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02.12.2019, 15:20 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten Optionen:       

Hübner: Verkauf des Automotive-Bereichs an Gotec - Stärkerer Fokus auf das Bus- und Bahngeschäft

Der Mobilitätszulieferer Hübner trennt sich zum 01. April 2020 vom Marktsegment Automotive. Verkauft wird das Geschäft mit Kunststoffspritzgusskomponenten an den Automobilzulieferer Gotec Gorschlüter GmbH aus Wülfrath bei Wuppertal, einem weltweit tätigen Spezialisten für die Beschichtung mit Gummi-Metall-Haftvermittlern. Das gaben beide Unternehmen heute in Kassel bekannt.

Der Bereich, der nun übergeben wird, umfasst unter anderem die Produktion von Karosseriebauteilen, Schlüsselgehäusen, Tastenfeldern und Fahrpedalen. Hübner war im Automotive-Segment vor allem in der Auftragsfertigung tätig. Das Umsatzvolumen liegt im einstelligen Millionenbereich.

Mit dem Verkauf will die Unternehmensgruppe aus Kassel ihren Geschäftsbereich Material Solutions weiter neu ausrichten. „Mit technisch hochwertigen Lösungen aus Kunststoffen, Composite-Werkstoffen und Elastomeren wie Kautschuk und Silikonen sowie der zunehmenden Bedeutung von Sensorik werden wir uns weiter verstärkt auf innovative, anspruchsvolle und wachstumsstarke Branchen und Märkte konzentrieren“, erklärt Hübner-Geschäftsführer Ingolf Cedra den Hintergrund der Transaktion.

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Ein wichtiges Ziel sei es vor allem, die führende Marktposition im Bereich Türsicherheits- und Türdichtsysteme für den öffentlichen Mobilitätsbereich weiter zu stärken – unter anderem liefert Hübner weltweit Fingerschutzprofile mit eingebetteten Sensoren an Bus- und Schienenfahrzeughersteller. Cedra: „Aber auch die Öl- und Gasindustrie, die Luftfahrtbranche und der Gesundheitsbereich sind für Hübner Material Solutions von zunehmender Bedeutung.“

Oberstes Ziel beim Verkauf des Automotive-Geschäfts sei die sichere Versorgung der Kunden gewesen: „Wir freuen uns, in Gotec einen so verlässlichen und starken Vertragspartner gefunden zu haben, der die Belieferung unserer Kunden lückenlos gewährleisten kann“, so der Hübner-Geschäftsführer. „Mit dem Zukauf wird unsere Produktpalette sinnvoll ergänzt, und wir sind zukünftig ein noch stärkerer Partner der Automotive-Industrie“, betont Gotec-Geschäftsführer Lars Gorschlüter. „Wir freuen uns, dass die bisherigen Hübner-Kunden künftig uns das Vertrauen schenken.“

„Gotec wird durch unsere Mitarbeiter von Januar an gründlich geschult“, verspricht Hübner-Geschäftsführer Cedra. Außerdem werde das Unternehmen Gotec als Partner darüber hinaus noch bis 30. Juni 2020 beratend zur Seite stehen. So soll mit sämtlichen Anlagen, Beständen und Vorräten auch das Know-how der Automotive-Sparte an Gotec übergehen. Das Unternehmen bleibt zudem mit der Produktion zunächst in Kassel und mietet sich im Hübner-Werk Bettenhausen ein. Der Mietvertrag läuft bis Mitte 2021.

Der Geschäftsbereich Hübner Material Solutions
Der Verkauf des Automotiv-Geschäftes ist den weiteren Angaben zufolge für die Hübner-Mitarbeiter nicht mit einer Kündigung verbunden. „Wir brauchen unsere Mitarbeiter für die anderen Geschäftsbereiche, die derzeit stark wachsen“, betont Cedra. „Alle festangestellten Mitarbeiter haben ausdrücklich die Option, bei Hübner zu bleiben.“ Hübner versteht sich unter anderem als Weltmarktführer für Übergangssysteme für Busse und Schienenfahrzeuge.

Schon mit der Übernahme der GWU-Gruppe mit rund 500 Mitarbeitern zu Beginn des Jahres hat Hübner die Neuausrichtung des Geschäftsbereichs Material Solutions eingeläutet. „Der neu aufgestellte Bereich Material Solutions soll maßgeblich zum Erfolg der gesamten Hübner-Gruppe beitragen. Dafür werden wir unser Profil weiter schärfen, die Märkte, auf denen wir tätig werden, noch intensiver bearbeiten und mit gleichbleibend hoher Qualität beliefern“, verspricht Cedra. Aktuell arbeiten in der Sparte mehr als 1.000 Mitarbeiter an 13 Standorten rund um den Globus.

Weitere Informationen: www.hubner-group.com, www.gotec-group.com

Hübner GmbH & Co. KG, Kassel + Gotec Gorschlüter GmbH, Wülfrath

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