| 18.08.2017, 12:10 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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![]() Deponie-Sickerwasserrohre sollen ihre Funktion über einen Zeitraum von mindestens 100 Jahren erfüllen. Um den derzeitigen Zustand der Rohre zu bewerten und Restnutzungsdauern abzuschätzen, wurden die Spannungsrissbeständigkeit und die thermo-oxidative Beständigkeit der ausgebauten Deponierohre sowie neuer Referenzrohre aktueller Qualität ermittelt. In enger Zusammenarbeit mit der TÜV Rheinland LGA Bautechnik GmbH, Nürnberg, welche die statischen Berechnungen durchgeführt hat, konnten (Mindest-)Nutzungsdauern vorhergesagt werden. Die Nutzungsdauer hängt von der Betriebstemperatur in der Deponie, der Bettung und der Geometrie der Rohre, der Last durch die Überhöhung sowie von der Deponieart ab. Überprüft wurde auch, ob die Materialanforderungen, die in aktuellen Normen und Richtlinien festgelegt sind, bezüglich Spannungsrissbeständigkeit und Oxidationsstabilität eine Mindestnutzungsdauer von 100 Jahren gewährleisten. Die Untersuchungen ergaben, dass in den meisten Fällen auch ältere PE-Rohre, an die noch keine gesonderten Anforderungen hinsichtlich Spannungsrissbeständigkeit und Oxidationsstabilität gestellt wurden, eine Nutzungsdauer von 100 Jahren erreichen. Dies gilt für moderate Deponie-Betriebstemperaturen im Bereich von unter 40 °C. Das Projekt wurde durch das Bayerische Landesamt für Umwelt in Auftrag gegeben und fachlich begleitet. Die Finanzierung erfolgte durch das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz. Weitere Informationen: |
SKZ - Das Kunststoff-Zentrum, Würzburg
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