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12.09.2019, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 4 Minuten Optionen:       

Starlinger: Nachhaltigkeitskonzept für Big-Bags aus Polypropylen-Gewebe im Fokus - Hausmesse in Weissenbach

Circular Packaging: ein Starlinger rPP-Big-Bag - (Bilder: Starlinger).
Circular Packaging: ein Starlinger rPP-Big-Bag - (Bilder: Starlinger).
Auf der K 2019 präsentiert Starlinger ein Kreislauf-System für Big-Bags aus Polypropylen-Gewebe. Das nachhaltige Konzept „Circular Packaging“ steht im Mittelpunkt des Starlinger-Messeauftritts auf der K 2019 sowie auf der Hausmesse in Weissenbach, Österreich.

Damit aus Big-Bags wieder Big-Bags werden, hat die österreichische Starlinger & Co. GmbH das Konzept „Circular Packaging“ für Big-Bags aus Polypropylen-Gewebe entwickelt. Als Berater fungierte der angesehene FIBC-Experte Dr. Amir Samadijavan. Das nachhaltige Konzept wird auf der K 2019 präsentiert; in Aktion zu sehen ist die Technologie auf der Starlinger-Hausmesse in Weissenbach, Österreich.

Circular Packaging
Mit „Circular Packaging“ bietet Starlinger ein Konzept für einen geschlossenen Kreislauf für Big-Bags, der beim Polypropylen-Granulat beginnt und über die Schritte Herstellung, Verwendung, Rücknahme und Recycling zurück zum Polypropylen-Regranulat (rPP) führt. Ein geschlossener Kreislauf hat den Vorteil, dass innerhalb eines Qualitätssicherungssystems produziert wird und die verwendeten Materialien in einem sogenannten „Material Passport“ dokumentiert werden. In Kooperation mit den Big-Bag-Produzenten Louis Blockx und LC Packaging hat Starlinger diesen Kreislauf simuliert und aus Gewebe mit hohem rPP-Anteil neue BigBags hergestellt. Wie der Maschinenbauer weiter mitteilt, sind auf der K 2019 Muster verfügbar und belegen demnach, dass Starlinger rPP-Big-Bags in Bezug auf Festigkeit, Gewicht und Sicherheitsfaktor die gleiche Qualität wie Big-Bags aus reiner Neuware aufweisen.

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Kreislaufwirtschaft für Big-Bags
BigBags werden nach ihrer Verwendung an den Abfüller zurückgesandt; so wird gewährleistet, dass sie sich in ihrer Zusammensetzung ähneln und einen möglichst niedrigen Verschmutzungsgrad aufweisen, da sie gar nicht erst in den Post-Consumer-Strom gelangen. Beim FIBC-Hersteller werden die gebrauchten Big-Bags zerkleinert, gewaschen und auf einer Starlinger recoSTAR dynamic zu rPP verarbeitet, das dann als Sekundärrohstoff für die Produktion neuer Big-Bags zur Verfügung steht. Dies spart nicht nur Kosten für Rohmaterial, sondern senkt auch den CO2-Fußabdruck der Schüttgut-Verpackung.

„Wir haben dieses Konzept entwickelt, weil wir eine Kreislaufwirtschaft für Polypropylen-Gewebe etablieren möchten, bei der das recycelte Material auch wieder zu Gewebe verarbeitet wird – ganz ohne Downcycling“, betont Starlinger-Verkaufsleiter Hermann Adrigan. „Dies gelingt nur dann, wenn die Verpackung bereits im Hinblick auf ihre Recyclingfähigkeit gestaltet wird (Design for Recycling) und sämtliche Prozessschritte perfekt aufeinander abgestimmt sind.“ So wird etwa bei „Circular Packaging“ auf Nähte aus Polyester-Multifilamentgarn verzichtet.

Kunststoffgewebe aus rPET-Flakes
Bereits auf der letzten K-Messe ließ Starlinger mit einem nachhaltigen Konzept aufhorchen: die Herstellung von Bändchengewebe aus bis zu 100 Prozent rPET-Flakes. In Europa und Asien seien dieses Jahr die ersten Projekte installiert worden, die mit Hilfe dieser Technologie Big-Bags aus recyceltem PET fertigen.

„Da wir uns seit Jahrzehnten intensiv mit dem Recycling und der Wiederaufbereitung von Kunststoffen beschäftigen, ist Kreislaufwirtschaft für Starlinger ein extrem wichtiges und naheliegendes Thema“, so Hermann Adrigan. „Nun haben wir unser umfangreiches Know-how genutzt, um unseren Kunden im FIBC-Bereich auch für Polypropylen-Gewebe eine nachhaltige Lösung vorzustellen.“ Der CO2-Fußabdruck von flexiblen Big-Bags sei bereits jetzt deutlich niedriger als jener von starren FIBC-Behältern wie Fässern oder Oktabins, da sie ein geringeres Gewicht aufweisen und platzsparend transportiert werden können.

Starlinger-Recyclinganlage recoSTAR PET iV+.
Starlinger-Recyclinganlage recoSTAR PET iV+.
Neues Leben für PET-Flaschen
Ein Schwerpunkt von Starlinger recycling technology sind Recycling-Lösungen, die PET-Flaschen zu neuem Leben verhelfen. Im Sinne einer Kreislaufwirtschaft werden aus Flaschen wieder Flaschen: dies gelingt mit der Starlinger „recoSTAR PET iV+“- Technologie. Die Anlagen erfüllen die strengen Kriterien verschiedener nationaler und internationaler Behörden (z.B. EFSA, FDA) in Bezug auf Lebensmittelkontakt sowie die Qualitätsanforderungen namhafter Markeninhaber. Große Nachfrage herrscht den Angaben nach auch im Flasche-zu-Faser-Recycling, das aus gebrauchten PET-Flaschen Textilien etwa zur Herstellung von Sportbekleidung herstellt. Hier bietet Starlinger die gesamte Recycling-Technologie aus einer Hand, von Anlagen für die Festphasen-Polykondensation (zur Erhöhung der intrinsischen Viskosität bei der Mischung von Flakes mit Fasern) bis hin zu einem kontinuierlichen Polymerfilter für feinste Filtration bis hinunter auf 15 µm.

Aufbauend auf dem Konzept „Circular Packaging“ präsentiert Starlinger auf den beiden K-Messeständen Technologie zum Anfassen: eine Bändchenextrusionsanlage starEX 1600 X in Halle 16, Stand B47, sowie eine recoSTAR dynamic 85 C-VAC inklusive „Smart-Feeder“ und C-VAC Hochleistungsentgasung für das Recycling von Post-Consumer-Abfällen in Halle 9, Stand D22.

K 2019, 16.-23.10.2019, Düsseldorf
Starlinger textile packaging und Starlinger viscotec: Halle 16, Stand B47
Starlinger recycling technology: Halle 9, Stand D22

Starlinger-Hausmesse
14.-16. und 21.-25. Oktober 2019, Weissenbach/Triesting, Österreich

Weitere Informationen: www.starlinger.com, www.recycling.starlinger.com

Starlinger & Co. GmbH, Wien, Österreich

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