neuheiten, setzte der Maschinenbauer aus Loßburg ein klares Statement für die Messe und den Standort Friedrichshafen. Arburg vereinte die Zukunftsthemen Digitalisierung sowie Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung mit dem Ziel, die Produktionseffizienz der Kunden zu steigern und diese nachhaltig zukunftsfähig zu machen.

„Nach langer Zeit ohne große internationale Präsenzmesse in Europa sind wir mit viel Freude und Spannung nach Friedrichhafen gereist und haben auf eine möglichst ‚normale‘ Fakuma gehofft“, sagt Dr. Christoph Schumacher, Bereichsleiter Marketing bei Arburg. „Unsere Erwartungen wurden mehr als erfüllt: Die Qualität der Fachbesucher und deren Interesse an unseren Exponaten und Neuheiten waren sehr hoch. Es kamen viele Entscheider auf unseren Stand, mit denen konkrete Projekte besprochen wurden.“

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Das sehr positive Feedback aller Besucher habe bestätigt, dass die Strategie, sich mit voller Stärke zu präsentieren und ein Statement zu setzen, aufgegangen sei: Vergrößerter Stand, Zukunftsthemen Digitalisierung sowie Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung, spannende Live-Exponate inklusive Weltpremiere und eine große Mannschaft, um die Besucher intensiv betreuen und beraten zu können.

Bertram Stern (Mitte), Sustainability Manager bei Arburg, Werner Faulhaber (l.), Arburg-Bereichsleiter Entwicklung, erläutern die verschiedenen Aspekte der „arburgGreenworld“.
Bertram Stern (Mitte), Sustainability Manager bei Arburg, Werner Faulhaber (l.), Arburg-Bereichsleiter Entwicklung, erläutern die verschiedenen Aspekte der „arburgGreenworld“.
Neues aus der „arburgGreenworld“
Das Programm „arburgGreenworld“ bündelt alle Aspekte rund um Ressourcenschonung und Circular Economy. Mit gleich mehreren Anwendungen zeigte Arburg auf dem Messestand, wie sich Ressourcenschonung realisieren und Wertstoffkreisläufe sinnvoll schließen lassen. Dazu zählt etwa die Verarbeitung von transparentem, biobasiertem PA 12, einem Bio-Kunststoff, der zu 39 Prozent aus erneuerbaren Rohstoffen auf Basis von Rizinusöl besteht. Aus diesem Material entstand auf einer Turnkey-Anlage rund um einen Allrounder 520 A die bekannte Uvex-Sonnenbrille.

Post Consumer Rezyklat (PCR) wurde auf einer Drehtischmaschine des Typs Allrounder 1300 T beim Arburg-Partner Lauffer eingesetzt.

Bei Rezyklaten stellen die stark schwankenden Materialqualitäten hohe Anforderungen an Spritzgießmaschinen und Spritzgießprozesse. Dafür hat Arburg das sogenannte „Rezyklat-Paket“ geschnürt, das im Rahmen der Fakuma Premiere gefeiert hat. Das Paket beinhaltet verschiedene Steuerungsfunktionen sowie spezielle Plastifizierungsfeatures, um Rezyklate sicher verarbeiten zu können. Das Rezyklat-Paket ist für alle Allrounder erhältlich und lässt sich auch an älteren Modellen nachrüsten.

Wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung zusammenspielen, zeigten die Markierungstechnologien „CurveCode“ und „HolyGrail“ als innovative Lösungen für die sortenreine Trennung und Zurückführung der Kunststoffe in den Wertstoffkreislauf.

Die digitale „arburgXworld“ war ein zentrales Thema auf dem Arburg-Messestand.
Die digitale „arburgXworld“ war ein zentrales Thema auf dem Arburg-Messestand.
Rasantes Wachstum der „arburgXworld“
Das Fakuma-Programm spiegelte auch das rasante Wachstum der „arburgXworld“ wider. Gezeigt wurde das gesamte Spektrum an Assistenten, darunter den „aXw Control FillAssist“ für die 3D-Füllsimulation und der „aXw Control MeltAssist“ zur Prozessbewertung. Premiere feierten die beiden neuen Assistenten „aXw Control CycleAssist“ zur Optimierung der Zykluszeit und „aXw Control EnergyAssist“ für energiesparendes Einschalten. Neuheiten gab’s auch für das Kundenportal: Mit der App “AnalyticsCenter” lassen sich Werkzeugabmusterungen, Versuche und Spritzgießprozesse dokumentieren und analysieren. Zudem wurde die App „MachineCenter“ um das Feature „Customer Upload“ ergänzt, mit dem Kunden eigenes Equipment hinzufügen können.

Weltpremiere: Allrounder More
Erstmals weltweit vorgestellt wurde auch die neue Maschinenreihe Allrounder More. Die Baureihe umfasst die beiden Größen 1600 und 2000 und deckt laut Arburg hohe Anforderungen an ein produktionseffizientes Mehrkomponenten-Spritzgießen ab. Ihre flexible Auslegung bietet demnach deutlich mehr Platz für größere Werkzeuge und Auswerfer, mehr Modularität im Aufbau sowie einen hohen Bedienkomfort über die Gestica-Steuerung. Ein Allrounder More 1600 produzierte auf der Messe einen komplexen Lab-on-a-chip für die Medizintechnik (siehe auch plasticker-News vom 16.09.2021).

Gestica und Planetenrollengewindetrieb
Weitere Schwerpunkte waren die Gestica-Steuerung und der Planetenrollengewindetrieb. Die Gestica spart den weiteren Anbieterangaben nicht nur Zeit bei der täglichen Arbeit, sie bietet demzufolge auch eine hohe IT-Sicherheit und ermöglicht Datenanalysen direkt an der Maschine. Einzigartig sei die Prozesssimulation mit dem „aXw Control FillAssist“ (siehe auch plasticker-News vom 28.09.2021).

Zudem hat Arburg den Planetenrollengewindetrieb als Teil des Antriebsstrangs in den Fokus gerückt, der ein zentrales Merkmal für die Leistungsfähigkeit und Langlebigkeit einer Spritzgießmaschine darstellt.

Lukas Pawelczyk (r.), Abteilungsleiter Vertrieb Freeformer bei Arburg, erläutert die Potenziale des Freeformers.
Lukas Pawelczyk (r.), Abteilungsleiter Vertrieb Freeformer bei Arburg, erläutert die Potenziale des Freeformers.
Potenziale der additiven Fertigung
Eine wichtige Rolle auf der Fakuma 2021 spielte auch die additive Fertigung. Live präsentiert wurde die Verarbeitung des Hochtemperaturwerkstoffs Ultem auf einem freeformer 300-3X. Darüber hinaus zeigten zahlreiche Bauteile auf, welche Potenziale das Arburg-Kunststoff-Freiformen für die Bereiche Medizintechnik und Automotive bieten, in denen Arburg gemeinsam mit Partnern und Kunden an Projekten arbeitet. Prominent auf dem Arburg-Stand vertreten war auch die Schwesterfirma innovatiQ mit dem LiQ 320-Drucksystem, das Flüssigsilikon (LSR) im LAM-Verfahren (Liquid Additive Manufacturing) verarbeitet.

Weitere Informationen: www.arburg.com

Arburg GmbH + Co KG, Loßburg

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