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09.02.2024, 08:59 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten    

EMS-Gruppe: Deutlich abgekühlte Weltwirtschaft - Gedämpfte Konsumstimmung in den Hauptmärkten - Breite Verkaufsoffensive mit Innovationen für ein überproportionales Wachstum

Die EMS-Gruppe, die weltweit in den Geschäftsbereichen Hochleistungspolymere und Spezialchemikalien tätig ist und deren Gesellschaften in der EMS-Chemie Holding AG zusammengefasst sind, erzielte im Jahr 2023 einen Nettoumsatz von CHF 2.189 Mio. (2.442) und ein Betriebsergebnis von CHF 493 Mio. (611). Der Nettogewinn belief sich auf CHF 461 Mio. (535). Die erfolgreich realisierten Neugeschäfte vermochten die Effekte der allgemeinen Zurückhaltung der Konsumenten und Unternehmen, sowie der schwächeren Fremdwährungen zum Schweizer Franken nicht zu kompensieren.

Wie das Unternehmen weiter mitteilt, verschlechterte sich 2023 wie erwartet das weltwirtschaftliche Umfeld deutlich. Insbesondere in Europa drückten demnach die hohen Energiekosten, die nach wie vor beträchtliche Kerninflation und die gestiegenen Zinsen auf die Kaufkraft und die Konsumlust. Im wichtigsten europäischen Industrieland Deutschland brach die verarbeitende Industrie regelrecht ein. Nach Covid-19 belastete in China die Immobilienkrise die chinesische Konsumstimmung nachhaltig. In der globalen Autoindustrie sei der Chipmangel inzwischen gelöst und die aufgelaufenen Bestellungen seien geliefert. In den gesamten Lieferketten wurden aufgrund zurückgehender Auftragseingänge und höherer Zinsen die Lagerbestände reduziert. Die moderaten Schweizer Inflationszahlen und dessen Rolle als "Safe Haven" ließen den Schweizer Franken erstarken.

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In diesem konjunkturell abgekühlten Marktumfeld konzentriert sich EMS auf eine breitere Erschließung der Märkte mit Spezialitäten und Innovationen. Die geplanten Neugeschäfte konnten 2023 erfolgreich realisiert werden. In allen Märkten außerhalb Europas sei es gelungen, den Umsatz in lokalen Währungen zu steigern.

Der konsolidierte Nettoumsatz in Schweizer Franken lag bei CHF 2.189 Mio. (2.442) und -10,4 Prozent unter Vorjahr. Währungsbereinigt verblieb er -4,6 Prozent unter Vorjahr. Die schwächeren Fremdwährungen schmälerten den Umsatz in Schweizer Franken.

Das Betriebsergebnis (EBIT) betrug CHF 493 Mio. (611) und lag konjunktur- und währungsbedingt -19,4 Prozent unter Vorjahr. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) belief sich auf CHF 542 Mio. (661).

Der Nettogewinn erreichte CHF 461 Mio. (535). Der Gewinn pro Aktie betrug CHF 19,56 (22,75).

Für das Geschäftsjahr 2023 beabsichtigt der Verwaltungsrat, der ordentlichen Generalversammlung die Ausschüttung einer ordentlichen Dividende von CHF 12,75 (15,75) pro Aktie und zusätzlich einer außerordentlichen Dividende von CHF 3,25 (4,25) pro Aktie zu beantragen. Insgesamt sollen so CHF 16,00 (20,00) pro Aktie zur Ausschüttung gelangen.

Für das Geschäftsjahr 2024 geht EMS von einem weiterhin schwierigen konjunkturellen Umfeld aus. Geopolitische Konflikte mit steigenden Frachtkosten und nur zögerlich vorgesehene Zinssenkungen dürften die wirtschaftliche Entwicklung zusätzlich bremsen. Insbesondere das erste Halbjahr dürfte aufgrund der anhaltend gedrückten Konsumstimmung in Europa sehr verhalten ausfallen. Die Immobilienkrise in China belaste die Konsumstimmung weiterhin.

EMS erwirtschaftet mit seinen innovativen Spezialitäten stets ausserordentliche Ergebnismargen und einen hohen Cash Flow. Der Cash Flow stieg auf CHF 576 Mio. (366). EMS verfügt über hohe Liquiditätsbestände, eine erfreuliche Eigenkapitalquote und hat keine Finanzschulden. EMS sieht sich deshalb in einer guten Verfassung, die zahlreichen Chancen am Markt rasch und flexibel wahrzunehmen.

Entgegen dem allgemeinen Trend hat sich EMS deshalb entschieden, in allen drei Regionen Asien, Amerika und Europa den technischen Verkauf und die Entwicklung mit über 120 zusätzlichen Mitarbeitenden massiv auszubauen. Mit einer breit angelegten technischen Verkaufsoffensive sollen bei den Kunden innovative Gesamtlösungen zur Kostenreduktion, CO2-Einsparungen, sowie für neue innovative Technologien wie Elektroautos umgesetzt werden.

Um das erwartete überproportionale Wachstum bewältigen zu können, verfolgt EMS plangemäss das 2021 angekündigte Investitionsprogramm zur Steigerung von Kapazität und Energieeffizienz am Hauptstandort in Domat/Ems von über CHF 300 Mio. Eine Großanlage mit einem neu entwickelten Herstellverfahren, welches den Energieverbrauch halbiert, hat soeben ihren Betrieb aufgenommen.

Für das Jahr 2024 erwartet EMS einen Nettoumsatz auf Vorjahreshöhe und ein Betriebsergebnis (EBIT) leicht über Vorjahr.

Weitere Informationen: www.ems-group.com, www.emsgrivory.com

EMS-Chemie Holding AG, Herrliberg und Domat/Ems, Schweiz

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