| 29.05.2024, 14:25 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die Debatte um eine Beschränkung oder ein Verbot von per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) hält an. Derzeit laufen unter anderem die sozioökonomischen Bewertungen eines möglichen PFAS-Verbots bei der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA). Während Umwelt- und Verbraucherschützer umfassende Beschränkungen von per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) fordern, warnen Industrieverbände und Unternehmen vor den weitreichenden Folgen, die Verbote für zahlreiche Anwendungsbereiche hätten. „Kein Windrad, kein Energiespeicher, kein E-Auto, keine Halbleiter. PFAS ist kein Thema allein der Chemie, sondern ein Anwendungsthema. Ohne PFAS lassen sich die Schlüsseltechnologien, die es zur klimaneutralen Transformation von Industrie und Gesellschaft braucht, weder produzieren noch betreiben. Damit wären die Umwelt- und Klimaschutzziele des EU-Green Deal nicht erreichbar“, sagt Dr. Michael Schlipf, Sprecher der Fluoropolymergroup im pro-K. Eine wichtige Untergruppe der PFAS sind die Fluorpolymere. Aufgrund ihrer unterschiedlichen chemischen Struktur und Eigenschaften sind sie als eigene Familie innerhalb der großen Gruppe der PFAS zu betrachten, da sie als gesundheitlich unbedenklich gelten und nach OECD-Kriterien als „Products of Low Concern“, also als sicher, eingestuft werden. Darüber hinaus sind Fluorpolymere in vielen lebensnotwendigen Anwendungen des täglichen Lebens nahezu unersetzlich. Gefährdung der europäischen Souveränität Für Fluorpolymere wie für Kunststoffe generell gilt: Recycling und Kreislaufführung sind ein wichtiger Beitrag zur Reduzierung von Polymeren in der Umwelt. „Durch den verantwortungsvollen Einsatz von PFAS und deren sachgerechtes Recycling ist die europäische Industrie bei kritischen Produkten nicht von Importen abhängig. Bereits heute gibt es für Fluorpolymere ein chemisches Verfahren, das durch Upcycling den Produktkreislauf schließen kann“, sagt Dr. Michael Schlipf. Das sei weltweit einzigartig und in anderen europäischen Regionen hoch skalierbar. Umso wichtiger sei es, die Produktion und das Recycling von Fluorpolymeren in der EU zu sichern. Was ein Verbot von PFAS für die Herstellung und Verarbeitung von Fluorpolymeren bedeute, zeige die geplante Schließung des Dyneon-Werks im Chemiepark Gendorf. „Der auf dem Tisch liegende Vorschlag, Dyneon vom PFAS-Hersteller zum PFAS-Recycler weiterzuentwickeln, spielt eine entscheidende Rolle, um die Souveränität der europäischen Industrie zu sichern und den Green Deal zu erreichen“, so Dr. Schlipf. Weißbuch veröffentlicht Die gesamte Chemikaliengruppe der PFAS umfasst mehr als 14.000 Substanzen, von denen nur 38 zu den Fluorpolymeren zählen. Um auf deren Bedeutung für die Industrie und ihren Beitrag zur Klimaneutralität hinzuweisen, hat die Fluorpolymergruppe des pro-K ein White Paper mit den wichtigsten Informationen zum Beschränkungsverfahren der ECHA für PFAS und Fluorpolymere veröffentlicht. Dateianhang zur Meldung: Weitere Informationen: www.pro-kunststoff.de |
pro-K Industrieverband langlebige Kunststoffprodukte und Mehrwegsysteme e.V., Frankfurt
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