| 24.03.2009 | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Der Kunststoffmaschinenbauer KraussMaffei Technologies GmbH (www.krauss-maffei.de) will sich von etwa 10% seiner 2.000 Mitarbeiter der Stammbelegschaft am Standort München trennen. Dazu sollen die rund 200 Mitarbeiter zunächst in eine Transfergesellschaft ausgegliedert werden, wie Firmensprecher Matthias Andreesen Viegas gegenüber dem plasticker bestätigte. Parallel dazu wurde bereits zum 1. März für etwa 600 Münchner Mitarbeiter Kurzarbeit beantragt. Der Standort Hannover von KraussMaffei Berstorff ist nach Firmenangaben bislang noch nicht von Kurzarbeit oder Stellenabbau betroffen. Grund für diese Massnahme sei der starke Einbruch der Aufträge seit Herbst 2008, der KraussMaffei wie viele andere Maschinenbauunternehmen trifft. Im vierten Quartal 2008 ist der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahresquartal um 30% zurückgegangen, so Andreesen, womit KraussMaffei nach eigener Einschätzung im Branchenvergleich sogar noch einigermaßen gut dastehe. Auch für 2010 noch keine deutliche Verbesserung erwartet Bislang konnte KraussMaffei den Auftragseinbruch durch die Nutzung von Resturlaub und Überstundenkonten für verlängerte Werksferien über Weihnachten und zu Fasching sowie durch die Kurzarbeit abfedern. Doch nun seien leider sämtliche Möglichkeiten der Flexibilisierung ausgeschöpft und der Auftragsmangel reiche bis weit in das Jahr 2010. Schlimmer noch: Man rechne damit, sagte Andreesen weiter, dass der Umsatz des Jahres 2008 in den kommenden Jahren nicht mehr erreicht würde und auch 2010 schwierig würde, da die aktuelle Krise für die Maschinenhersteller nicht nur ein kurzes Tal im Konjunkturzyklus sei. Medienberichten zufolge sieht daher auch die IG-Metall keine Möglichkeit, den Stellenabbau abzuwenden, will aber auf eine möglichst sozialverträgliche Umsetzung drängen. Über die Modalitäten der Transfergesellschaft verhandeln das Unternehmen sowie Betriebsrat und Gewerkschaft zur Zeit noch, Einzelheiten stehen daher noch nicht fest, genauso wenig der Termin, zu dem die Mitarbeiter dorthin wechseln sollen. Andreesen betonte dabei, dass durch die Transfergesellschaft Entlassungen zunächst vermieden werden sollen und man hoffe, dass sich die erforderliche Anzahl von Mitarbeitern dazu bewegen lasse, freiwillig in diese Gesellschaft zu wechseln. Dort sollen sie unter Co-Finanzierung durch die Arbeitsagentur ein Jahr lang weiter beschäftigt und gleichzeitig weitergebildet werden, so dass sie Chancen auf neue Arbeitsstellen haben. Über KraussMaffei KraussMaffei Technologies ist nach eigenen Angaben der nach Umsatz weltgrößte Hersteller von Kunststoffmaschinen mit Sitz in München und demnach das einzige Unternehmen, welches die drei wichtigsten Technologien zur Kunststoff-Verarbeitung, Spritzguss, Extrusion und Reaktionstechnik, aus einer Hand anbieten kann. Ende 2007 nannte KraussMaffei erstmals Geschäftszahlen: Im Geschäftsjahr 2007 (Sept. 2006 – Sept. 2007) habe man mit rund 4.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 950 Mio. Euro (plus 5% gegenüber Vorjahr) erwirtschaftet. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) kam auf 71 Millionen Euro (plus 41% gegenüber Vorjahr). Im Geschäftsjahr 2007/08 wurde nach Angaben des Unternehmens die Marke von 1 Mrd. Umsatz übertroffen. |
KraussMaffei Technologies GmbH, München
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