| 16.11.2022, 06:06 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der brasilianische Verpackungsmittelhersteller Packem plant gemeinsam mit dem indischen Branchenunternehmen Umasree Texplast die Produktion von sogenannten Bigbags aus recycelten PET-Materialien (rPET). Laut Pressemitteilung von Packem wurde dazu im September die Gründung eines Joint Ventures vereinbart, an dem die Brasilianer mit 51 Prozent und Umasree Texplast mit 49 Prozent beteiligt sind. Im Rahmen dieses JV soll ein neues Werk für rPET-Bigbags in Indien errichtet werden, laut Medienberichten ist dafür ein Standort bei Ahmedabad im nordwestlichen Bundesstaat Gujarat im Gespräch. Die erforderlichen Investitionen werden in der Aussendung mit rund 15 Mio. USD beziffert. Insgesamt wird durch dieses Projekt mit bis zu 700 neuen Arbeitsplätzen in Indien gerechnet. Packem-CEO Eduardo Santos Neto erklärte: "Diese neue Anlage in Asien wird Packem auf globale Märkte bringen, die bereits heute von Umasree mit PP-Säcken beliefert werden, insbesondere die USA, Kanada und Europa. Wir sind seit über zehn Jahren Geschäftspartner von Umasree, und dieses Vertrauensverhältnis hat das Joint Venture und die gemeinsame Investition möglich gemacht." Packem hatte erst vor Kurzem ihr erstes Werk für rPET-Bigbags in der Nähe ihres Stammsitzes in Aurora im brasilianischen Bundesstaat Santa Catarina eröffnet. Der Komplex wurde gemeinsam mit dem Düngemittelkonzern Yara entwickelt und soll zunächst eine Kapazität von 3,2 Mio. Bigbags im Jahr erreichen. Die Produktionsanlagen wurden vom österreichischen Branchenausrüster Starlinger geliefert, der auch das neue Werk in Indien ausrüsten wird. "Das Ziel von Packem ist die Entwicklung einer Kreislaufwirtschaft für Verpackungen in diesem Sektor. Es handelt sich dabei um das weltweit erste 100-prozentige Bag-to-Bag-Projekt, bei dem verwendete Bigbags recycelt werden, um sie erneut zu Bigbags zu verarbeiten. Wir werden die rPET-Bigbags zu 100 Prozent wiederverwenden, was unser Engagement für die Beseitigung von neuen Kunststoffen im Agrarsektor und in der Industrie unterstreicht", erläutert der CFO von Packem, Marcos Spitzner Filho, in der aktuellen Aussendung. Packem produziert bislang vor allem Bigbags aus Polypropylen (PP) und verfügt über sechs Produktionsstätten in den brasilianischen Bundesstaaten Santa Catarina, Minas Gerais und Rio Grande do Sul mit einer Gesamtkapazität von mehr als sechs Mio. Einheiten im Jahr. Umasree Texplast hat ihren Sitz in Ahmedabad und gehört nach eigenen Angaben zu den führenden Herstellern von FIBC (Flexible Intermediate Bulk Container) in Indien. Verarbeitet werden dabei bislang vor allem PP und BoPP, die Jahreskapazitäten des Unternehmens liegen bei etwa 3,5 Mio. Einheiten im Jahr. Weitere Informationen: site.packem.com.br, www.umasree.com, www.starlinger.com |
Packem + Umasree Texplast, Indien
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