| 15.05.2024, 15:14 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Im oberösterreichischen Ennshafen haben ARA, Bernegger und Der Grüne Punkt eine neue Sortieranlage errichtet. Mit einer Sortierkapazität von 100.000 Tonnen pro Jahr und 20 Tonnen pro Stunde ist die Anlage dreimal so groß wie bestehende Anlagen in Österreich. TriPlast befindet sich derzeit im Anfahrbetrieb und soll im Sommer 2024 den Regelbetrieb aufnehmen. Die Anlage deckt 50 Prozent der österreichischen Sortierkapazität für Leichtverpackungen ab und dient in erster Linie der Rückgewinnung von Sekundärrohstoffen. Die Investitionssumme von mehr als 65 Millionen Euro bringt regionale Wertschöpfung und schafft 60 neue Arbeitsplätze im Wirtschaftspark Ennshafen. Bei Verpackungsabfällen führen unterschiedliche Sammelsysteme (z.B. Hol- oder Bringsystem, Behälterart) und Einzugsgebiete (z.B. ländlich, städtisch) zu unterschiedlich zusammengesetzten Inputmaterialien. Die moderne Sensorik von TriPlast kann 24 verschiedene Abfallfraktionen erkennen, analysieren und sortenrein trennen, um die Rohstoffe ohne Qualitätsverlust für das Recycling vorzubereiten. In der Inputmenge erwarten die Experten etwa acht Prozent Metallverpackungen und 14 Prozent Fehlwürfe, der Rest setzt sich aus verschiedenen Kunststoffverpackungen zusammen. Der Aufbereitungsprozess in der Sortieranlage ist eine rein mechanische Abfallsortierung. Mit Hilfe von Siebtrommeln, Windsichtern, Überbandmagneten, Wirbelstromscheidern und Nahinfrarotgeräten wird das Materialgemisch schrittweise in verschiedene Materialfraktionen wie Kunststoffe (PP, PE, PS oder PET), Weißblech, Aluminium, Getränkekartons, Pappe/Papier/Karton, Folienfraktionen sowie Sortierreste bzw. Mischkunststofffraktionen getrennt. Die Abfälle aus der Gelben Tonne bzw. dem Gelben Sack werden in der Inputhalle entladen. Mittels Sackaufreißer werden die Säcke geöffnet und das Material gleichmäßig auf dem Förderband verteilt. Das Material wird maschinell über ein Trommelsieb nach Größe sortiert. Windsichter saugen Folien ab, Ballistiksichter rütteln das Material durch und ermöglichen eine weitere mechanische Trennung des Inputmaterials in Folien und Formkörper wie Flaschen oder Kanister. Mit Hilfe moderner Nahinfrarotsensorik werden die Materialien nach Kunststoffart und Farbe getrennt. Für alle Fraktionen besteht die Möglichkeit, das Material zur Qualitätskontrolle in der dafür vorgesehenen Sortierkabine von eventuellen Störstoffen oder Fehlwürfen zu befreien. Die Hauptfraktionen werden zu Ballen gepresst und der Verwertung zugeführt. Der Großteil der Outputfraktionen verbleibt in Österreich und wird wieder zu neuen Produkten wie Shampoo- oder Spülmittelbehältern, Müllsäcken oder Folien verarbeitet. Weitere Informationen: |
Triplast GmbH, Molln, Österreich
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