| 03.04.2023, 06:06 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
|
|
Der Chemiekonzern LyondellBasell plant mit dem deutschen Abfallverwerter EEW eine Kooperation bei der Vorsortierung von Kunststoffabfällen. Beide Unternehmen informierten kürzlich über die Unterzeichnung einer Absichtserklärung für eine langfristige strategische Partnerschaft zur Gewinnung und Verwertung von Kunststoffen aus gemischten Verbrennungsabfällen. Im Gespräch ist dabei vor allem der Bau neuer Vorsortieranlagen an Standorten von thermischen Abfallverwertungsanlagen von EEW, um Kunststoffe aus den zur Verbrennung bestimmten Abfallströmen zu entfernen. Darüber hinaus werden Investitionen in moderne Sortieranlagen für die weitere Aufbereitung der aussortierten Kunststoffabfälle erwogen. Yvonne van der Laan, Executive Vice President Circular and Low Carbon Solutions bei LyondellBasell, erklärte: "Kooperationen entlang der Wertschöpfungskette sind Teil unserer Strategie und werden zunehmend notwendig, um Kunststoffabfälle aus Quellen zu gewinnen, die bislang nicht recycelt werden. Die Materialien aus diesen Sortieranlagen würden nicht nur unsere bestehenden mechanischen Recyclinganlagen in den Niederlanden und eine mögliche neue Recyclinganlage in Deutschland unterstützen, sondern es uns auch ermöglichen, Abfallströme zu optimieren und einen höheren Mehrwert zu schaffen." Die geplante Kooperation bedeutet laut Pressemitteilung einen Fortschritt für das Kunststoffrecycling, da die Standorte und das technische Know-how von LyondellBasell und EEW genutzt werden, um eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft zu ermöglichen. "Mit dieser Zusammenarbeit schaffen wir eine überzeugende Lösung für Kunststoffabfälle, für die ein Recycling heute noch nicht möglich ist", so EEW-Chef Bernard M. Kemper. Medienberichten zufolge plant EEW im niederländischen Delfzijl bereits eine neue Anlage für die Aussortierung von Kunststoffen aus gemischten Siedlungs- und Gewerbeabfällen. Die Anlage soll über eine Sortierkapazität für jährlich rund 150.000 Tonnen Abfall verfügen und 2025 in Betrieb gehen. Mindestens zwei weitere solche Sortieranlagen sollen dann bis 2030 in Deutschland errichtet werden. Die im niedersächsischen Helmstedt ansässige EEW (Energy from Waste) ist nach eigenen Angaben eines der führenden Unternehmen in Europa auf dem Gebiet der thermischen Abfall- und Klärschlammverwertung. Das Unternehmen verfügt über 17 Standorte in Deutschland und den Niederlanden, an denen insgesamt rund 5 Mio. Tonnen Abfälle pro Jahr energetisch verwertet werden. Die an der New Yorker Börse notierte LyondellBasell ist eines der weltweit größten Chemieunternehmen und gilt u.a. als führender Produzent von Polyolefinen. Im Geschäftsjahr 2022 setzte der Konzern mit Verwaltungszentralen in Houston, London und Rotterdam insgesamt 50,4 Mrd. USD um und erzielte dabei ein EBITDA von 6,3 Mrd. USD sowie einen Nettogewinn in Höhe von 3,9 Mrd. USD. Weitere Informationen: www.lyondellbasell.com, www.eew-energyfromwaste.com |
LyondellBasell, Houston + London + Rotterdam + EEW (Energy from Waste), Helmstedt
» insgesamt 173 News über "LyondellBasell" im News-Archiv gefunden
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
Auting: Modulare Hochgeschwindigkeits-Montagemaschine integriert Zuführung, Montage und Kontrolle
Syntech Plastics: Übernahme des Geschäftsbetriebs der VBI Plastics
Spectrix + voestalpine: Additive Formeinsätze verkürzen Zykluszeit um 28 Prozent
Borouge: Kapazitätsausbau für mechanisch recycelte Polyolefine
Arburg: Partnerprojekt integriert individuelle Data-Matrix-Codes direkt in den Spritzgießprozess
Amis: Zerkleinerungssysteme für Spritzguss- und Blasformabfälle
Meist gelesen, 10 Tage
Syntech Plastics: Übernahme des Geschäftsbetriebs der VBI Plastics
Arburg: Partnerprojekt integriert individuelle Data-Matrix-Codes direkt in den Spritzgießprozess
Spectrix + voestalpine: Additive Formeinsätze verkürzen Zykluszeit um 28 Prozent
Borouge: Kapazitätsausbau für mechanisch recycelte Polyolefine
Amis: Zerkleinerungssysteme für Spritzguss- und Blasformabfälle
EMS-Grivory: Hochleistungspolyamid ersetzt Aluminium in ABS-Magnetventil für Nutzfahrzeuge
Meist gelesen, 30 Tage
Engel: Neuer Fertigungsstandort in Serbien erweitert europäisches Produktionsnetzwerk
Westlake: Aus für PVC-Werk von Vinnolit in Köln
Ernst Jäger Kunststoffverpackung: Insolvenzverfahren nach Sanierung in Eigenverwaltung aufgehoben
Syntech Plastics: Übernahme des Geschäftsbetriebs der VBI Plastics
Haitian: Spritzgießtechnik, Automation und europäische Fertigung im Fokus
Alpla: Zwei neue Werke in İzmir und Adana erweitern Produktionskapazitäten in der Türkei
Meist gelesen, 90 Tage
Karl Hess GmbH & Co. KG: Vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet
VBI Plastic: Vorläufiges Insolvenzverfahren angeordnet
Arburg: Übernahme der Stork Plastics Machinery B.V.
Hess plastics: Neuaufstellung im Insolvenzverfahren - Strukturierter Investorenprozess eingeleitet
Erema: Gruppe bleibt trotz deutlichem Umsatzrückgang profitabel
Dann veräußern Sie diese kostenlos
in der Rohstoffbörse.
| Physikalischer Schaumspritzguss - Grundlagen für den industriellen Leichtbau
|