| 19.05.2022, 09:45 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der brasilianische Kunststoffkonzern Braskem hat mit der in den Niederlanden ansässigen Terra Circular Industries die Gründung eines Joint Ventures vereinbart. Laut Pressemitteilung von Braskem erlangt die Konzerntochter Braskem Netherlands nach der Erfüllung einer Reihe nicht näher erläuterter Bedingungen die Kontrolle über das JV. Damit übernehmen die Brasilianer auch das Recyclingunternehmen ER Plastics, das von Terra Circular in das JV eingebracht wird. Zum finanziellen Volumen und zu weiteren Details der entsprechenden Transaktionen liegen allerdings keine Angaben vor. ER Plastics verfügt im Süden der Niederlande über Kapazitäten für das mechanische Recycling von jährlich bis zu 23.000 Tonnen Kunststoffabfall, wo bei vor allem Abfälle aus Polyethylen niedriger Dichte (LDPE) verwertet werden. Aus den gewonnenen Rezyklaten produziert das Unternehmen Matten, Bodenschutzplatten, Eisenbahnschwellen, Transportpaletten und Schachtabdeckungen. Das dabei verwendete Verfahren Silicopolymer (SP) wurde von Ali Hakan Güven, dem Mehrheitsgesellschafter von Terra Circular, entwickelt. Laut Medienberichten steigt Braskem mit dem Joint Venture in das mechanische Kunststoffrecycling ein. Bislang ist der brasilianische Kunststoffkonzern nur an Projekten im chemischen Recycling beteiligt, zuletzt wurde hier Anfang des Jahres der Einstieg beim US-amerikanischen Branchenunternehmen Nexus Circular vereinbart (siehe auch plasticker-News vom 14.02.2022). Zudem setzt Braskem verstärkt auf die Produktion von Biopolymeren. Für das erste Quartal des Geschäftsjahrs 2022 berichtet die in São Paulo ansässige Braskem insgesamt einen Nettogewinn von 3,884 Mrd. BRL (740 Mio. Euro) und ein EBITDA von 4,845 Mrd. BRL (920 Mio. Euro) aus konsolidierten Umsätzen in Höhe von 26,731 Mrd. BRL (5,08 Mrd. Euro). Weitere Informationen: www.braskem.com.br, erpbv.com |
Braskem, São Paulo, Brasilien
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