| 13.10.2014, 06:55 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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![]() Nur sechs Monate nach dem Startschuss wurden im Compoundiertechnikum von CompraXX erste Compounds erfolgreich gefahren. Die beiden Compoundierlinien sind mit einem 43 mm-Doppelschneckenextruder mit einer variablen Länge zwischen 32 und 52 D ausgerüstet. Außerdem verfügen diese über bis zu neun Entgasungsmöglichkeiten, Anschlüsse für drei Seitenbeschickungen, zwei Seitenentlüftungen, drei Vakuumseitenentgasungen und bis zu vier Injektionsanschlüsse für Flüssigdosierungen. Nicht nur die Kernkomponenten der beiden Compoundierlinien sind variabel, alle Up- und Downstream-Komponenten sind ebenfalls auf ein hohes Maß an Flexibilität und Variabilität ausgelegt. Hierzu gehören unterschiedlich große, autark arbeitende Waagen und verschiedene Mischer genauso wie pneumatische Fördersysteme, staubdicht arbeitende, an Extruder und Waagen andockbare Container sowie wahlweise eine Unterwasser- und eine Stranggranulieranlage. Eine Anlagensteuerung, in die flexibel die benötigten Komponenten integriert werden können, sorgt für die Überwachung, Regelung und Speicherung aller relevanten Parameter. Die Flexibilität seiner Compoundieranlagen war dem Geschäftsführer Maik Weber aus zwei Gründen besonders wichtig: „Erstens möchte ich als Handelsvertreter von Compoundingkomponenten meinen Kunden die vielfältigen Möglichkeiten aller Anlagenteile unter Produktionsbedingungen zeigen, und zweitens möchte ich nicht nur jede kundenindividuelle Rezeptur verarbeiten, sondern auch ganz neue Wege in der Forschung und Entwicklung von Compounds beschreiten können.“ Mit seinen Anlagen sieht er sich für innovative Themen wie Tandem-Compoundierung, Faserverarbeitung und Upcycling von Rezyklaten bestens gerüstet. „Wir sind meines Wissens das einzige Unternehmen, das mit der Kombination aus einem Infrarot-Drehrohr zur Materialtrocknung, einem besonders schonend arbeitenden Doppelschneckenextruder mit multiplen Entgasungsmöglichkeiten zum Molekulargewichtsaufbau und zur Dekontamination sowie einer Unterwassergranulieranlage mit CrystallCut-Technologie zur Herstellung eines hochkristallinen Granulats arbeitet. So können wir selbst sehr feuchte Polyester-Reststoffe aufbereiten.“ Große Rezepturvielfalt auf flexiblen Compoundinglinien Schon die ersten Projekte hätten es bestätigt: Mit den flexiblen Compoundieranlagen können demnach sehr unterschiedliche Materialkombinationen gefahren werden. Beispielhaft wird hier ein besonders klebriges PP-Compound erwähnt, welches durch die spezielle Wasserführung in der Stranggranulierwanne problemlos granuliert wurde. Ein PC/ABS-Compound konnte dank der Dosierung des pulverförmigen ABS über das Containersystem ohne Kontamination der Umgebung verarbeitet werden. Gleiches galt für die Herstellung von mit 60 Prozent Glasfasern oder Glaskugeln verstärkter POM- und PA-Compounds. Hier wurden die Fasern/Kugeln über Container auf den Seitenbeschickungen direkt in die Schmelze geleitet. In Kürze sollen auch umfangreiche kunststofftechnische Prüf- und Testmöglichkeiten in Sandersdorf-Brehna zur Verfügung stehen, so dass zusätzlich zu den Produktionsversuchen die unmittelbare Überprüfung der Materialqualität möglich ist. Weber ist sicher: „Die Kombination aus Technikumsanlagen und Labor eröffnet uns weitere Möglichkeiten in der Forschung und Entwicklung individueller Kundenrezepturen.“ |
CompraXX GmbH, Sandersdorf-Brehna
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