| 25.01.2023, 14:12 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
|
|
Während der K 2022 nutzte das westfälische Unternehmen Gneuß die Gelegenheit, die neuen „Omni“-Recycling-Systeme in seinem Technikum vorzuführen (siehe auch plasticker-News vom 22.09.2022). Mehr als 150 Gäste aus aller Welt erlebten an zwei Tagen Vorführungen des neuen Gneuß-„Omniboost“-Recycling-Systems zur Verarbeitung von PET-Industriefaserabfällen (POY). Diese Faserabfälle hatten eine Restfeuchte von sechs Prozent und eine intrinsische Viskosität von 0,64 dl/g. Das Material wurde dem „Omniboost“-System mit einer Durchsatzrate von 150 kg/h zugeführt. Dank des Gneuß-Flüssigschmelzphase-IV-Boosters konnte die Viskosität den weiteren Unternehmensangaben zufolge erhöht werden. Innerhalb von Minuten wurde der IV demzufolge auf 0,66 erhöht, für eine IV-Erhöhung auf 0,84 sei eine Verweilzeit von weniger als eine halbe Stunde notwendig gewesen. Das „Omniboost“-Recyclingsystem ist für das Recycling von industriellen und Verbraucher-PET-Abfällen mit geringer Schüttdichte, wie beispielsweise Faserabfälle oder dünne Folien, konzipiert. Das Material wird ohne thermische Vorbehandlung in den Gneuß-3C-Rotary-Feeder eingespeist, der das Material zerkleinert, verdichtet und es direkt in die MRS-Extruderschnecke einspeist. Der MRS-Extruder basiert auf der konventionellen Einschneckentechnologie, ist aber mit einem Mehrschneckenbereich zur Entgasung ausgestattet. Die patentierte Verfahrenseinheit besteht aus einer vergrößerten Einzelschnecke mit einer Reihe von Satellitenschnecken, die sich entgegengesetzt zur Extrudertrommel drehen, wodurch eine sehr große Schmelzeoberfläche entsteht und ein sehr schneller Oberflächenaustausch gewährleistet ist. Dies soll eine beispiellose Entgasungsleistung in der Schmelzphase sicherstellen, mit minimaler Belastung des Materials. Post-Consumer-PET lasse sich so gemäß den Anforderungen für den Kontakt mit Lebensmitteln dekontaminieren, ohne dass eine thermische Vorbehandlung des Materials vor der Extrusion erforderlich sei. Nach dem Durchlaufen des Extruders wird die Polymerschmelze mit dem selbstreinigenden Gneuß-RSFgenius-Schmelzefiltrationssystem gefiltert. Dieses System stellt den Angaben zufolge sicher, dass auch bei hohen Verschmutzungen eine Feinfiltration ohne Druck- oder Strömungsstörungen und mit minimalen Polymerverlusten möglich sei. Noch in der Schmelzphase fließt das Polymer in den Gneuß-„Jump“-Reaktor, der den IV-Wert innerhalb von Minuten anhebt. Die Viskosität der Schmelze wird sowohl am Einlass als auch am Auslass des Reaktors gemessen. Die Viskosität wird durch die Regulierung des Vakuums, der Verweilzeit und der Oberflächenaustauschrate im Reaktorbehälter auf das gewünschte Niveau angehoben. Mit einer gesicherten, konstanten Ausgangsviskosität kann das Material noch in der Schmelzphase dem Produktionsprozess (z.B. Faserspinnen, Umreifungsbänder) zugeführt werden. Da sichergestellt werde, dass das Polymer vom Extruder bis zur letzten Verarbeitungsstufe in der Schmelzphase verbleibe, stelle das „Omniboost“-Recyclingverfahren eine schnelle und effiziente Methode zur Wiederaufbereitung von PET dar, bei der eine Viskositätserhöhung erforderlich sei. Weitere Informationen: www.gneuss.com |
Gneuss Kunststofftechnik GmbH, Bad Oeynhausen
» insgesamt 111 News über "Gneuss" im News-Archiv gefunden
» Eintrag im Anbieterverzeichnis "Maschinen und Anlagen"
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
Karl Hess GmbH & Co. KG: Vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet
PETValue Philippines: Nicht recycelbare Flaschenbestandteile als Brennstoff für die Zementproduktion
Arterex: Neuer ISO-Klasse-8-Reinraum erweitert Medizintechnikfertigung in Mexiko
Autoneum: Zwei neue Werke in China
Colines: Voll ausgestattete 9-Schicht-Gießfolienanlage für Kundentests verfügbar
BASF: Vorläufige Quartalszahlen übertreffen Erwartungen – Ergebnisausblick für 2026 angehoben
Meist gelesen, 10 Tage
Karl Hess GmbH & Co. KG: Vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet
BASF: Vorläufige Quartalszahlen übertreffen Erwartungen – Ergebnisausblick für 2026 angehoben
Autoneum: Zwei neue Werke in China
Wago: Björn Twiehaus ab September neuer CEO
RewinPlast: Neue Pilotanlage zur Aufbereitung schwer recycelbarer Kunststoffreste
Meist gelesen, 30 Tage
VBI Plastic: Vorläufiges Insolvenzverfahren angeordnet
Karl Hess GmbH & Co. KG: Vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet
Kebo: Zusammenschluss mit Plastisud
Bruchsaler Kunststoffe: Insolvenzantrag gestellt
Festo: Verlagerung der Spritzgussfertigung in die Türkei
Meist gelesen, 90 Tage
Durotherm: Übernahme durch swissplast group sichert Fortführung der Standorte Haiterbach und Lindlar
Dreher: Vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet
Grünstoff: Kunststoffrecycler mit strategischer Neuausrichtung
Evonik: Stellenabbau und Ausstieg aus dem Polyester-Geschäft angekündigt
Dann veräußern Sie diese kostenlos
in der Rohstoffbörse.
| Simulationsgestützte Bestimmung und Optimierung der Mischgüte in der Einschneckenextrusion
|