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30.09.2016, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten    

Lehmann&Voss: Additive Manufacturing – Kooperation zur Entwicklung des neuen 3D-Druck-Verfahrens „ThermoMELT“

Prinzip ThermoMELT-Verfahren - (Bild: Lehmann&Voss&Co.).
Prinzip ThermoMELT-Verfahren - (Bild: Lehmann&Voss&Co.).
Die Airbus Innovation Group hat gemeinsam mit dem Lasersinterspezialisten LSS Laser-Sinter Service und dem Materialhersteller Lehmann&Voss&Co. (Marke "Luvosint") eine Kooperation gestartet, um das ThermoMELT-Verfahren samt Hochleistungswerkstoffen zur Marktreife zu entwickeln. Der Lasersinterdienstleister Rauch CNC Manufacturing, erfahren im Lasersintern von Hochtemperaturpolymeren, begleitet die Entwicklung und wird erster Anwender der Technologie werden.

Das gemeinsame Entwicklungsprojekt soll den wirtschaftlichen Einsatz von Hochleistungskunststoffe für die additive Fertigung ermöglichen. Auf der K 2016 gibt Lehmann&Voss&Co. erste Einblicke in das ThermoMELT-Verfahren.

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PAEK-Bauteil mit Support-Strukturen, gedruckt im ThermoMELT-Verfahren - (Bild: Airbus Group Innovations).
PAEK-Bauteil mit Support-Strukturen, gedruckt im ThermoMELT-Verfahren - (Bild: Airbus Group Innovations).
Das Lasersintern von Hochleistungspolymeren wie PPS und PAEK gilt immer noch als eine technische Herausforderung. Heutige kommerzielle Lösungen benötigen aufgrund der hohen Schmelztemperaturen spezielle Lasersintermaschinen. Während des Baujobs sind die Polymerpulver über lange Zeit sehr hohen Temperaturen ausgesetzt. Dies führt zu starker Alterung der Werkstoffe und verhindert ein wirtschaftliches Pulverrecycling. Es ist aber nicht nur das Pulver, die gedruckten Bauteile leiden ebenso unter der starken Wärmeeinwirkung. Letztendlich ist es also allein die hohe Temperatur, die das Lasersintern von Hochleistungspolymeren heute so kostenintensiv ausfallen lässt. Um Hochleistungspolymere für die industrielle additive Fertigung zu erschließen, muss das Lasersintern bei niedrigen Bauraumtemperaturen erfolgen – das "ThermoMELT"-Verfahren bietet sich hierzu als Lösung an.

Das ThermoMELT-Verfahren ermöglicht den Angaben zufolge das Lasersintern von Hochleistungspolymeren auf konventionellen, bereits im Markt verfügbaren Lasersintermaschinen, die dazu nur leicht modifiziert werden müssen. Die erforderlichen Modifizierungen - entwickelt von LSS - umfassen demnach eine verbesserte Temperatur- und Laserenergiesteuerung. ThermoMELT soll signifikant thermische Alterungseffekte während des Bauprozesses reduzieren, die Pulverrecyclingfähigkeit erhöhen und die Fertigungskosten im Vergleich zu klassischen Lasersinterverfahren reduzieren. Es seien bereits umfangreiche Parameterstudien durchgeführt worden. Bisherige Ergebnisse hätten im Vergleich zu konventionellen Lösungen signifikant verbesserte Bauteileigenschaften gezeigt.

Weitere Informationen:
www.lehvoss.de, www.luvosint.de, www.luvocom.de

K 2016, 19.–26.10.2016, Düsseldorf, Halle 8a, Stand G33

Lehmann&Voss&Co. KG, Hamburg

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