| 17.05.2006 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Einleitung Die Nachfrage nach chemischen Erzeugnissen verspricht in Ungarn mittelfristig real um 2 bis 3% schneller zu wachsen als das Bruttoinlandsprodukt (BIP). Für das BIP werden 2006 und im Folgejahr Zuwachsraten von real 4 bis 4,5% erwartet - dies gilt für die Region als niedrig. Deutschland ist wichtigstes Lieferland chemischer Erzeugnisse. Mittelfristig bieten sich gute Geschäftschancen vor allem für die deutschen Anbieter von Chemie-Spezialitäten wie technische Kunststoffe, Arzneimittel und bauabhängige Chemieerzeugnisse. Marktentwicklung/-bedarf Ungarn ist vor allem bei technischen Kunststoffen stark von Importen abhängig und wird dies aller Voraussicht nach auch bleiben. Bei chemischen Grundstoffen und Kunststoffen ohne Spezialitäten ist der Eigenproduktionsanteil dagegen besonders hoch, und die Branche zudem stark exportorientiert. Gut ein Drittel aller Industrieinvestitionen in Ungarn entfiel 2004/05 auf die chemische Industrie und die Raffinerien. Diese Quote dürfte künftig sinken. Die verarbeitende Industrie ist der größte Nachfrager nach Kunststoffen in Primärformen. Erhebungen des Ungarischen Kunststoffverbandes MMSZ ( http://www.mmsz.col.hu) zufolge, ist der wichtigste Abnehmer der kunststoffverarbeitenden Industrie der Verpackungsmittelsektor, auf den 2004 knapp 45% des Absatzes entfielen, gefolgt von der Bauwirtschaft (23%) sowie der Elektrotechnik- und Elektronikbranche (10%). Im letzten Jahrzehnt erzielte die Verpackungsindustrie ein Wachstum von rd. 10% p.a., das auch in den nächsten Jahren anhalten dürfte. Kunststoffverpackungen werden von rd. 500 Firmen hergestellt (Produktionswert 2005: annähernd 500 Mio. Euro p.a.). Deutsche Kunststofflieferanten sind gut im Markt positioniert - ihr Anteil an den ungarischen Gesamteinfuhren in dieser Produktkategorie beträgt mehr als ein Drittel. Die Importe (Kunststoffe in Primärformen) wuchsen 2005 um über 15% (jeweils auf Euro-Basis). Produktion/Branchenstruktur Der Auftragsbestand in der chemischen Industrie Ungarns brach 2005 ein und lag im Dezember um ein Viertel unter dem Niveau vor Jahresfrist. Gleichzeitig stieg die Produktion von Chemikalien und chemischen Erzeugnissen um 6,3% (ohne Raffinerieprodukte) sowie die von Kunststoff- und Gummierzeugnissen um 4,0%. Insgesamt legte die Industrieproduktion in Ungarn um 7,3% zu. Weiterführende Informationen |
bfai Bundesagentur für Außenwirtschaft, Köln
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