| 27.01.2023, 15:40 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Plastics Europe, der Verband der Kunststoffhersteller in Europa, und EuPC, der Verband der europäischen Kunststoffverarbeiter, geben kürzlich den Start des harmonisierten europäischen Zertifizierungssystems „Operation Clean Sweep“ (OCS) bekannt. Die Aufnahme dieses neuen Instruments in den OCS-Werkzeugkasten gilt als ein wichtiger Meilenstein für das OCS-Programm mit dem Ziel, Einträge von Kunststoffgranulaten in die Umwelt zu vermeiden. Der Eintrag von Kunststoffgranulaten in unsere Ökosysteme ist inakzeptabel. Doch noch immer kann er auf allen Stufen der Wertschöpfungskette auftreten – trotz der Anwendung umfassender Standardkontrollen in den Bereichen Umwelt, Sicherheit und Qualitätsmanagement. Deshalb wurde das Programm „Operation Clean Sweep“ entwickelt, welches Unternehmen bei der Bekämpfung von Pellet-Leckagen unterstützt, indem es wichtige Empfehlungen und Tools bereitstellt. Das erste europäische Zertifizierungssystem zur Vermeidung von Granulatverlusten, das ab Februar 2023 in Kraft tritt, soll „Operation Clean Sweep“ weiter stärken, indem es harmonisierte Prozesse und Verfahren zur Kontrolle und Dokumentation von Granulatverlusten in der gesamten Kunststofflieferkette schafft. Das System soll es allen derzeitigen OCS-Unterzeichnern und allen weiteren Unternehmen, die in der Lieferkette mit Granulat umgehen, ermöglichen, ihre Umsetzung der OCS-Verpflichtung zu bewerten und zu quantifizieren. Es wird gemeinsame Mindestanforderungen festlegen, die regelmäßig von akkreditierten Zertifizierungsstellen überprüft werden. Außerdem werden die zertifizierten Unternehmen in einem öffentlichen Online-Register aufgeführt, und es soll jährlich über die Entwicklung der Zertifizierung berichtet werden, einschließlich Schätzungen der Pelletverluste und Leistungsindikatoren. Hervé Millet, Direktor Klima und Produktion, Plastics Europe: "Die Einführung des OCS Europe Zertifizierungssystems ist ein wichtiger Schritt, um die Wirkung des ‚Operation Clean Sweep‘ Programms weiter zu verbessern und unsere Mitglieder und Wertschöpfungskette bei der Vermeidung von Pelletverlusten zu unterstützen. Die Kunststoffhersteller sind fest entschlossen, die Zertifizierung in ihren europäischen Werken einzuführen und ermutigen ihre Partner in der Wertschöpfungskette ebenfalls dazu." Geoffroy Tillieux, Technischer Direktor der European Plastics Converters: "Wir können das Problem der Granulatverluste jetzt mit einem praktischen Werkzeugkasten angehen. Bei der Vermeidung von Granulatverlusten geht es um einen kulturellen und organisatorischen Wandel. Nur mit transparenten Maßnahmen können die Unternehmen in den Bereichen Masterbatches, Compoundierung und Verarbeitung von Kunststoffen zeigen, wie sie konkret die Umweltverschmutzung verhindern." Das OCS Europe-Zertifizierungssystem wurde unter der Leitung und Aufsicht eines Beirats entwickelt, der sich aus Vertretern der Politik, Zertifizierungsstellen und Industrie zusammensetzt und dessen Empfehlungen durch eine öffentliche Konsultation ergänzt wurden. Die Umsetzung des Systems wird künftig weiter verfeinert, sodass der Eintrag von Kunststoffgranulaten in unsere Ökosysteme wirksam verringert wird. Die Kunststoffindustrie unterstützt das Ziel der Europäischen Kommission, Maßnahmen zur Verringerung der Freisetzung von Mikroplastik in die Umwelt zu entwickeln. In Bezug auf Pelletverluste können die Maßnahmen der Branche – einschließlich der Einführung des OCS Europe-Zertifizierungssystems – als Blaupause dienen. Um das Projekt zum Erfolg zu führen, gilt es laut Ingemar Bühler, Hauptgeschäftsführer Plastics Europe Deutschland, für die ganze Wertschöpfungskette an einem Strang zu ziehen: „Nur wenn wir als vereinte Wertschöpfungskette zusammenarbeiten, können wir die Verschmutzung durch Pellets bekämpfen. Deshalb rufen wir alle unsere Partner auf, sich dem OCS-Programm anzuschließen, zertifizieren zu lassen und so unser gemeinsames Ziel eines systemischen Wandels zu erreichen.“ Weitere Informationen zum Programm Das „Operation Clean Sweep“-Programm hat derzeit mehr als 1.800 Unterzeichner, darunter Unternehmen, Standorte und Verbände. Dazu gehören alle Plastics Europe-Mitglieder und eine Anzahl von Verarbeitern und Transporteuren. Die Regeln und Grundsätze des Zertifizierungsprogramms sowie die geltenden Anforderungen an die zu zertifizierenden Anlagen sind unter www.opcleansweep.eu zu finden, eine erste Liste der zugelassenen Zertifizierungsstellen soll im Februar 2023 abrufbar sein. Weitere Informationen: www.plasticseurope.org, www.plasticsconverters.eu |
PlasticsEurope Deutschland e.V., Frankfurt am Main + EuPC European Plastics Converters, Brüssel, Belgien
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