| 24.06.2013, 06:09 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Der Wirtschaftsbetrieb Ludwigshafen (WBL) gestattet in Abstimmung mit der GML Abfallwirtschaftsgesellschaft mbH, als Betreiber des Biokompostwerkes, ab sofort in Ludwigshafen die Verwendung von Biomüllbeuteln aus dem kompostierbaren Kunststoff "ecovio FS" der BASF für die Entsorgung in der Biotonne. Diese Empfehlung des WBL sei auf ecovio-Beutel beschränkt, die an dem blumenförmigen ecovio-Logo und den zahlreichen kleinen Keimling-Symbolen erkennbar sind. Mehr Hygiene in der Bioabfallsammlung Die Biobeutel aus "ecovio" sollen die Sammlung und Entsorgung des Bioabfalls sauberer, unkomplizierter und hygienischer machen. Geruchsbelästigung und Ungezieferbefall soll so vorgebeugt werden. Ein aktueller Bericht der bifa Umweltinstitut GmbH habe die Vorteile hinsichtlich Hygiene noch einmal bestätigt. Das lästige Schrubben des Sammelbehälters in der Küche entfalle. Dank der sehr guten Nassfestigkeit der Tüten sickere die Flüssigkeit aus Teebeuteln oder Obstresten nicht durch und der Beutel bleibe stabil. Zur Abfallverwertung auf dem heimischen Gartenkompost sind die Tüten nicht geeignet. Industrielle Kompostierungsanlagen würden jedoch die notwendigen Bedingungen für einen rückstandslosen Abbau bieten. Erfolgreiche Pilotprojekte und weitere Genehmigungen Eine umfangreiche Testreihe der BASF im Biokompostwerk Grünstadt hatte den Angaben zufolge bereits Ende 2009 belegt, dass die Tüten auch für die kurzen Zykluszeiten professioneller Kompostierungsanlagen geeignet sind. "Von den im Versuch getesteten Kunststofftüten haben nur die Biomüllbeutel aus "ecovio" vollständig und schnell abgebaut", erläutert Jürgen Keck, Leiter des globalen Geschäfts für bioabbaubare Kunststoffe der BASF. Georg Kosak, IBK-Solutions, ergänzt: "Analysen der Bioabfallverwertung haben gezeigt, dass hier der Einsatz von ecovio-Tüten zur Bioabfallsammlung problemlos möglich ist und auf andere Sammelgebiete und Kompostierungsverfahren nach individueller Prüfung übertragen werden kann." Pilotprojekte mit den Biobeuteln aus dem kompostierbaren Kunststoff "ecovio" FS 2011 im Landkreis Bad Dürkheim mit etwa 65.000 Haushalten und 2012 in Berlin mit knapp 25.000 Haushalten waren laut BASF erfolgreich. Und auch der Rhein-Pfalz- sowie der Ennepe-Ruhr-Kreis gestatten demzufolge inzwischen die Nutzung von ecovio-Bioabfalltüten. In Bad Dürkheim waren demnach ca. 90 Prozent und in Berlin 80 Prozent der befragten Bürger mit diesen Tüten zur Bioabfallsammlung zufrieden. Bioabbaubare Kunststoffe für mehr Biomasse Das Material "ecovio" FS besteht aus dem teilweise biobasierten "ecoflex" FS und PLA (Polymilchsäure). Durch diese Kombination bestehen die Tüten überwiegend aus nachwachsenden Rohstoffen. Wie der Bioabfall selbst werden die ecovio-Biomüllbeutel von Mikroorganismen mit Hilfe von Enzymen vollständig abgebaut. Entscheidend für diesen Abbau sei nur die Struktur des Materials und nicht die Herkunft der Rohstoffe. Am Ende der Kompostierung haben die Mikroorganismen die Tüten vollständig zu Kohlendioxid, Wasser und Biomasse umgesetzt. Das sei ein zentraler Vorteil für die Abfallverwertung, denn die Entsorgungsunternehmen müssen die Tüten nicht aufwändig aussortieren: Sie werden zusammen mit dem übrigen Bioabfall zu wertvollem Kompost. So können sie dabei helfen, den Bioabfallanteil in der grauen Tonne zu verringern, die Umwelt zu schonen und zudem die Kosten für die Entsorgung des Restmülls zu senken. Das Keimling-Symbol auf den Tüten soll anzeigen, dass die Tüten, ebenso wie die Produkte "ecovio" und "ecoflex", die strengen gesetzlichen Vorgaben der europäischen Norm EN 13432 zur Verwertung durch Kompostierung durch den biologischen Abbau erfüllen würden. Erhältlich an Ludwigshafener Verkaufsstellen Die Zehn-Liter-Beutel gibt es in Ludwigshafen bereits im Einzelhandel zu kaufen. Die Zehner-Packung kostet den Angaben nach zurzeit weniger als zwei Euro. Weitere Informationen: www.ecovio.de/biobeutel |
BASF SE, Ludwigshafen
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