| 21.06.2005 | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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„Die deutsche PVC-Branche nimmt im europäischen Vergleich eine Spitzenposition auf dem Weg zur Nachhaltigkeit ein. Dies belegen die Fakten aus unserem Fortschrittsbericht 2005“, erklärte Werner Preusker, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft PVC und Umwelt e.V. (Ag PVC und Umwelt) auf der Mitgliederversammlung am 15. Juni in Bonn. Der Fortschrittsbericht beweist, dass die deutsche PVC-Branche das Produktmanagement während des gesamten Lebenszyklus von PVC kontinuierlich verbessert hat: von der Herstellung bis zur Verwertung. So kam 2004 fast die Hälfte des europäischen PVC-Recyclingmaterials aus Deutschland. Damit leisten deutsche Unternehmen einen maßgeblichen Beitrag zur Umsetzung der Freiwilligen Selbstverpflichtung „Vinyl 2010“, die im Jahr 2000 von der europäischen PVC-Branche unterzeichnet wurde. Mit 4,5 Prozent Zuwachs bei der Verarbeitung liegt Deutschland auch bei der wirtschaftlichen Entwicklung vor dem übrigen Westeuropa mit einem Wachstum um 1,4 Prozent. Als Umweltinitiative aus Wirtschaft und Wissenschaft mit 70 Unternehmen und rund 500 Privatpersonen koordiniert die Ag PVC und Umwelt alle Maßnahmen auf deutscher Ebene, um die Zielvorgaben des europäischen Zehnjahresprogramms „Vinyl 2010“ zu erfüllen. Die Ergebnisse des Fortschrittsberichts 2005 zeigen, dass die deutsche PVC-Branche in Europa einen wesentlichen Beitrag leistet, um die nachhaltige Entwicklung von PVC zu fördern. Sie führt dabei einen intensiven Dialog mit politischen und umweltrelevanten Entscheidungsträgern, mit der Industrie und dem Verbraucher. Höchste Verwertungsquote für PVC in Deutschland PVC-Abfälle stammen in Deutschland zu ca. 71 Prozent aus dem Baubereich. Europaweit wurden im vergangenen Jahr 18.077 Tonnen dieser Abfälle verwertet. Davon kamen allein 7.263 Tonnen aus Deutschland (5.708 Tonnen Fenster und Rollläden, 568 Tonnen Dachbahnen, 510 Tonnen Rohre, 477 Tonnen Bodenbeläge). Das sind 41 Prozent der europäischen PVC-Abfallmenge. Ebenso groß sind die Erfolge auf bundesweiter Ebene. Zu diesem Ergebnis kommt die von der Ag PVC und Umwelt in Auftrag gegebene Studie „Produktions-, Verbrauchs- und Abfalldaten für PVC in Deutschland unter Einbeziehung der Verwertung in 2003“, durchgeführt von der CONSULTIC Marketing und Industrieberatung GmbH. Sie stellt der deutschen PVC-Branche mit einer Verwertungsquote von 46 Prozent aller in Deutschland verfügbaren Abfallmengen sowie umfangreichen Sammel- und Verwertungssystemen für die wichtigsten Bauprodukte ein ausgezeichnetes Zeugnis aus. Innovative Herstellungsverfahren schonen die Umwelt Zur nachhaltigen Entwicklung von PVC tragen auch innovative Herstellungsverfahren bei, die den Rohstoff- und Energieverbrauch sowie produktionsbedingte Emissionen reduzieren. Beispiele sind die moderne Membranelektrolyse der SolVin GmbH & Co. KG in Rheinberg und die Vinylchlorid-Anlage von Vinnolit in Knapsack. Ebenfalls gute Nachrichten gibt es beim Einsatz von Additiven: Seit 2001 wurden Verkauf und Verwendung von Cadmium-Stabilisatoren auch europaweit eingestellt. Der Einsatz von Blei-Stabilisatoren ging 2004 bereits um 16,7 Prozent zurück, geplant waren in Europa bis Ende 2005 lediglich 15 Prozent. Die deutsche profine-Gruppe verzichtet schon heute auf ihre Verwendung. Mit innovativen PVC-Produkten machen hiesige Unternehmen ebenfalls von sich reden. Eines der vielen Highlights ist eine Kunststoffdachbahn mit Photovoltaikmodulen. Sie verwandelt Sonnenlicht in Strom, schont damit kostbare Ressourcen und spart Geld. Eine neue Klebetechnologie in der PVC-Fensterproduktion schafft zusätzliche Gestaltungsspielräume bei gleichzeitiger Materialeinsparung. Die Ergebnisse des Fortschrittsberichts 2005 zeigen, dass die deutsche PVC-Branche in Europa einen wesentlichen Beitrag leistet, um die nachhaltige Entwicklung von PVC zu fördern. Sie führt dabei einen intensiven Dialog mit politischen und umweltrelevanten Entscheidungsträgern, mit der Industrie und dem Verbraucher. Fortschrittsbericht 2005 zum Download (pdf, 190 kB) |
Arbeitsgemeinschaft PVC und Umwelt e.V., Bonn
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