| 06.05.2024, 08:04 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Das französische Chemie- und Biotechnologieunternehmen Carbios hat in der vergangenen Woche am Standort Longlaville im Osten Frankreichs den Grundstein für eine Anlage zum biobasierten PET-Recycling gelegt. Laut Pressemitteilung des Unternehmens wird die Anlage nahe dem Länderdreieck Frankreich-Luxemburg-Belgien über Kapazitäten für das Recycling von jährlich rund 50.000 Tonnen aufbereitetem PET-Abfall verfügen. In dem Komplex wird das von Carbios entwickelte Verfahren "C-Zyme" zur Depolymerisation von PET-Abfällen durch Enzyme zur Anwendung kommen. Gewonnen werden dadurch PTA- und MEG-Monomere für die Repolymerisation zu neuwertigem PET, das für verschiedene Anwendungen geeignet ist. Die Inbetriebnahme der Anlage ist 2026 vorgesehen. Carbios-CEO Emmanuel Ladent erklärte: "Bei Carbios haben wir mit dem Spatenstich für die weltweit erste PET-Biorecyclinganlage eine Vision Wirklichkeit werden lassen. Unsere revolutionäre enzymatische Depolymerisationstechnologie markiert den Beginn einer neuen Ära des Kunststoffrecyclings, weg von der Abhängigkeit von Erdöl hin zu einer Kreislaufwirtschaft, die von PET-Abfällen selbst gespeist wird." Die Anlage entsteht in direkter Nachbarschaft zu einem PET-Werk des thailändischen Kunststoffkonzerns Indorama Ventures Ltd. (IVL), der als Partner von Carbios direkt an dem Projekt beteiligt ist. Bei der Detailplanung und beim Projektmanagement kooperiert Carbios mit der belgischen De Smet Engineers & Contractors (DSEC). Zudem wurden bereits mehrere Lieferverträge für die Belieferung der Anlage mit den benötigten Rohstoffen abgeschlossen, u.a. mit dem französischen Recyclingverband Citeo und dem deutschen Entsorgungsunternehmen Landbell (siehe plasticker-News vom 06.03.2024). Laut Carbios ist dabei der Standort der Anlage in Grenznähe zu Belgien, Deutschland und Luxemburg für einen schnellen und einfachen Zugang zu Kunststoffabfällen von strategischer Bedeutung. Die erforderlichen Investitionen für den Bau der Recyclinganlage in Longlaville wurden Ende vergangenen Jahres mit insgesamt rund 230 Mio. EUR veranschlagt. Der aktuellen Aussendung zufolge erhält Carbios dabei vom französischen Staat und der Region Grand-Est für das Projekt Zuschüsse in Höhe von 54 Mio. EUR. Weitere Informationen: www.carbios.com |
Carbios, Frankreich
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