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21.05.2015, 06:04 Uhr | Lesedauer: ca. 5 Minuten Optionen:       

EPRO: „Best Recycled Plastic Product 2015“ ausgezeichnet - Erster Platz für modularen Stuhl HÅG Capisco

Der erster Platz ging an den modularen Stuhl HÅG Capisco, der aus recycelten Materialien besteht und so konstruiert wurde, dass er sich ohne spezielle Werkzeuge leicht in seine Einzelteile zerlegen lässt. HÅG ist eine Marke von „Scandinavian Business Seating“.
Der erster Platz ging an den modularen Stuhl HÅG Capisco, der aus recycelten Materialien besteht und so konstruiert wurde, dass er sich ohne spezielle Werkzeuge leicht in seine Einzelteile zerlegen lässt. HÅG ist eine Marke von „Scandinavian Business Seating“.
Der HÅG Capisco Bürostuhl von Scandinavian Business Seating (www.sbseating.com) aus Oslo in Norwegen gewann den ersten Platz beim Wettbewerb "Best Recycled Product 2015" (Bestes recyceltes Produkt 2015), der von der EPRO (European Association of Plastics Recycling and Recovery Organisations) in Zusammenarbeit mit den Organisationen PlasticsEurope, PRE, EUPC und ACR+ veranstaltet wird.

Der zweite Platz ging an die „RPT“-Gleisschwellen des deutschen Unternehmens PAV GmbH & Co KG (www.pav-recyclate.de). Dieses neue und nachhaltige Produkt besteht zu 65 - 85 % aus HDPE und zu 15 - 35 % aus Glasfaser.

Der zweite Platz ging an die Railway Plastic Tie („RPT“) von der PAV GmbH & Co KG, die zu 65 - 85 % aus HDPE und zu 15 - 35 % aus Glasfaser besteht – (Bild: PAV).
Der zweite Platz ging an die Railway Plastic Tie („RPT“) von der PAV GmbH & Co KG, die zu 65 - 85 % aus HDPE und zu 15 - 35 % aus Glasfaser besteht – (Bild: PAV).
Den dritten Platz belegte der Eco Potagator von ashortwalk Ltd. (www.ashortwalk.com) aus Großbritannien, ein ökologischer und dekorativer Pflanztopf, der aus alten Verpackungen hergestellt wird.

Der Eco Potagator von ashortwalk, der zu 100 % aus recycelten Joghurtbechern und CD-Hüllen besteht, belegte den dritten Platz beim Wettbewerb "Best Recycled Product 2015" (Bestes recyceltes Produkt 2015) – (Bild: ashortwalk).
Der Eco Potagator von ashortwalk, der zu 100 % aus recycelten Joghurtbechern und CD-Hüllen besteht, belegte den dritten Platz beim Wettbewerb "Best Recycled Product 2015" (Bestes recyceltes Produkt 2015) – (Bild: ashortwalk).
2009 lud die EPRO erstmals Hersteller von Produkten aus recycelten Kunststoffen zur Teilnahme an diesem jährlichen Wettbewerb ein. Seitdem ist das vorrangige Ziel dieses Wettbewerbs, das Bewusstsein für den Nutzen und die Vielseitigkeit von gebrauchten Kunststoffen aus Endverbraucher- oder Industrieabfällen zu stärken, die Möglichkeiten zur Wiederverwertung dieses Materials zu fördern und es statt als Müll wahrzunehmen als wertvolle Ressource zu würdigen. Bisher haben an diesem Wettbewerb fast 180 Beiträge aus 25 Ländern teilgenommen und der Anwendungsbereich für recycelte Kunststoffe hat sich erheblich erweitert (www.bestproduct.epro-plasticsrecycling.org). 2015 erhielten die Gewinner zum ersten Mal zusätzliche Medienaufmerksamkeit in Form von bezahlter Berichterstattung in Branchenzeitschriften (5.000 €), die von Corepla, einem italienischen Mitglied der EPRO, gesponsert wurde.

Laura Fouilland, Umweltberaterin, und Atle Thiis-Messel, Vice President für den Bereich Umwelt bei Scandinavian Business Seating AS.
Laura Fouilland, Umweltberaterin, und Atle Thiis-Messel, Vice President für den Bereich Umwelt bei Scandinavian Business Seating AS.
Der HÅG Capisco Bürostuhl wurde auf dem Identiplast Congress in Rom am 29. April 2015 zum Gewinner dieser Auszeichnung gekürt. Atle Thiis-Messel von Scandinavian Business Seating meint dazu: "Der HÅG Capisco steht für das unverwechselbare Design unseres Unternehmens. Er ist das wichtigste Produkt in unserem Portfolio und mit einem Absatz von 46.000 Stühlen/Jahr auch unser Bestseller. Der HÅG Capisco ist der erste Bürostuhl, der das Umweltzeichen "Nordischer Schwan" tragen darf. Der HÅG Capisco besteht zu 50 % aus recycelten Materialien - Stahl, Aluminium und Kunststoffen. Die Kunststoffteile werden aus 100 % recyceltem PP (68 % aus Endverbraucherabfällen und 32 % aus Industrieabfällen) hergestellt. Die Aluminiumteile werden aus 90 - 100 % recyceltem Material gefertigt. Der HÅG Capisco wurde auf einfache Zerlegbarkeit ausgelegt und kann ohne spezielle Werkzeuge in wenigen Minuten auseinandergebaut werden. Das erleichtert die Trennung der verschiedenen Materialien für das Recycling. Darüber hinaus weist der HÅG Capisco eine niedrige Kohlenstoffbilanz von nur 45 kg CO2-Äq. auf. Die von uns durchgeführte Lebenszyklusanalyse deckt die gesamte Wertschöpfungskette des Produkts ab, von der Rohstoffgewinnung über die Verarbeitung, den Transport und die Produktion bis hin zur Nutzung und Entsorgung. Außerdem enthält der Bürostuhl keine umwelt- oder gesundheitsschädlichen Chemikalien. Es wurden keine Klebstoffe verwendet und wir haben uns entschieden, die Metallteile mit einem umweltfreundlichen Polyester-Pulverlack zu beschichten."

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EPROS Co-Vorsitzender Franics Huysman erläutert die Idee hinter dem Wettbewerb "Best Recycled Product": "Verpackungsdesign aus Kunststoff, verbesserte Sammelsysteme, Fortschritte in der Sortiertechnik in Verbindung mit einer größeren Bandbreite an Wiederaufbereitungsmöglichkeiten und -anwendungen bedeuten, dass heute immer weniger Kunststoffe auf Deponien gelagert werden müssen. EPRO glaubt, dass einer der wichtigsten Wege zu verstärktem Recycling die Schaffung eines Bewusstseins für aus Kunststoff-Rezyklaten hergestellte Produkte und damit die Förderung der Nutzung von Recyclingstoffen und des Kunststoffzyklus ist. Dieser Wettbewerb bietet der Industrie darüber hinaus die Gelegenheit, ihr Engagement zu demonstrieren und sich im Bereich der unternehmerischen Sozialverantwortung zu betätigen, während Verbraucher die Reichweite ihres umweltfreundlichen Handelns besser verstehen lernen. Der HÅG Capisco Stuhl ist - neben der Tatsache, dass er aus recycelten Materialien besteht - ein gutes Beispiel für das Produkt einer Kreislaufwirtschaft. Der modulare Aufbau ermöglicht es, lediglich die verschlissenen Teile auszutauschen. Auch die Verkaufszahlen von 46.000 Stühlen pro Jahr belegen, dass es sich um ein wirtschaftlich tragfähiges Geschäftsmodell handelt.

Offensichtlich haben auch die Teilnehmer der Identiplast die Bedeutung eines modularen Produkts aus Rezyklaten erkannt, da dieser Stuhl von der großen Mehrheit der Teilnehmer gewählt wurde."

Alle 22 Beiträge des Wettbewerbs haben eine Reihe unterschiedlicher Anwendungen aufgezeigt: von verschiedenen innovativen Verpackungsarten über schöne und praktische Konsumgüter bis hin zu funktionalen Industrieprodukten, die in großen Mengen benötigt werden. Auch eine breite Palette an Kunststoffen war vertreten. Vor der Identiplast hatte ein Gremium bestehend aus Vertretern von EPRO, PlasticsEurope, PRE, EUPC und ACR+ aus ganz Europa die Beiträge bewertet und drei Teilnehmer zur Endausscheidung in Rom zugelassen, wo die finale Platzierung 1 - 3 vom Publikum gewählt wurde.

  • PlasticsEurope vertritt die Interessen der Kunststoff verarbeitenden Industrie in Westeuropa auf europäischer Ebene und fördert den Nutzen von Kunststoffen in allen Aspekten des Lebens.

  • PRE steht für „Plastics Recyclers Europe“ und vertritt nationale Verbände sowie einzelne Mitgliedsunternehmen, die 80 % der europäischen Kunststoffrecycling-Industrie ausmachen.

  • EuPC, European Plastics Converters, ist ein europäischer Verband mit Sitz in Brüssel, der europäische Kunststoffverarbeiter vertritt.

  • ACR+, die Gesellschaft von Städten und Regionen für Recycling und nachhaltiges Ressourcenmanagement, ist ein internationales Netzwerk aus Städten und Regionen, welche das gemeinsame Ziel haben, die intelligente Nutzung von Ressourcen und nachhaltiges Abfallmanagement durch Ressourcenprävention, Wiederverwendung und Recycling zu fördern.

  • EPRO, die European Association of Plastics Recycling and Recovery Organisations (www.epro-plasticsrecycling.org), ist eine Pan-Europäische Partnerschaft spezialisierter Organisationen, die effiziente Lösungen für einen nachhaltigen Umgang mit Kunststoffabfälle entwickeln. Die Mitglieder der EPRO arbeiten daran, die nationalen Möglichkeiten durch internationale Kooperationen zu optimieren: durch das Studium erfolgreicher Lösungswege sowie die Bewertung unterschiedlicher Lösungen und einschränkender Randbedingungen. Derzeit vereint die EPRO unter ihrem Dach 19 Organisationen aus 14 europäischen Ländern, Südafrika und Kanada.

  • RIGK GmbH ist seit 2006 Mitglied der EPRO, wo sie unter der Leitung von Jan Bauer den Arbeitskreis für das Recycling von Kunststoffabfällen aus der Landwirtschaft gegründet hat. RIGK organisiert als zertifiziertes Fachunternehmen für Zeichennutzer (Abfüller, Vertreiber, Händler und Importeure) die Rücknahme gebrauchter, restentleerter Verpackungen von deren deutschen Kunden und führt sie einer sicheren und nachhaltigen Verwertung zu.

Über den Wettbewerb „Best Recycled Plastic Product“
Im Jahr 2009 hatte EPRO erstmals Hersteller von Produkten aus recyceltem Kunststoff zur Teilnahme an dem seither jährlich stattfindenden Wettbewerb „Best Recycled Plastic Product“ eingeladen. Bis heute wurden knapp 180 Beiträge aus 25 Ländern eingereicht, die zeigen, wie das Anwendungsspektrum für Kunststoff-Rezyklate wächst.

Weitere Informationen: www.epro-plasticsrecycling.org

EPRO - European Association of Plastics Recycling and Recovery Organisations, Wemmel, Brüssel, Belgien

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